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Bauwerke

  • Begijnhof
    Begijnhof mit Engelse Kerk
    Begijnhof mit Engelse Kerk
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Eine Oase der Ruhe in der betriebsamen Innenstadt. Weiß gestrichene Häuser scharen sich um ein Kirchlein und ein paar Kastanienbäume, die winzigen Vorgärten sind liebevoll bepflanzt. 1346 gegründet, lag der Begijnhof am äußersten Rand der mittelalterlichen Stadt. Hier wohnten alleinstehende Frauen, die in einer religiösen Gemeinschaft leben, aber keine Nonnen werden wollten. Sie widmeten sich vor allem der Altenpflege. Zwei Feuersbrünste zerstörten den Hof im 15. Jahrhundert fast vollständig; die heutige Bebauung stammt größtenteils aus dem 17. Jahrhundert. Das Haus mit der Nummer 34 wurde dagegen bereits um 1470 errichtet und soll das älteste Holzhaus der Niederlande sein. Gegenüber der englisch-presbyterianischen Kapelle versteckt sich in zwei Wohnhäusern eine katholische Geheimkirche aus dem 17. Jahrhundert. Auf dem Begijnhof wohnen noch heute etwa 100 Personen - die letzte Begine verstarb jedoch 1971. Täglich von 9-17 Uhr geöffnet.
    Straße:
    Eingang: Spui u. Kalverstraat
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Nahverkehr
    Tram: 1, 2, 5 (Spui)
    Karte
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  • Beurs van Berlage
    Beurs van Berlage
    Beurs van Berlage
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Wie eine Trotzburg thront der Backsteinbau am Damrak; sein hoher Turm ist schon von weitem zu sehen. Die Börse wurde 1897 bis 1903 nach Plänen des Architekten Hendrik Petrus Berlage gebaut und gilt dank ihrer schnörkellosen Fassaden und sichtbaren Konstruktion als Grundstein der modernen Architektur in den Niederlanden. Den Auftraggebern gefiel die neue Börse jedoch zunächst gar nicht: Sie wollten lieber ein repräsentatives Gebäude im Neorenaissancestil ähnlich dem Rijksmuseum oder dem Hauptbahnhof haben. Aber gerade von dieser historisierenden Architektur wollte sich Berlage unterscheiden. Er lud mehrere Künstlerfreunde ein, den Bau mit zeitgenössischen Ornamenten und Kunstwerken zu dekorieren. Wandmalereien, Skulpturen, Ziergitter und Sinnsprüche ergänzen die wuchtige Architektur und machen die Börse zu einem Gesamtkunstwerk. Ursprünglich beherbergte der Bau gleich vier Börsen: Waren-, Korn-, Schiffer- und Wertpapierbörse. Der imposante Saal der Warenbörse mit seinem großen Glasdach, den gekrümmten Eisenträgern und zwei Galerien dient heute als Ausstellungsraum und Konzertsaal. Nur bei Ausstellungen und Veranstaltungen zugänglich.
    Straße:
    Damrak 277
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Nahverkehr
    Tram: 4, 9, 16, 24, 25 (Dam)
    Karte
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  • Centraal Station
    Centraal Station
    Centraal Station
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Der Hauptbahnhof wurde 1889 im Neorenaissancestil vom Architekten Petrus J. H. Cuypers erbaut, der auch das Rijksmuseum entwarf. Das beeindruckende, 306 m lange Gebäude steht auf einer künstlichen Insel, mit der Rückseite zum Fluss IJ. Getragen wird der "Palast des Reisenden" von mehr als 10 000 Baumstämmen, die beim Bau in den sandigen Grund gerammt wurden. Sowohl von außen als auch von innen ist der Bahnhof ungewöhnlich prachtvoll dekoriert, denn er sollte die Errungenschaften des Industriezeitalters verherrlichen, gleichzeitig aber auch auf Grund seiner prominenten Position in der Stadt einen schönen Anblick bieten. Auf dem Bahnhofsvorplatz herrscht ständiger Trubel - hier gilt besondere Vorsicht vor Taschendieben! Abfahrts- und Endpunkt für Straßenbahnen, Busse, Rundfahrt- und Museumboote. Von der Rückseite des Bahnhofs aus verkehren kostenlose Personenfähren nach Amsterdam-Noord.
