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Religiöse Stätten

  • Catedral (Kathedrale)
    Kathedrale
    Kathedrale
    © Turisme de Barcelona / Globo Foto
    Der Bau des gewaltigen Gotteshauses wurde im 11. Jahrhundert begonnen: auf den Fundamenten einer frühchristlichen, von den Mauren zerstörten Basilika. Aber erst zwischen 1298 und 1448 bekam das großartige Kirchenschiff seine heutige Form, während die neugotische Hauptfassade sogar erst 1890 fertig wurde. Wunderschön ist das Chorgestühl im Zentrum des Kirchenraums - eine Besonderheit spanischer Kirchen, die nicht ausschließlich für liturgische Zwecke konzipiert waren. In einer der 29 vorwiegend aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammenden Seitenkapellen wird ein angeblich wundertätiges Kruzifix aufbewahrt. Es soll geholfen haben, die Türken in der großen Seeschlacht von Lepanto zu besiegen. Die Kathedrale diente eben nicht nur zur Verbreitung des göttlichen, sondern auch des irdischen Ruhms. Geweiht ist die Kathedrale der Märtyrerin Santa Eulàlia, der Schutzpatronin der Stadt, die in spätrömischer Zeit zu Tode gefoltert wurde. Die Heilige liegt in einem Alabastersarkophag in der Krypta unter dem Hochaltar begraben.
    Sehenswert ist auch der bezaubernde Kreuzgang mit kleinen Kapellen, Garten, gotischem Brunnen und einer Schar von Gänsen, die zu Ehren der heiligen Eulàlia herumschnattern. Vom Kreuzgang gelangt man in das kleine Museum (täglich von 10-13 Uhr und von 17-19 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 1 Euro) der Kathedrale, das verschiedene Kultgegenstände zeigt, archäologische Fundstücke und einige interessante gotische Altarbilder. Montag-Samstag von 8-12.45 Uhr und von 17.15-19 Uhr.
    Straße:
    Pla de la Seu
    PLZ/Stadt:
    Barcelona
    U-Bahn
    Metro: Jaume I (L4)
    Karte
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  • Krypta de la Colonia Güell
    Auch wenn vom geplanten Kirchenbau nur die Krypta zu sehen ist, zählt das Fragment zu den Meisterwerken Antoni Gaudís. Für viele ist die Krypta sogar sein kühnstes und modernstes Projekt: ein phantastischkompliziertes Geflecht, das fast ohne rechte Winkel auskommt. Ursprünglich sollten Krypta und Kirche im Zentrum einer utopischen Arbeitersiedlung stehen, die jedoch nie verwirklicht wurde. Mai-Okt. Mo bis Sa 10-14 und 15-19 Uhr, So 10-15 Uhr, Nov.-April Mo-Sa 10-15 Uhr, So 10-15 Uhr, Eintritt 4 Euro.
    Straße:
    Claudi Güell
    PLZ/Stadt:
    Barcelona - Santa Coloma de Cervelló
    U-Bahn
    FGC-Linien S3, S4, S7 ab Plaza Espanya bis Colonia Güell
    Karte
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  • Sagrada Família
    Der Sühnetempel, der Heiligen Familie gewidmet, mit seinen sich parabolförmig in den Himmel schraubenden Riesentürmen Symbol des "modernisme", wurde zum weltbekannten Wahrzeichen Barcelonas. An seinem unvollendeten Hauptwerk und Vermächtnis baute Antoni Gaudí vier Jahrzehnte lang, in seinen letzten zwölf Lebensjahren ausschließlich. Als er 1926 starb, hatte er nur Apsis, einen der Türme, die neogotische Krypta und die der Geburt Christi gewidmete Ostfassade (Weihnachtsfassade) beendet. Seither wird an der Büßerkirche weitergebaut, finanziert ausschließlich aus Spenden und Eintrittsgeldern.
