Das meistbesuchte Museum der Stadt zeigt vor allem - aber keineswegs nur - die Werke aus der frühen Schaffensphase Picassos, der "Blauen Periode", die mit seinen Jahren in Barcelona zusammenfällt. Von 1895 bis 1904 lebte der Maler in der katalanischen Metropole, war Teil der künstlerischen Avantgarde und Boheme, fand erste Anerkennung. Sein Leben lang fühlte er sich Barcelona verbunden, selbst im französischen Exil während der Franco-Diktatur. Seit den 30er-Jahren vermachte Picasso der Stadt Bilder, darunter seinen berühmten "Harlekin". Aber erst 1963 kamen die verstreuten Werke unter ein Museumsdach: auf Initiative des Picasso-Freundes und -Sekretärs Jaume Sabartés, der außerdem seine umfassende Privatsammlung stiftete. Zunächst untergebracht in einem gotischen Palais der Carrer Montcada, erstreckt sich das Museum heute über fünf prachtvolle Paläste. Die Sammlung wurde nach und nach komplettiert: Picasso schenkte dem Museum seine berühmte "Menina"-Serie und sämtliche Frühwerke aus dem Wohnhaus der Familie in Barcelona; seine Witwe Jacqueline gab 1981 wertvolle Keramiken dazu. Inzwischen ist das Museum neben dem in Paris die bedeutendste öffentliche Picasso-Sammlung. Dienstag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr geöffnet, Sonntag von 10 bis 15 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro.
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