    Straße:
    Stationsplein
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Karte
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  • De Waag
    De Waag
    De Waag
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Mitten auf dem Nieuwmarkt steht das älteste weltliche Bauwerk Amsterdams: Die ehemalige Stadtwaage, heute Sitz eines Instituts für neue Medien und eines Caférestaurants. 1488 als Stadttor erbaut, wurde sie im 17. Jahrhundert, als der Grachtenring entstand, zur Waage umfunktioniert. In den oberen Geschossen hatten mehrere Handwerksgilden ihren Sitz. Jede Zunft bekam ihren eigenen Eingang, den man noch heute an den unterschiedlichen Fassadensteinen erkennen kann. Unterm Dach richtete die Chirurgengilde ein Anatomisches Theater ein, das vollständig erhalten ist (nur bei Veranstaltungen des Medieninstituts zugänglich). Nach einer der vielen öffentlichen Sektionen entstand dort Rembrandts berühmtes Gemälde "Anatomie des Dr. Tulp" (1632), das heute im Museum Het Mauritshuis in Den Haag hängt.
    Straße:
    Nieuwmarkt
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    U-Bahn
    Metro: Nieuwmarkt
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  • Gouden Bocht
    Häuser an der Herengracht
    Häuser an der Herengracht
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Zwischen Leidsestraat und Vijzelstraat erstreckt sich der "goldene Bogen" der Herengracht. Die Häuser an diesem Grachtabschnitt sind deutlich größer und prunkvoller als die meisten anderen Grachtenbauten. Sie wurden gegen Ende des 17. Jahrhunderts von den Angehörigen der neuen Finanzelite erbaut, die sich von den gemeinen Kaufleuten abheben und ihren Reichtum zur Schau stellen wollten. Deshalb kauften sie oft gleich zwei Grundstücke, vorne wurde das Herrenhaus errichtet, dahinter Ställe und Unterkünfte für Bedienstete. Letztere waren von der Keizersgracht aus zugänglich, weshalb das entsprechende Stück jener Gracht einen eher unspektakulären Anblick bietet.
    Straße:
    Herengracht
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Nahverkehr
    Tram: 16, 24, 25 (Vijzelstraat)
    Karte
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  • Grachtenring
    Ein Teil des Grachtenrings aus der Luft
    Ein Teil des Grachtenrings aus der Luft
    © ATCB
    Das komplett erhaltene Ensemble des Grachtenrings ist im wahrsten Sinne des Wortes die größte Attraktion Amsterdams. Halbkreisförmig legen sich der alte Stadtgraben Singel sowie die Heren-, Keizers- und Prinsengracht und zahllose kleinere Quergrachten um das mittelalterliche Stadtzentrum, die "walletjes". Insgesamt finden sich auf einer Fläche von etwa 8 km² rund 160 Grachten und 600 Brücken. Amsterdam war um 1600 dank des Überseehandels zu großem Wohlstand gelangt. Der Beginn des Goldenen Zeitalters ging mit einer Bevölkerungsexplosion einher: Innerhalb von nur 50 Jahren vervierfachte sich die Einwohnerzahl, und der mittelalterliche Stadtkern wurde zu eng. Deshalb begann man 1612 mit dem Bau des Grachtenrings, einer der spektakulärsten städtebaulichen Unternehmungen jener Zeit.
