Doch kein Aussichtsrad für Berlin
Projekt aufgrund von Finanzierungsproblemen beendet
So hätte das Aussichtsrad in Berlin ausgesehen
© Pott Architects/ Rusi Meisel
Schon 2007 hatte der Bau des größten Aussichtsrads Europas begonnen, seit Ende 2010 gilt das Projekt als gestorben, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einige Geschäftsführer der Projektgesellschaft wegen Untreue. Der Immobilienfonds, mit dem der Bau von Riesenrädern in Berlin, Peking und Orlando finanziert werden sollte, wurde mittlerweile aufgelöst.
Am 3. Dezember 2007 wurde mit dem ersten Spatenstich das Startsignal für das 120-Millionen-Euro Projekt gegeben. Ende 2011 sollte das 185 Meter hohe Aussichtsrad eröffnet werden.
Beim Zoo Berlin sollte das Aussichtsrad stehen
© Pott Architects / Rusi Meisel
Die ursprünglichen Pläne für das größte Aussichtsrad Europas
Auf dem Gelände der ehemaligen Zoogärtnerei an der Müller-Breslau-Straße entstand bis zum Herbst 2008 der neue Wirtschaftshof des Zoo Berlin. Künftig werden von hier aus die rund 14 000 Tiere im artenreichsten Zoo der Welt versorgt.
Mit dem Umzug in das neue Gebäude machte der Zoo Berlin den Weg frei für das Aussichtsrad Berlin. Die Great Berlin Wheel wollte auf dem Gelände des ehemaligen Wirtschaftshofes bis Ende 2011 das größte Aussichtsrad Europas errichten. Das Aussichtsrad am Zoo sollte direkte Sicht auf viele bedeutende Sehenswürdigkeiten Berlins bieten.
Die riesige Aflughalle
©Pott Architects
Moderne Abflughalle
Die architektonisch anspruchsvolle Abflughalle setzt auf Grund ihres Designs einen fulminanten Akzent im Berliner Stadtbild. Dynamik, Leichtigkeit und Bewegung bestimmen den Entwurf der Abflughalle, die sich als Welle aus der Landschaft formt und das Rad im urbanen Kontext verankert.
Die dreigeschossige Abflughalle bietet in einer Vielzahl an Snack-Bars, Cafés und Restaurants verschiedene Köstlichkeiten der nationalen und internationalen Küche an. Um die kurze Wartezeit für Passagiere zu überbrücken, gibt es einige auf die Bedürfnisse der Passagiere ausgerichtete Geschäfte. Im Obergeschoss steht ein Veranstaltungsraum für bis zu 800 Personen zur Verfügung, der auch gemietet werden kann.
In eine Kapsel passen bis zu 40 Personen
Pott Architects
Blick aus der Kapsel
Jeder der 36 klimatisierten Kapseln des Aussichtsrades fasst bis zu 40 Personenund bietet während des 35minütigen Fluges einen einzigartigen Blick auf die Hauptstadt.
Monitore in den Kapseln informieren über Sehenswürdigkeiten in Berlin. Eine großzügige Eventhalle mit eigener Terrasse und ein exklusiver VIP-Sicherheitsbereich ergänzen das außergewöhnliche Projekt.
Die Kapseln können für Unternehmenspräsentationen oder private Feierlichkeiten, Hochzeiten, Konferenzen oder auch Filmproduktionen ganzjährig gebucht werden. Der "Flug" über Berlin wird als neue Touristenattraktion und sicher auch für Berliner ein besonderes Erlebnis.
Textquelle und Fotos:
Pressemitteilung der Great Heel GmbH & Co. KG,