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Ausflüge

Salvador Dalí
Salvador Dalí
© Roger Higgins / NYWTS

Auf den Spuren Salvador Dalis

Dieser zweitägige Ausflug ins "Dalí-Dreieck" zwischen Púbol, Figueres und Port Lligat ist eine unvergessliche Pilgerfahrt für alle Dalí-Fans. Figueres und Púbol sind auch als Tagestour möglich. Púbol erreichen Sie über die Autobahn A 7. Nach ca. 100 km Richtung Norden Ausfahrt Girona Nord, dann die C-66 Richtung Palamós. Nach Figueres führt die A 7 Richtung Norden (140 km ab Barcelona). Von Figueres nach Port Lligat über die C-260, kurz vor Roses die Bergstraße nach Cadaqués. Achtung: Die Strecke (ca. 40 km) ist extrem kurvenreich, rechnen Sie mit mindestens eine Stunde Fahrtzeit. Von Barcelona (Bahnhof Sants) verkehren Züge nach Figueres. Púbol liegt ca. 4 km von der Bahnstation Flaçà entfernt. Vergessen sie Ihre Badesachen nicht! Infos: www.salvador-dali.org
Barcelona am nächsten liegt das mittelalterliche Schlösschen Púbol, (Casa-Museu Castell Dalí, geöffnet vom 15. März bis 14. Juni und vom 16. September bis 1. November, Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 17.15 Uhr, 15. Juni bis 15. Sept. täglich von 10.30 bis 19.15 Uhr, Eintritt 6 Euro), das das exzentrische Malergenie für seine Muse Gala einrichtete. In dem Palais, das eigentlich eher aussieht wie eine Burg, sind Möbel, Objekte, Bilder, Zeichnungen und andere Geschenke des Meisters an seine extravagante Frau zu sehen, dazu ein bizarrer Garten samt spinnenbeinigen Elefantenskulpturen und als Clou die Kleidersammlung der Diva.
Dali Museum in Figueres
Dali Museum in Figueres
© Amidula / pixelio.de
Wichtigste Station der Tour ist Figueres mit dem Teatre-Museu Dalí (geöffnet von Juli-September täglich von 9 bis 19.15 Uhr, von Oktober bis Juni Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 17.15 Uhr, Eintritt 10 Euro), einem der meistbesuchten Museen Spaniens. Der weltberühmte Künstler und Exzentriker Salvador Dalí (1904-89) wurde in Figueres geboren. In dem ehemaligen Theater schuf sich Dalí selbst ein Denkmal - ein gigantisches surrealistisches Gesamtkunstwerk. Das von Betoneiern gekrönte Gebäude birgt das ganze phantastische Universum des Surrealisten, von frühen Arbeiten über seine spektakulären Installationen bis hin zu den letzten Werken. Dass Dalí sich hier hat beisetzen lassen, trug enorm zum Kultcharakter des Museums bei.
Wenn Sie die Tour nach Port Lligat fortsetzen, erwartet Sie die gewaltige Naturlandschaft der nördlichen Costa Brava, mit steil ins Meer abfallenden, oft wild zerklüfteten Felswänden, die sich immer wieder zu verträumten Buchten öffnen. Am schönsten übernachten lässt es sich im malerischen Küstenort Cadaqués mit weiß gekalkten Häusern, romantischen Treppengassen, idyllischen Plätzen und Terrassen. Sein einträgliches Image als Künstlertreff verschafften illustre Stammgäste wie Dalí, Picasso, García Lorca, Man Ray oder Magritte dem Ort. Bis heute gilt Cadaqués mit seinen Galerien, Cafés und Museen als Ferienort, der anders ist. Gut und für den gebotenen Komfort günstig wohnen Sie im Blau Mar (27 Zimmer, Massa D‘Or, 21, Tel. 972 15 90 20, Fax 972 15 93 36, www.hotelblaumar.com, €) mit Pool und Panoramablick auf Bucht und Ort.
Dalís Residenz im benachbarten Port Lligat (ca. 1 km, 10 Minuten zu Fuß, Casa Museu Dalí, geöffnet vom 15. März bis 14. Juni und 16. September bis 6. Januar, Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 17.10 Uhr, 15. Juni bis 15. September täglich von 10.30 bis 20.10 Uhr, Eintritt 8 Euro. Achtung: begrenzte Besucherzahl, unbedingt spätestens drei, im Sommer sechs Tage vorher reservieren, Tel. 972 25 10 15, Fax 972 25 10 83, pllgrups@dali-estate.org) liegt abgeschieden an einer kleinen Bucht zwischen Fischerbooten und Olivenhainen. Hier finden Sie Landschaft und Licht, die den Künstler inspirierten. In dem labyrinthischen Komplex aus sechs Fischerhütten richteten sich Dalí und Gala zwischen den 1930er- und 60er-Jahren ein. Zu sehen sind Dalís Atelier, Privaträume, die Bibliothek und ein bizarrer Garten.
Nicht versäumen sollten Sie einen Abstecher in die bizarre Mondlandschaft des Naturparks Cap de Creus. Ca. 10 km von Port Lligat liegt die Ostspitze Spaniens, mit Leuchtturm und dem Restaurant Cap de Creus (täglich geöffnet von 10 bis 23 Uhr, November bis März eventuell früher geschlossen, besser vorher anrufen, Tel. 972 19 90 05, €€). Die Panoramaterrasse bietet einen atemberaubenden Blick über die Küste.
 

