Fettnäpfchen
Schlechtes Benehmen
Thai sind tolerant und mischen sich nicht in die Angelegenheiten anderer ein. Schon gar nicht in die von Ausländern. Die "falang" genießen eine Art Narrenfreiheit. Diese hört aber nicht nur bei abfälligen Bemerkungen über das Königshaus auf. Auch der Buddhismus, seine Vertreter und Symbole sollten mit Respekt behandelt werden. In Tempeln (gilt nicht für chinesische Tempel), Moscheen und Privathäusern müssen die Schuhe ausgezogen werden. Frauen dürfen Mönche keinesfalls berühren, sich auch nicht im Bus neben sie setzen. Als Fremder sollten Sie auch den Kopf eines Einheimischen nicht berühren, selbst wenn es freundschaftlich gemeint ist. Der Kopf ist zwar für Thai nicht "heilig", wie manche Westler meinen, aber er ist - auch im übertragenen Sinne - der höchste Körperteil. Der Fuß als niederster Körperteil wiederum darf nicht auf andere gerichtet werden.
Das Gesicht verlieren
Gesichtsverlust ist so ziemlich das Schlimmste, was einem Thai passieren kann. Und auch Sie sind unten durch, wenn Sie Ihr Gesicht verlieren (selbst wenn Sie selbst es gar nicht merken sollten). Wer lautstark seinen Unmut äußert, seine Emotionen nicht im Griff hat, darf keinen Respekt erwarten und muss mit Schwierigkeiten rechnen. Wer nicht auf sein Äußeres achtet, verliert ebenfalls sein Gesicht. Achten Sie bei Tempelbesuchen oder auch Behördengängen unbedingt auf ordentliche Kleidung (keine Badelatschen, keine kurzen Hosen oder Miniröcke, keine schulterfreien Blusen). Sie werden sonst nicht eingelassen bzw. nur schleppend oder gar nicht bedient. Ganz besonders penibel wird im Grand Palace die Kleidung kontrolliert. Allerdings können Sie dort auch geschlossene Schuhe ausleihen oder einen Umhang, um unerwünschte Blößen zu bedecken. Auch wer in Strandkleidung durch die Stadt läuft erwirbt sich nicht unbedingt die Achtung der Thai.
Drogenhandel
Wer mit Drogen erwischt wird, muss mit drakonischen Folgen bis hin zur Todesstrafe rechnen. Selbst kleinste Mengen von "ganja" (Marihuana) können Sie ins Gefängnis bringen. Also lassen Sie lieber die Finger davon, wenn Ihnen in Travellerhochburgen wie der Khao San Rd. jemand "ganja" anbietet. Zumal Dealer hin und wieder sogar ihre Kunden an die Polizei verpfeifen.
Schleppern folgen
Sie sind höflich, hilfsbereit, sprechen gut Englisch, und ihre Phantasie kennt keine Grenzen. Aber die Schlepper wollen nur eines: Ihr Geld. Fallen Sie nicht auf Märchen von Sonderverkäufen zu Königs Geburtstag oder ähnliche Geschichten herein. Wer sich von Schleppern in ein Geschäft lotsen lässt, wird garantiert abgezockt. Die Elite der Zunft hält sich gern rund um den Grand Palace auf. Denken Sie stets dran: Thai sind generell zurückhaltend und sprechen Fremde nicht einfach auf der Straße an.
Ohne Kleingeld ins Taxi steigen
Die Fahrer sagen gern mal beim Bezahlen: "Leider habe ich kein Wechselgeld." Und versuchen so, Ihnen noch ein Trinkgeld abzuluchsen. Auch in den Bus sollten Sie nicht ohne Münzen steigen. Dort kassiert der Schaffner während der Fahrt, und es muss schnell gehen mit der Bezahlung. Wenn Sie mit einem großen Schein wedeln, kann es dauern, und Sie verpassen womöglich den Ausstieg.
Abfall unachtsam wegwerfen
Werfen Sie nichts einfach auf die Straße, nicht einmal eine Zigarettenkippe. Die Stadtverwaltung hat nicht nur Warnschilder aufgestellt, sie kontrolliert auch verstärkt und fordert Bußgelder von bis zu 50 Euro - besonders in Touristenvierteln. Die Vermutung, dass gerade die "reichen" Touristen zur Kasse gebeten werden, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber das wird Ihnen auch nicht weiterhelfen, falls Sie erwischt werden.