Aus italienischem Carraramarmor ist dieses Juwel von einem Tempel erbaut. Der Marmortempel gehört zum Pflichtprogramm jeder Stadtrundfahrt. Strahlend weiß steht er in einem Park, umgeben von 52 Buddhastatuen. In einem Kanal schwimmen Schildkröten, die von Gläubigen als Opfergaben freigelassen wurden. Täglich von 9-17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 20 Baht.
Bangkoks ältestes Kloster südlich vom Grand Palace. Wat Pho ist sogar älter als die Stadt selbst. Bereits im 16. Jahrhundert gab es dieses Kloster. Komplett neu gebaut wurde es 1781, ein Jahr vor der eigentlichen Stadtgründung, und im 19. Jahrhundert wurde es in 17 Jahre langer Arbeit renoviert. Bis heute ist es die ausgedehnteste Klosteranlage Bangkoks geblieben. Hauptattraktion ist der 45 m lange und 15 m hohe vergoldete Buddha. Die liegende Stellung soll symbolisieren, dass der Buddha gerade ins Nirwana hinübergleitet. Achten Sie besonders auf die Perlmuttintarsien in den Fußsohlen. Berühmt sind auch die vier chedis (Türme), die zu den schönsten in ganz Thailand zählen. Ein großer Steinphallus auf dem Tempelgelände symbolisiert Fruchtbarkeit. Dort bringen Frauen mit Kinderwunsch Opfergaben dar. Sehenswert auch Hunderte von Buddhastatuen und die vielen marmornen Steinreliefs mit Szenen aus dem Ramakien-Epos.
Das Kloster ist Pflichtstopp von jeder Stadtrundfahrt. Massenandrang und Souvenirverkäufer lassen nicht gerade eine meditative Stimmung aufkommen. Gleichwohl ist Wat Pho auf jeden Fall einen Besuch wert. Nicht zuletzt wegen der dort anbebotenen ausgezeichneten Massage. Ein Überbleibsel aus der jahrhundertelangen medizinischen Tradition des Klosters: Wat Pho war bis 1970 eine berühmte Heilstätte für Kranke.
Achtung: Zwischen dem Wat Pho und dem Grand Palace treiben sich einige Schlepper herum, die Fremden erzählen, der Tempel sei etwa wegen eines buddhistischen Feiertags geschlossen. Diese Gauner wollen Sie nur in ein Juweliergeschäft locken, um Sie dort abzuzocken. Täglich von 8-12 Uhr und von 13-17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 20 Baht (Tempelführungen für 150 Baht, zwei Personen für 200 Baht, sind aber nicht notwendig), Eingang Chethuphon Rd.
Dieses Kloster hütet einen kolossalen Schatz: einen etwa 700 Jahre alten, 3 Meter hohen und 5,5 Tonnen schweren Buddha. Er ist aus purem Gold - zumindest nach offizieller Version. Wie haben es die Thai, als sie ihr erstes Reich gründeten, nur geschafft, an so eine enorme Menge Gold zu gelangen? Schließlich wurden in ganz Südostasien noch nie nennenswerte Goldfunde gemacht. Bis 1955 war das Güldene unter einem Gipsmantel verborgen - vermutlich um ihn vor burmesischen Invasionsheeren zu schützen. Täglich von 9-17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 10 Baht.
Straße:
Trimit Rd. nahe Hauptbahnhof am östlichen Rand von Chinatown
Der Tempel der Morgenröte direkt am Chao Phraya auf der Thonburi-Seite ist mit seinem 79 m hohen prang, einem reich mit Porzellan und buntem Glas verzierten Turm, ein Wahrzeichen der Hauptstadt. Wer hinaufsteigt, hat eine prächtige Aussicht auf Fluss und Stadt. Wie ein filigraner Scherenschnitt zeichnet sich der prang vor der untergehenden Sonne ab. Beste Sicht vom Bangkok-Ufer des Chao Phraya. Täglich von 8-16.30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 20 Baht.
Dieses Kloster ist eine grüne Oase mit Teichen voller Fische und Schildkröten. Sehenswert die Wandmalereien mit Motiven, die man in einem Tempel nicht unbedingt erwartet - vom Pferderennen über Gebäude im europäischen Stil bis zum operierenden Arzt. Für Thai ist der Tempel von besonderer Bedeutung, weil hier Prinz Mongkut Abt war, bevor er als Rama IV. den Thron bestieg. Der heutige König Bhumibol verbrachte 1956 zwei Wochen als Mönch in diesem Kloster. Tgl. 9-18 Uhr, Eintritt frei.
Berühmt wegen seiner exquisiten Wandmalereien, die mit großem Aufwand in den 80er-Jahren restauriert wurden und ausnahmsweise nicht Szenen aus dem Leben Buddhas darstellen. Zu sehen sind Stationen aus dem Leben der 24 vorangegangenen Buddhas und von drei Zeitgenossen Gautamas. Schon Rama I. legte den Grundstein für dieses Kloster, das für Buddhisten zu einem der bedeutendsten in ganz Thailand zählt. Zentral in der Altstadt gelegen, beherbergt es eine Buddhastatue aus dem 14. Jh., die aus der ersten Thai-Hauptstadt Sukhothai stammt. Vor dem Tempel steht die Riesenschaukel (Sao Ching Cha). Rings um das Wat viele Geschäfte, die Buddhastatuen und religöse Artikel verkaufen. Tgl. 9-17 Uhr.