Katalanische Klostertour

Dieser Ausflug führt Sie zu den schönsten und berühmtesten Klöstern in der Umgebung von Barcelona. Santes Creus und Poblet liegen nur ca. 30 km voneinander entfernt und sind mit dem Auto in einer guten Stunde von Barcelona aus zu erreichen: Santes Creus über die Autobahn A 2, Abfahrt Nr. 11, Valls Vilarodona, Poblet über die A 2, Abfahrt Montblanc. Ins ca. 100 km entfernte Poblet können Sie auch mit dem Zug fahren: vom Bahnhof Sants in Richtung Lleida, aussteigen in L‘Espluga de Francolí, 2 km vom Kloster entfernt. Nach Montserrat, ca. 60 km westlich von Barcelona, gelangen Sie über die Autobahn A 2, Abfahrt Martorell, dann die Nationalstraße N II bis zur Abzweigung Montserrat. Oder mit der Bahn ab Plaça Espanya, Richtung Manresa. An der Station Aeri de Montserrat umsteigen in die Schwebebahn (ca. 1,5 Stunden).
Das 1158 gegründete Zisterzienserkloster de Santes Creus (geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, im Winter bis 17 Uhr, Eintritt 3,60 Euro) gilt als eines der schönsten seiner Art in Katalonien. Eingebettet in die liebliche Hügellandschaft der Provinz Tarragona, blieb Santes Creus bislang vom lärmenden Ausflugsbetrieb weitgehend verschont. Sehenswert sind die Klosterkirche aus dem 12./13. Jahrhundert, der kunstvoll gestaltete gotische Kreuzgang (14. Jahrhundert) und der riesige Schlafsaal.
Nicht unbedingt schöner, dafür aber eines der bedeutendsten Klöster Spaniens ist das Monestir Santa María de Poblet (Führungen alle 20 Minuten, täglich geöffnet von 10 bis 12.45 und 15 bis 18 Uhr, im Winter bis 17.30 Uhr, Eintritt 4,50 Euro), von der Unesco zum Welterbe der Menschheit erklärt. Hinter 1,5 km Festungsmauer liegen Türme, Tore, Gebäude, Plätze - eine ganze Klosterstadt. 1150 von den Zisterziensern im Zeichen des Sieges über die Mauren gegründet, war das Kloster ein Zentrum katalanischer Macht und besaß zu seiner Blütezeit im 14. Jahrhundert über 60 Dörfer.
Wer vor Touristenrummel mit Bars, Souvernirshops, Hotel und Restaurant nicht zurückschreckt, sollte sich das Benediktinerkloster von Montserrat (täglich geöffnet von 9 bis 20 Uhr, im Winter bis 17.45 Uhr, "Schwarze Madonna" von 8 bis 10.30 Uhr und von 12 bis 18.30 Uhr, Juli-September von 19.30 bis 20.15 Uhr, www.abadiamontserrat.net) anschauen. Vor allem wegen seiner geschichtlichen Bedeutung - im Mittelalter war das Kloster geistiges Zentrum, während der Franco-Diktatur ein Hort des Widerstands. Die um 880 gegründete Anlage wurde in den napoleonischen Kriegen zerstört. Zwar sind die neuen Gebäude keine architektonischen Glanzleistungen, aber die Besuchermassen strömen ohnehin eher wegen der "Moreneta" hierher: der Statue der schwarzen Madonna (12. Jh.), Schutzpatronin Kataloniens, die hinter dem Hochaltar thront. Ihr zu Ehren werden täglich von rund 50 Chorknaben gregorianische Gesänge angestimmt (Montag bis Samstag um 13 und 19.15 Uhr, Sonntag um 12 Uhr). Doch allein die phantastische Naturkulisse lohnt den Weg. Das Kloster steht auf einem bizarr zerklüfteten Felsmassiv, das seinem Namen alle Ehre macht: Montserrat heißt "zersägter Berg".
Dieser Ausflug führt Sie durch schöne Landschaft zu hervorragenden Kellereien. Das 32 km entfernte Städtchen Sant Sadurni d‘Anoia erreicht man in 30 Minuten über die Autobahn A 7 Richtung Tarragona, Ausfahrt 27, oder per Zug ab Bahnhof Sants. Vilafranca del Penedès liegt 16 km südlich (Ausfahrt 28) und ist vom Bahnhof Sants bequem erreichbar. Kellereibesuche rechtzeitig reservieren!
Katalanischer Wein
© Stefan Bernhard / pixelio.de