    Außenansicht Sagrada Família
    Außenansicht Sagrada Família
    © Turisme de Barcelona / Espai d‘Imatge
    Gaudí selbst sah den Mammuttempel in der Tradition mittelalterlicher Kathedralen, deren Fertigstellung Generationen dauerte. Was indes posthum dazukam, ist umstritten: keine Spur von der kühnen Phantasie und Genialität Gaudís, von der ungeheuren Symbolkraft jedes einzelnen architektonischen Elements der Kathedrale, inspiriert durch Natur, Religion und Mystik - Gaudí bezeichnete sein Werk als eine "Predigt aus Stein". Da es zu seiner Arbeitsweise gehörte, ständig zu experimentieren, gibt es so gut wie keine Originalpläne für den Weiterbau. Besonders fragwürdig sind die aktuellen Skulpturen des Bildhauers Josep Maria Subirachs an der Leidensfassade (Nordseite) - mehr Kitsch und klischeehafte Imitationen als Kunst. Auf die Türme des trotz allem grandiosen Kirchenbaus gelangt man über Schwindel erregende Wendeltreppen (400 Steinstufen!) oder mit einem hochmodernen Lift. Von April bis September täglich von 9-20 Uhr geöffnet, von Oktober-März täglich von 9-18 Uhr, der Eintritt kostet 8 Euro, der Lift 2 Euro.
    Straße:
    Plaça de la Sagrada Família
    PLZ/Stadt:
    Barcelona
    U-Bahn
    Metro: Sagrada Família (L2, L5)
    Karte
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  • Sant Pau del Camp
    Im 10. Jh. auf freiem Feld errichtet, gehört die schöne kleine Klosteranlage am Rande des Barri Xino zu den wenigen erhaltenen romanischen Bauwerken Barcelonas. Einfacher einschiffiger Kirchenraum. Durch schlichte Schönheit bezaubernder Kreuzgang mit Garten: eine Oase der Ruhe inmitten der lauten und hektischen Großstadt. Mo-Sa 10 bis 13 und 16.30-20 Uhr.
    Straße:
    Carrer de Sant Pau, 101
    PLZ/Stadt:
    Barcelona
    U-Bahn
    Metro: Paral·lel (L3)
    Karte
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  • Santa Anna
    Kleine gotische Kirche, die nicht so sehr mit Kunstschätzen lockt, sondern durch ihre besondere Atmosphäre gefangen nimmt. Vor allem der stimmungsvolle Kreuzgang bietet den Besuchern, nur ein paar Schritte von der lärmenden Plaça de Catalunya, unerwartete Momente von Stille.
    Straße:
    Santa Anna, 27-29
    PLZ/Stadt:
    Barcelona
    U-Bahn
    Metro: Catalunya (L1, L3)
    Karte
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  • Santa María del Mar
    Gewölbe in Santa María del Mar
    Gewölbe in Santa María del Mar
    © Paolo da Reggio
    Für viele ist sie die schönste Kirche Barcelonas. Das Gotteshaus in reiner katalanischer Gotik fasziniert durch seine kunstvolle Schlichtheit: Keinerlei Pomp oder Gepränge stört den Eindruck von Weite, Offenheit und meditativer Stille. Kunstvoll gestaltete, polychrome Glasfenster, teilweise aus dem 15. Jh., tauchen das fast leere Kirchenschiff (Chorgestühl und Einrichtung verbrannten im Bürgerkrieg) in beinahe mystisches Licht und verstärken den Eindruck tiefer innerer Ruhe. Der Bau mit seinen hohen, schlank aufragenden Säulen im Innenraum wurde zwischen 1329 und 1384 errichtet - für mittelalterliche Kathedralen geradezu eine Rekordzeit, die auch die außergewöhnliche stilistische Einheitlichkeit erklärt.
    Wenn Sie die Besichtigung mit einem Konzert verbinden, können Sie neben der Kirchenarchitektur auch die außergewöhnliche Akustik genießen. Montag bis Samstag von 9 bis 13.30 Uhr und von 16.30 bis 20 Uhr, Sonntag von 10 bis 13.30 Uhr und von 16.30 bis 20 Uhr.
    Straße:
    Plaça de Santa María
    PLZ/Stadt:
    Barcelona
    U-Bahn
    Metro: Jaume I (L4)
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