Fettnäpfchen
Auto fahren in Barcelona
Lassen Sie das Auto am besten zu Hause (oder zumindest in der Garage). Zwar wurde das Straßensystem ausgebaut, aber zur Rushhour geht meist trotzdem nichts mehr. Die Parkplätze in der Innenstadt sind knapp, Parkhäuser teuer, falsch parken erst recht. Lassen Sie nie Wertsachen im Wagen!
Glücksspiele
Wenn man Sie zu einem Spiel einlädt (Hütchen- oder andere Glücksspiele): Finger weg, Sie können nur verlieren! Vor allem im Bereich der Rambla arbeiten organisierte Gangs. Die improvisierten Tische verschwinden, sobald Polizei in Sicht kommt.
Souvenirverkäufern und Schleppern auf den Leim gehen
Wenn man Sie (auf der Rambla vor allem) anspricht und in Läden mit besonders "billigen" Lederwaren lotsen will, in ein "typisches" Restaurant oder Flamencolokal: Finger weg! Qualität hat ihren Preis, "typische" Mitbringsel entpuppen sich nicht selten als "made in Taiwan" und der Flamenco als teure Touristenshow.
Taschendieben oder Räubern Gelegenheit geben
Wegen der gravierenden Zunahme von Überfällen und Taschendiebstählen können Sie inzwischen leider nur noch mit höchster Vorsicht durch die Stadt gehen. Bewahren Sie Geld und Kreditkarten nicht in der Handtasche auf, sondern (unsichtbar) am Körper (Ausweispapiere am besten als Fotokopie!). Besonders in der Altstadt müssen Sie selbst am Tag ständig mit Kleinkriminellen rechnen. Meist arbeiten sie zu zweit: Einer lenkt Sie ab, der andere reißt Ihnen die Tasche von Schulter oder Hals. Gehen Sie nachts nie durch dunkle und enge Altstadtgassen! Meiden Sie nachts auch die Metro. Am Reiseführer erkennt man Sie sofort als Tourist: Lassen Sie das Buch am besten in der Tasche verschwinden. Nehmen Sie lieber eine spanische Tageszeitung in die Hand. Und falls Ihnen jemand zu verstehen gibt, dass an Ihrem Wagen etwas nicht stimmt: auf keinen Fall anhalten! Achtung an roten Ampeln, vor allem im Zentrum! Einer lenkt sie ab, während ein Zweiter blitzschnell den Rücksitz abräumt oder die Tasche vom Vordersitz greift. Nichts sichtbar deponieren! Rücksitzfenster schließen, Türen verriegeln. Auf keinen Fall aussteigen! Diese Art von Überfällen hat in jüngster Zeit alarmierend zugenommen. Sollte Ihnen Ihr Wagenschlüssel abhanden kommen, wechseln Sie besser das Türschloss aus - die Banden agieren international.
In Bikini und Badehose über die Ramblas schlendern
Halbnackte Touristen sind in der Innenstadt Barcelonas nicht gern gesehen. Nicht nur aus ästhetischen Gründen fordern Stadträte, Ladenbesitzer und Hoteliers: „Badebekleidung gehört an den Strand und nicht auf die Straßen einer Weltmetropole!“ Sie fürchten um den guten Ruf der Stadt und brachten kürzlich eine Kampagne ins Rollen, welche das Tragen zu „leichter“ Bekleidung aufhalten soll. Manche Gegner der Strandkleidung gehen sogar soweit, dass sie Geldstrafen für nicht angemessen bekleidete Passanten erheben wollen. Soweit will die Stadt allerdings noch nicht gehen, vorerst ist nur mit polizeilichen Verwarnungen zu rechnen. Dennoch sollten sie die Badehose im Hotel lassen, um keine bösen Blicke von empörten Katalanen zu ernten.