An Sommernachmittagen sieht man den Park vor lauter Menschen nicht. Der Vondelpark ist weniger Grünanlage als vielmehr Treffpunkt, Fahrradroute, Veranstaltungsort und Spielplatz der Amsterdamer. Schon in den 60er-Jahren war er Versammlungsort für Hippies aus aller Welt, die sich dort sogar dauerhaft niederließen, bis die Polizei der Belagerung 1975 ein Ende machte. Dabei waren seine Anfänge äußerst bürgerlich. Der 48 Hektar große Park wurde 1877 als erster öffentlicher Park Amsterdams angelegt und nach dem Renaissancedichter Joost van den Vondel benannt. Betuchte Bürger hatten sich zusammengeschlossen, um in ihrem neuen Villenviertel südlich des Grachtenrings eine grüne Lunge zu schaffen.
Im Park liegen das Filmmuseum und drei Bühnen, auf denen im Sommer Freiluftaufführungen stattfinden (Juli-September). Für das leibliche Wohl der Parkbesucher sorgen das Café Vertigo mit einer der schönsten und lebhaftesten Terrassen, aber auch das Restaurant Melkhuis und das Blaue Teehaus.
Dies ist kein gewöhnlicher botanischer Garten. Schon vor über 300 Jahren pflanzten holländische Ärzte hier die ersten exotischen Kräuter an, die Kaufleute und Seefahrer von ihren Reisen mitbrachten. Auf dem Gebiet der Tropenmedizin waren sie ihren europäischen Kollegen deshalb bald um eine Nasenlänge voraus. Eine Palme, die damals jemand aus Südafrika einführte, ist inzwischen die älteste Topfpflanze der Welt. Besonders schön ist das alte Palmenhaus, aber auch das futuristische neue Gewächshaus ist einen Besuch wert. Im Sommer Montag-Freitag von 9-17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 10-17 Uhr, im Winter bis 16 Uhr, der Eintritt kostet 6 Euro.
Nahe dem Albert Cuypmarkt liegt dieser kleine Park, in dessen Zentrum ein kurioses, asiatisch anmutendes Monument steht. Er ist nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten mit geschwungenen Wegen und kleinen Bächlein angelegt. Benannt wurde er nach dem Arzt Samuel Sarphati, der im 19. Jahrhundert den Bau der südlichen Stadterweiterung initiierte.