Einzigartige gotische Krankenhausanlage, eine der ältesten überhaupt. 1401 begonnen, diente sie bis 1926 als Zentralkrankenhaus; in einem der Säle starb Barcelonas berühmter Baumeister Antoni Gaudí. Heute ist hier die Biblioteca de Catalunya (nicht öffentlich) untergebracht. Versäumen Sie auf keinen Fall, sich die romantische Innenhofanlage anzusehen - besonders schön während der Konzerte im Sommer.
Das von Puig i Cadafalch gestaltete Gebäude (1898-1900) gehört zu dem berühmten Häuserblock am Passeig de Gràcia (zwischen den Straßen Consell de Cent und Aragó), der im Volksmund Mançana de la Discòrdia heißt: Zankapfel. Der Name bezieht sich auf den Streit darüber, welches dieser architektonischen Kunstwerke das schönste sei (dazu gehören Gaudís Casa Battló und die Casa Lleó Morera von Domènech i Montaner). Die Casa Amatller zeugt von der Inspiration des modernisme durch die Neugotik, das »goldene Zeitalter« Kataloniens. Vestibül tagsüber frei zugänglich.
Von Antoni Gaudí zwischen 1904 und 1906 umgestaltetes Gebäude, Teil der Mançana de la Discòrdia. Auch für dieses phantastische Baukunstwerk wurde Gaudí in der Natur inspiriert: sanft gewellt die Fassade, überzogen mit glitzernden Mosaiksteinchen; bizarre Balkons und Erker, die wie Knochen oder Masken wirken; skurrile elefantenfüßige Steinsäulen. Die Dachkonstruktion erinnert an ein schuppiges Riesenreptil - eine Anspielung auf die Allegorie vom Drachentöter Sant Jordi, dem Schutzpatron der Stadt. Tgl. 9-20 Uhr (falls Veranstaltungen nur bis 14 Uhr), Eintritt 10 Euro Belle Étage oder Dachgeschoss, 16 Euro für beide Etagen (inkl. Audioguide).
Das dritte Gebäude der phantastischen Mançana de la Discòrdia, von Domènech i Montaner gestaltet (1902-06). Kunstvoll gearbeitetes Dekor in reinstem Jugendstil mit einer schier unerschöpflichen Vielfalt von Blumenelementen, ob gemalt, in Stein, Stuck, Glas, Holz oder Keramik. Nicht öffentlich zugänglich.
Antoni Gaudís berühmtestes Haus nennt der Volksmund bezeichnend La Pedrera, der Steinbruch: ein aus Naturstein gehauener Bau ohne tragende Wände, mit wuchtig wuchernden gewellten Fassadenformen, baumstammartigen Säulen und pflanzenhaft geschwungenen Balkons. Bei diesem gewagten Gebäude, das eher aussieht wie eine gigantische, aus Ton oder Wachs geknetete Skulptur, ließ der Architekt seiner überbordenden Phantasie freien Lauf. Einzigartig die (begehbare) exzentrische Dachlandschaft aus skurrilen Schornsteinen und Kaminschächten, die mal wie Totems wirken, mal wie behelmte Soldaten - ein Vorläufer des modernen Environment. 1984 von der Unesco zum Welterbe erklärt. Zu besichtigen sind eine Wohnung, die Dachterrasse und der Espai Gaudí mit multimedialen Informationen über Leben und Werk des Meisterarchitekten. Im ersten Stock wechselnde Kunstausstellungen. Täglich von 10-20 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 7 Euro, von Juli bis August Freitag und Samstag" Pedrera de nit" von 21-24 Uhr (Einlass bis 22.30 Uhr) Musikprogramm auf der Dachterrasse, der Eintritt inklusive einem Getränk kostet 10 Euro, (nur mit Reservierung, www.telentrada.com).
Der 1905 errichtete rote Backsteinbau von Puig i Cadafalch verbindet Elemente der nordeuropäischen Gotik mit Motiven der katalanischen Tradition. Mit seinen sechs Spitztürmen, die aussehen wie Hexenhüte (daher der Spitzname Casa de les Punxes, Haus der Spitzen) wirkt der exzentrische Bau ein wenig wie aus der Märchenwelt der Brüder Grimm. Innenräume nicht öffentlich zugänglich.
Das verspielte Stadtpalais (1883 bis 1888), ein eklektisches Frühwerk Antoni Gaudís im Gràcia-Viertel, trägt bereits die Handschrift des berühmten Baumeisters. Mit ihren maurischen Motiven, den Türmchen, Schloten, Erkern und Balkons erinnert die Anlage an orientalische Paläste. Innenräume nicht öffentlich zugänglich.
Straße:
Carolines, 18-24
PLZ/Stadt:
Barcelona
U-Bahn
Metro: Fontana (L3)
Karte
Hospital de Sant Pau
1902 entwarf Lluís Domènech i Montaner ein neues, für damalige Verhältnisse revolutionäres Stadtkrankenhaus. Damit die Patienten an frischer Luft und im Grünen besser genesen, baute er 26 einzelne Pavillons in einen Park; Verbindungsgänge und Diensträume wurden unterirdisch versteckt. Die Pavillons stattete Domènech i Montaner mit reichlich Kunst und Farben aus, an deren heilende Wirkung er glaubte. Schön die keramikgefliesten Dächer mit ihren Türmchen und die reich mit Mosaiken gestaltete Eingangshalle. Tagsüber teilweise frei zugänglich.
Von Lluís Domènech i Montaner zwischen 1905 und 1908 errichteter Musikpalast in üppigstem Jugendstil: ein einzigartiges Juwel des modernisme, als »Ode an Katalonien« konzipiert. Opulent geschmückte Straßenfassaden, zur Carrer Sant Pere més alt mit mosaikbedeckten Säulen, gekrönt von den Büsten Bachs, Beethovens, Wagners und Palestrinas. Von einzigartiger Schönheit ist die nach innen gewölbte Kuppel aus buntem Glas in der Mitte des Auditoriums. Decken, Wände und Säulen des Saales sind überzogen mit Ornamenten aus Blüten und Ranken in scheinbar unendlichen Variationen, dazu Drachenköpfe und andere symbolträchtige Skulpturen. Führungen tgl. 10.30-15.30 Uhr, im Juli an vielen Tagen bis 18 Uhr, Eintritt 8 Euro.
Ein Frühwerk Antoni Gaudís, das seinen Ruf als einer der größten Architekten und Kunsthandwerker seiner Zeit begründete. 1889 wurde es für den Gönner und Industriellen Eusebi Güell erbaut. Die asymmetrische Fassade und die bizarren Schornsteine der Dachlandschaft deuten bereits Gaudís Bruch mit der noch dominierenden geometrischen Form an. Achtung: das Gebäude bleibt wegen Renovierung bis 2007 geschlossen!
Straße:
Nou de la Rambla, 3
PLZ/Stadt:
Barcelona
U-Bahn
Metro: Liceu (L3)
Karte
Stadtplan Barcelona
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