Barcelonas Ruf als internationale Designmetropole (mit Stargestaltern wie Mariscal oder Oscar Tusquets) scheint gefestigt, glücklich überstanden der Boom der 1980er- und frühen 1990er-Jahre, als es hieß: Design oder Nichtsein, ob in Kultur- oder Kleiderfragen, Restaurants oder Diskotheken. Design wurde schnell zum Symbol für Image und Identität der schönen neuen und endlich modernen Welt nach Franco. Inzwischen hat sich der ästhetische Erneuerungsrausch beruhigt. Die Folgen sind indes noch spürbar: etwa wenn es Sie auf einen der preisgekrönten, aber oft schrecklich unbequemen Barhocker verschlägt mit bezeichnenden Namen wie "Frenesí" ("Wahnsinn"). Das Schlimmste scheint nun jedoch vorüber. Es setzt sich die Einsicht durch, dass ein Gegenstand nicht nur schön sein sollte und möglichst ausgefallen, sondern auch brauchbar und bequem.
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