Auf Bacchus` Spuren ins Penedès

Wollen Sie einen Ausflug in reizvolle Natur mit dem Besuch der einen oder anderen "Bodega" verbinden, sind Sie im Weingebiet Penedès genau richtig. Mit ihrer sanften Hügellandschaft erinnert die Gegend an die Toskana. Weinkennern sind vor allem die hochwertigen Weißweine (leicht und fruchtig) aus dem Penedès ein Begriff. Die Tradition reicht zurück bis zu den Griechen, die hier die ersten Weinstöcke kultivierten. Im Mittelalter pflegten und tranken dann die Mönche den edlen Rebsaft. Zu dieser Zeit bereits bedeutend war der Hauptort der Weinbauregion, Vilafranca del Penedès. Sehenswert sind die Basilika Santa María und der gotische Königspalast Palau Reial, in dem das Museu del Vi (Plaça Jaume, 1, Juni-August geöffnet, Dienstag bis Samstag von 9 bis 21 Uhr, Sonntag von 10 bis 14 Uhr, von September bis Mai Dienstag bis Samstag von 10 bis 14 und von 16 bis 19 Uhr, Eintritt 3 Euro) untergebracht ist: ein lebendig gestaltetes Museum rund um die Weinkultur. Die Besichtigung endet mit einer Weinprobe in den Gewölben des Königspalastes.
Führende Kellerei der Gegend ist das Familienunternehmen Bodegas Miguel Torres (Führungen mit Videoshow, Bummelzugfahrt durchs Weingut und Degustation gibt es Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag von 9 bis 18 Uhr, Sonntag von 9 bis 13 Uhr, im Besucherzentrum in Pacs del Penedés, 4 km von Vilafranca entfernt, nur per Auto zu erreichen. Eine Taxifahrt vom Bahnhof Vilafranca kostet ca. 10 Euro. Reservierung mindestens eine Woche vorher empfohlen, Tel. 938 17 74 87, www.torres.es). Die teils hoch prämierten Weine und Brandys werden in über 80 Länder exportiert.
 
16 km nördlich von Vilafranca liegt das Städtchen Sant Sadurní d‘Anoia, Metropole des katalanischen Schaumweins "cava". Hier gibt es gleich mehrere Dutzend Cava-Bodegas - wobei gerade die kleineren Betriebe oft köstliche Überraschungen bieten. Unter den Großen besonders sehenswert ist die älteste katalanische Kellerei Caves Codorníu (geöffnet Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 9 bis 1 Uhr, Av. Codorníu, einige Tage vorher reservieren, Tel. 938 18 32 32, www.codorniu.es) mit den prächtigen Jugendstilbauten des Architekten Josep Puig i Cadafalch. Gleich neben dem Bahnhof finden Sie das weltbekannte Haus Caves Freixenet (Führungen finden Montag bis Donnerstag um 11, 12, 13, 16 und 17 Uhr, Freitag bis Sonntag um 11, 12 und 13 Uhr statt, auch ohne Reservierung, Joan Sala, 2, www.freixenet.es). Am Schluss einer Führung knallen meist die Korken.

Baden in Sitges

Schöne Strände und interessante Museen bietet Sitges, etwa 40 km südlich von Barcelona. Es ist über die A 16 in weniger als einer halben Stunde zu erreichen. Die landschaftlich reizvollere Küstenstraße C-246 ist kurvenreich, die Fahrt dauert entsprechend länger. Züge fahren regelmäßig vom Bahnhof Sants am Meer entlang (30 Minuten).
Der Badeort hat etwas vom Fin-de-Siècle-Flair des 19. Jhs. bewahrt, trotz der vielen Touristen, die Sitges vor allem im Sommer überschwemmen. Neben schönen Sandstränden und insgesamt acht gepflegten Badebuchten entlang der 2,5 km langen Strandpromenade bietet er eine hübsche Altstadt: gepflasterte Gassen und weiße, mit Kacheln geschmückte Häuser. Sehenswert ist das kuriose Museu Cau Ferrat (geöffnet vom 15. Juni bis September, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 14 und von 17 bis 21 Uhr, von Oktober bis 14. Juni Dienstag bis Freitag von 10 bis 13.30 und von 15 bis 18.30 Uhr, Samstag von 10 bis 19 Uhr, Sonntag von 10 bis 15 Uhr, Fonollar, Eintritt 3,50 Euro) neben der Barockkirche. Hier wohnte einst der Jugendstilmaler, Dichter und Bohemien Santiago Rusiñol, der Sitges ab 1891 für sich und seine Freunde, darunter Picasso, entdeckte. Ihm verdankt das elegante Seebad seinen Ruf als Künstlerkolonie. Im Museum sind phantastisches schmiedeeisernes Kunsthandwerk zu sehen, Keramik und Gemälde, u. a. von El Greco und Picasso. Gleich nebenan liegt das Museu Maricel (Öffnungszeiten und Eintritt wie Museu Cau Ferrat), untergebracht in einem Gebäude aus dem 14. Jahrhundert, mit Kunstwerken von der Romanik bis zur Moderne.
Im Oktober findet in Sitges das Internationale Festival des Phantastischen Films statt, im Juni kommen Künstler aus ganz Europa zum Internationalen Theaterfestival. Der Kultur- und Badeort ist außerdem eine Art europäischer Ferienmetropole für die internationale Gayszene.
 
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