Im ehemaligen Gebäude der Nederlandsche Bank ist die archäologische Sammlung der Universität untergebracht. Dienstag-Freitag von 10-17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 13-17 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro (MK).
Mitten im Rotlichtviertel liegt dieses kleine Museum, das man von außen leicht übersieht. In den unteren Stockwerken scheint es ein ganz normales Kaufmannshaus aus dem 17. Jahrhundert zu sein. Treppauf und treppab kann man das verwinkelte Grachtenhaus erkunden. Die eigentliche Attraktion versteckt sich jedoch unter dem Dach. Dort liegt eine dreigeschossige katholische Geheimkirche, die 1661 eingerichtet wurde - komplett mit Hochaltar und zwei Galerien. Da die herrschenden Kalvinisten den Katholiken verboten hatten, ihren Glauben öffentlich zu praktizieren, mussten die Kirchgänger sich durch einen Seiteneingang in das Grachtenhaus schleichen. Die Schutzkirche trug den passenden Namen Ons‘ Lieve Heer op Zolder ("unser lieber Herrgott auf dem Dachboden"). Montag-Samstag von 10-17 Uhr geöffnet, Sonntag von 13-17 Uhr, der Eintritt kostet 7 Euro (MK).
Ein barockes Tor markiert den Eingang zum Museum für Stadtgeschichte, das seinen Sitz seit 1975 in einem ehemaligen Waisenhaus aus dem 17. Jahrhundert hat. Besucher erwartet zunächst die (gratis zugängliche) Schuttersgalerij mit 15 kolossalen Gemälden von Mitgliedern der Amsterdamer Schützengilde aus dem 17. Jahrhundert. Auch im Inneren hat das Museum einiges zu bieten: Nicht weniger als 40 000 Objekte gehören zur Sammlung, die auf drei Stockwerke verteilt ist. In Saal 1 bis 23 wird anhand von Gemälden, Büchern, Landkarten und Modellen die Geschichte der Stadt Amsterdam präsentiert, von der Anlage des ersten Damms an der Amstel über das Goldene Zeitalter bis hin zu Hausbesetzern und Coffeeshops. In den restlichen Sälen sind wechselnde Ausstellungen zu sehen. Ein dauerhaftes Highlight ist die Regentenkammer, in der früher die Direktion des Waisenhauses tagte, und die noch komplett im Stil des 17. Jahrhunderts eingerichtet ist. Am Eingang St. Luciënsteeg wurde eine ganze Wand mit historischen Giebelsteinen, die den Amsterdamern früher als Adressbezeichnungen dienten, verkleidet. Montag-Freitag von 10-17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 11-17 Uhr, der Eintritt kostet 6 Euro (MK).
"Liebe Kitty...". Jedes Schulkind kennt die Worte, mit denen Anne Franks Tagebucheinträge anfingen. Das jüdische Mädchen versteckte sich im Zweiten Weltkrieg zwei Jahre lang mit seiner Familie in diesem Hinterhaus an der Prinsengracht - um im letzten Moment doch noch nach Auschwitz deportiert zu werden. Heute sitzen hier die Anne-Frank-Stiftung sowie das zugehörige Museum. Durch eine als Bücherregal getarnte Geheimtür gelangt man in das Hinterhaus und die kleine Wohnung, in der die Familie hausen musste. Auch das Originaltagebuch gehört zur eindrucksvollen Ausstellung. Im Museum herrscht stets großer Andrang: Besuchen Sie es frühmorgens, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Täglich von 9-19 Uhr geöffnet, im Sommer bis 21 Uhr, der Eintritt kostet 7,50 Euro.
Für Freunde zeitgenössischer Baukunst: Im skulpturalen Pavillon am Oosterdok werden Wechselausstellungen zu neuer Architektur in Amsterdam gezeigt. Dienstag-Samstag von 13-17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.