Das einzige Kloster in Thailand und vermutlich sogar weltweit, in dem Sie Krokodile sehen können. Viele Thai kommen aber nicht wegen der Reptilien, sondern um vor einem Schatten Buddhas in einer Grotte zu beten. Täglich von 8-18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Gläubige legen hier Lotosblüten zu Füßen eines 32 m hohen Buddhas nieder. Im Kopf der Statue soll sich eine Reliquie des Erleuchteten befinden. Nur wenige Touristen kommen hierher, wohl deshalb ist auch noch niemand auf die Idee gekommen, Eintritt zu verlangen. Keine festen Öffnungszeiten.
Straße:
114 Wisut Kasat Rd. im Norden der Altstadt
PLZ/Stadt:
10200 Bangkok - Phra Nakhon
Nahverkehr
Expressboot: Pier Tha Wisutkasat
Karte
Wat Mahathat
In diesem königlichen Kloster mit über 100 Buddhastatuen ist die buddhistische Mahachulalongkorn University untergebracht. Hier studieren nicht nur Thai, im International Buddhist Meditation Centre werden auch Meditationskurse für Ausländer angeboten. Jeden Sonntag gibt es einen großen Markt, auf dem traditionelle Arzneien ebenso verkauft werden wie Antiquitäten, Amulette und Buddhafiguren. Täglich von 9-17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Straße:
Naphratat Rd. bei der Thamassat University nahe Sanam Luang
PLZ/Stadt:
10200 Bangkok - Phra Nakhon
Nahverkehr
Expressboot: Pier Tha Maharat
Karte
Wat Ratchabopit
Dieser Tempel steht nicht auf dem Programm der üblichen Stadtrundfahrten, ist aber trotzdem (und gerade deshalb) einen Besuch wert. Keine Souvenirverkäufer, keine Imbissbuden verstellen den Blick auf den hohen chedi - den spitz zulaufenden Turm - und Wände, die mit bemalten Kacheln und goldenen Reliefs verziert sind. Exquisit auch die Tempeltüren mit Perlmutteinlegearbeiten. Tgl. 5-18 Uhr, Eintritt frei.
Straße:
Ecke Atsadang/Ratchabopit Rd. im Zentrum des historischen Stadtkerns
PLZ/Stadt:
10200 Bangkok - Phra Nakhon
Karte
Wat Ratchanaddaram
Viele buddhistische Tempel mögen sich gleichen, dieser hier ist von seiner Bauweise her einzigartig. Er ist 35 m hoch und gebaut wie eine dreistufige Pyramide. Ringsum wird sie von 37 schlanken, spiralförmigen Türmchen gekrönt, die die 37 Weisheiten Buddhas symbolisieren. Die Türmchen sind aus Eisen, und deswegen nennen die Thai den Tempel auch Loha Prasat (Eiserner Palast). Angeblich ist er weltweit der einzig noch erhaltene Tempelbau in diesem bemerkenswerten Stil, dessen Vorbild in Sri Lanka stand. Auf dem Klostergelände gibt es täglich einen Markt, auf dem Amulette und Buddhafiguren gehandelt werden. Tgl. 9-20 Uhr, Eintritt frei.
Straße:
Mahachai Rd. beim Golden Mount
PLZ/Stadt:
Bangkok
Nahverkehr
Saen-Saep-Klongboot: Pier Tha Panfah
Karte
Sri Guru Singh Sabha
Er gilt als der zweitgrößte Tempel der Sikhs außerhalb Indiens, und sein Bau hat angeblich 100 Millionen Baht gekostet. So schnörkelloselegant wie der marmorglänzende Tempel mit der goldenen Kuppel aussieht, könnte der Preis stimmen. Wenn morgens gegen 8 Uhr Sikhs im Tempel frühstücken, dürfen sich - wie in allen Sikh-Tempeln - auch fremde Besucher dazusetzen und zugreifen. Keine festen Öffnungszeiten, der Eintritt ist frei.
Alle Götter Indiens zieren diesen Hindutempel. Die knallbunten Figuren machen ihn zu einem beliebten Fotomotiv für Touristen. Wenn Sie einen Thai nach dem Sri Mariammam fragen, wird er Ihnen wahrscheinlich nicht weiterhelfen können. Erst bei Wat Khaek klingelt es. Umgangssprachlich bezeichnen die Thai mit khaek vor allem Menschen vom Subkontinent: Inder, Pakistanis, Bangladeshis. Keine festen Öffnungszeiten, der Eintritt ist frei.
Straße:
Silom Rd., Ecke Pan Rd.
PLZ/Stadt:
Bangkok
Nahverkehr
Sky Train: Station Chong Nonsi
U-Bahn
Station Silom
Karte
Stadtplan Bangkok
BANGKOK
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