    Gracht mit Ruderern
    Gracht mit Ruderern
    © NicoleMe / pixelio.de
    Innovativ war nicht nur die räumlich großzügige Anlage der Grachten, sondern auch ihre Bepflanzung mit Bäumen. Zum Graben der Kanäle wurden Verbrecher, Landstreicher und Tagelöhner herangezogen. Reiche Kaufleute ließen an den Wasserwegen, die ursprünglich zur Trockenlegung des Geländes und später als Abwassergräben dienten, ihre neuen Wohn- und Lagerhäuser errichten. Allerdings waren Grundstücke an den Grachten teuer. Da sich der Kaufpreis ebenso wie die spätere Besteuerung an der Breite der Parzelle orientierte, fielen die meisten Häuser recht schmal, aber dafür tief aus. Benannt wurde die Herengracht nach den Handelsherren, die Keizersgracht nach Kaiser Maximilian I., dessen Krone Amsterdam im Stadtwappen führen durfte, und die Prinsengracht nach den Prinzen des Hauses Oranien. Um 1680 war der Stadterweiterungsplan vollendet und der Grachtenring von einem Verteidigungsgraben umschlossen, der sich an der Stelle der heutigen Stadhouderskade befand.
    Einstündige Grachtenrundfahrten werden von verschiedenen Reedereien angeboten. Sie starten alle vor dem Hauptbahnhof und kosten etwa 15 Euro pro Person.
  • Het Schip
    Het Schip am Spaarndammerplantsoen
    Het Schip am Spaarndammerplantsoen
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Seinen Namen erhielt dieser Wohnblock, den der Architekt Michel de Klerk 1919 entwarf, auf Grund seiner Form, die an ein Schiff erinnert. Het Schip ist ein Paradebeispiel des Backsteinexpressionismus: Ungewöhnliche Ornamente und Fensterformen sowie hübsche, aber funktionslose Türmchen zieren den sozialen Wohnungsbau. Im Inneren des kurvig-geschwungenen Blocks sind eine ebenfalls von De Klerk gestaltete Postfiliale aus den 1920er-Jahren und eine Museumswohnung zu besichtigen. Donnerstag-Sonntag von 13-17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 5 Euro (MK).
    Straße:
    Spaarndammerplantsoen 140
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Nahverkehr
    Bus: 22, 44 (Spaarndammerplantsoen)
    Karte
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  • Koninklijk Paleis ((Königlicher Palast))
    Fassade des Palastes
    Fassade des Palastes
    © ATCB
    Der schlichte, graue Bau am Dam mit seinen verhängten Fenstern sieht von außen nicht allzu königlich aus. Respektlose Zungen bezeichnen ihn deshalb auch als "größte Abstellkammer Hollands". Er war jedoch ursprünglich nicht als Palast, sondern als Rathaus konzipiert. Errichtet wurde das klassizistische Gebäude nach Plänen von Jacob van Campen zwischen 1648 und 1655. 13 659 Pfähle mussten in den Boden gerammt werden, um den imposanten Bau aus Bentheimer Stein tragen zu können, dessen Hauptfassade ein gewaltiger Fries mit Seeungeheuern ziert. Im Inneren beeindrucken vor allem einige monumentale Gemälde von Rembrandt-Schülern, der Bürgersaal und die von den napoleonischen Besatzern hinterlassene Einrichtung im Empirestil. Erst 1930 trat die Stadt das Rathaus an die Krone ab. Die Hauptresidenz der Oranier liegt dennoch in Den Haag - Königin Beatrix hält sich nur zu Empfängen im Palast in Amsterdam auf. Wegen Renovierungsarbeiten ist der Palast bis Anfang 2008 für Besucher geschlossen.
    Straße:
    Dam
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Telefon:
    624 86 98
    Nahverkehr
    Tram: alle Linien (Dam) außer 3, 7, 10, 12
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  • Montelbaanstoren
    Montelbaanstoren
    Montelbaanstoren
    © ATCB
    An der Ecke Waalseilandsgracht und Oudeschans, im ehemaligen Schiffbauerviertel, wurde im frühen 16. Jahrhundert dieser Verteidigungsturm errichtet. Schon 1606 verlor er seine ursprüngliche Funktion und wurde später auf Wunsch der Anwohner mit einer Uhr mit Schlagwerk ausgerüstet. Seit 1878 kontrollieren die Wasserwerke von hier aus den Wasserstand und die Durchspülung der Grachten.
