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Romy Schneider. Wien - Berlin - Paris

Ausstellung im Museum für Film und Fernsehen, Berlin,
von 5. Dezember 2009 bis 30. Mai 2010

Romy Schneider, Berlin 1962
Romy Schneider, Berlin 1962
© Heinz Köster
Die Ausstellung "Romy Schneider. Wien – Berlin – Paris", die das Museum für Film und Fernsehen ab 5. Dezember in seinen Räumen präsentiert, dokumentiert die wechselhafte Karriere Romy Schneiders, die Ende der 1950er Jahre nicht mehr "Sissi" sein wollte und in den 1970er Jahren als Star des französischen Kinos gefeiert wurde.

Wechselhafte Karriere

Romy Schneider haderte öffentlich mit ihren Rollen in Deutschland und ging nach Paris, um Frauen zu spielen, die ihrem schauspielerischen Können und ihren Ansprüchen gerecht wurden. Anfang der 1970er Jahre ließ sie sich in Frankreich nieder und avancierte zu einem der größten Stars des französischen Kinos, wurde mehrfach ausgezeichnet und drehte mit fast allen großen Regisseuren und Schauspielern jener Zeit.
Paparazzi verfolgten die Schauspielerin auf Schritt und Tritt und dokumentierten ihre Schicksalsschläge für die internationale Boulevardpresse, als deren Opfer sich Romy Schneider zeitlebens fühlte. Im Mai 1982 starb Romy Schneider in Paris. Bis heute zählt sie zu den Weltstars des Kinos, sie wird von Millionen Fans in aller Welt verehrt.
Romy Schneider, Venedig 1957
Romy Schneider, Venedig 1957
© Max Scheler

Thema der Ausstellung

Die Hommage, die auf einer Ausstellungsfläche von 450 Quadratmetern im Filmhaus zu sehen ist, thematisiert ebenso die Rollen- und Imagewechsel der Schauspielerin wie ihre Darstellung in den Medien.
Bilder aus Film, Presse und Privatleben werden nach wiederkehrenden Motiven gruppiert und mit Filmausschnitten kombiniert. Medieninstallationen zeigen das Wechselspiel zwischen Projektion und aktiver Selbstinszenierung. Ergänzend werden Plakate, Kostüme, Korrespondenzen und Fanartikel präsentiert.
Zahlreiche Fotos von Romy Schneider, ihren Filmpartnern und ihrer Familie aus den 1950er und 1960er Jahren, bisher weitgehend unbekannt, stammen aus den Sammlungen der Deutschen Kinemathek.  
Zusätzlich werden Leihgaben von anderen Institutionen und Privatpersonen zu sehen sein, etwa von den Fotografen F.C. Gundlach und Robert Lebeck sowie aus dem persönlichen Archiv des Filmregisseurs Claude Sautet.
 

Kostüme aus dem Fernsehfilm ROMY

Die Ausstellung wird auch zwei Kostüme aus dem Fernsehfilm ROMY (Regie: Torsten C. Fischer, D: Jessica Schwarz) enthalten, einer SWR-Koproduktion, die am 11.11.2009 im Ersten ausgestrahlt wurde.
Rekonstruiertes Chanel-Kostüm
Rekonstruiertes Chanel-Kostüm (Original 1962) aus ROMY (2009)
Entwurf: Barbara Baum
Beide Ausstellungsstücke – ein Chanel-Kostüm und ein Abendkleid mit Mantel - sind den Originalen nachempfundene Entwürfe von der Kostümbildnerin Barbara Baum und wurden von der Firma Theaterkunst hergestellt.
Sie veranschaulichen Wendepunkte in Leben und Karriere der Schauspielerin: Anfang der 1960er legte Romy Schneider ihr Mädchen-Image ab und präsentierte sich als souveräne und verführerische Frau. Merkmal dieser Verwandlung ist der Look von Coco Chanel, den sie dem italienischen Regisseur Luchino Visconti verdankte.
Visconti, der seit den 1930er Jahren mit Coco Chanel befreundet war, brachte Romy Schneider in das berühmte Atelier in der Rue Cambon. Das Ergebnis: Ein erwachsener Stil, der die Selbstbestimmtheit und Erotik der Schauspielerin unterstreicht. Romy Schneider sagte später: "Es gibt drei Menschen, die mein Leben entscheidend verändert haben: Alain, Visconti und Coco Chanel."
Das zweite Kostüm aus dem Fernsehfilm ist einer Robe nachgeschneidert, die Romy Schneider in ihrem letzten Spielfilm LA PASSANTE DU SANS-SOUCI (DIE SPAZIERGÄNGERIN VON SANS-SOUCI, F/BRD 1982, R: Jacques Rouffio) trug. Es unterstreicht die tragische Schönheit der Schauspielerin kurz vor ihrem Tod: ein eng anliegendes, funkelndes Silberpaillettenkleid mit einem blaugrau schillernden transparenten Abendmantel aus Organza.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Henschel Verlag. Eine ausstellungsbegleitende Filmreihe im Kino Arsenal ist für das Frühjahr 2010 geplant.
 
 

 

KONTAKT
Museum für Film und Fernsehen im Filmhaus am Potsdamer Platz
Adresse:
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin-Tiergarten
Telefon:
030/300903-0, Fax 030/300903-13
Öffnungszeiten::
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
Donnerstag 10-20 Uhr
Eintrittspreise
4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Familienticket ab 6 Euro (1 Erwachsener mit Kindern)
Homepage:
 
Text- und Bildquelle: Pressematerial der Deutschen Kinemathek
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