    Straße:
    Oudeschans 2
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Nahverkehr
    Metro: Nieuwmarkt
    Karte
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  • Munttoren
    Munttoren
    Munttoren
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Der Münzturm, gebaut 1620, steht am Zusammenfluss von Singel und Amstel und gehörte ursprünglich zur Stadtbefestigung. Die Turmspitze wurde vom berühmten Architekten Hendrick de Keyser entworfen. Als die Stadt Dordrecht, welche eigentlich das Münzrecht besaß, 1672 von den Franzosen besetzt zu werden drohte, prägte man hier eine Zeit lang Gold- und Silbermünzen.
    Straße:
    Muntplein
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Nahverkehr
    Tram: 4, 9, 14, 16, 24, 25 (Muntplein)
    Karte
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  • Pintohuis
    Pintohuis
    Pintohuis
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Die Angehörigen der jüdisch-portugiesischen Bankiersfamilie Pinto waren die Rothschilds des Goldenen Zeitalters. Um 1651 kauften sie dieses Wohnhaus gegenüber des Zuiderkerkhofs, das 1605 für einen Kaufmann der VOC errichtet worden war. Seine heutige klassizistische Fassade erhielt das Haus erst 1681. Im 20. Jahrhundert verfiel der Bau zusehends. Inzwischen ist er jedoch restauriert und dient als öffentliche Bibliothek. Im Eingang und im Lesesaal kann man noch immer die wunderschönen Wand- und Deckenmalereien aus dem 17. Jahrhundert bewundern.
    Straße:
    Sint Antoniesbreestraat 69
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    U-Bahn
    Metro: Nieuwmarkt
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  • Scheepvaarthuis
    Scheepvaarthuis
    Scheepvaarthuis
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Auf den ersten Blick sieht es fast wie die Kulisse eines Batman-Films aus: Trotzig und etwas bedrohlich steht das Schifffahrtshaus an der Binnenkade östlich des Hauptbahnhofs. Das reich mit stilisierten maritimen Figuren und Ornamenten verzierte Gebäude aus dem Jahr 1916 ist ein frühes Beispiel des Backsteinexpressionismus der 1920er-Jahre, der als "Amsterdamer Schule" berühmt wurde. Ursprünglich war es Sitz der wichtigsten Schiffahrtsgesellschaften.
    Straße:
    Prins Hendrikkade 108-114
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Nahverkehr
    5 Min. Fußweg vom Hauptbahnhof
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  • Schreierstoren
    Schreierstoren
    Schreierstoren
    © bMA / www.bma.amsterdam.nl
    Von den Zinnen des Schreierstoren, eines halbrunden Festungsturms aus dem Jahr 1484, weinten die Frauen der Seefahrer angeblich den auslaufenden Schiffen hinterher. Aber obwohl ein Giebelstein aus dem 17. Jahrhundert diese Geschichte illustriert, stimmt sie nicht. Ursprünglich hieß der Turm Schreyhoekstoren, denn beim Turm treffen zwei Kanäle in einem spitzen Winkel ("schreye hoek") aufeinander. Im Jahr 1609 segelte Henry Hudson von dem in zahlreichen Gemälden verewigten Turm aus nach Nordamerika, wo er Manhattan entdeckte und New Amsterdam, das spätere New York, gründete. Nach ihm sind der Hudson-Fluss und die Hudson Bay benannt.
    Straße:
    Geldersekade
    PLZ/Stadt:
    Amsterdam
    Nahverkehr
    5 Min. zu Fuß vom Hauptbahnhof
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