Berlinale 2012
62. Internationale Filmfestspiele Berlin, 9. bis 19. Februar
Das 62. Internationale Filmfestival steht vor der Tür / © Berlinale
Elf Tage lang, vom 9. bis 19. Februar, wird Berlin wieder zur Hauptstadt des Films: Die 62. Internationalen Filmfestspiele in der Metropole an der Spree bringen Stars und Sternchen der internationalen Filmindustrie, Kunst und Glamour in die Stadt.
Die Berlinale ist nicht nur das größte Kulturereignis der Stadt, sondern auch eines der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie. Mehr als 15.000 Fachbesucher aus 100 Ländern, darunter 4.100 Journalisten, akkreditieren sich jedes Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen. Mit über 200.000 verkauften Eintrittskarten ist die Berlinale nicht nur Branchentreff, sondern auch weltweit das größte Publikumsfestival.
Das öffentliche Programm der Berlinale zeigt jedes Jahr rund 400 Filme, überwiegend Welt- oder Europapremieren, in 1000 Vorführungen. In den Sektionen – Wettbewerb, Panorama, Forum des Jungen Films, Generation, Perspektive Deutsches Kino, Berlinale Special, Berlinale Shorts, Retrospektive, Hommage – wird das ganze cineastische Spektrum ausgebreitet.
Die Jury
In diesem Jahr wurde der britische Theater- und Filmregisseur sowie Drehbuchautor, Schauspieler und Bühnenbildner Mike Leight zum Jury-Präsidenten gewählt; bekannt wurde er durch Filme wie "Naked" und "Secrets and Lies". Anton Corbijn, ein niederländischer Fotograf, ist ein international gefragter Starfotograf und Bühnenbildner, der unter anderem mit Nirvana, U2, den Rolling Stones und Frank Sinatra zusammengearbeitet hat.Nach seinem Filmdebut über den Lead-Sänger der Band Joy-Division verzeichnete er großen Erfolg mit der Produktion von "The American" mit George Clooney.
Auch der mehrfach ausgezeichnete iranische Regisseur und Drehbuchautor Asghar Farhadi trägt zur bunt-gemischten Jury bei. Die Französin Charlotte Gainsbourg, bekannt durch "Antichrist" und "Melancholia", sowie Jake Gyllenhall ("Brokeback Mountain", "Jarhead") vertreten die Riege der Schauspieler. Ebenfalls mit im Team sind Francois Ozon, Boualem Sansal und Barbara Sukowa.
Der berühmte "Rote Teppich"
© Che-Oliver Hohwieler
Zusatzprogramm "Happy Birthday, Studio Babelsberg"
Im Februar 2012 feiert das weltweit bekannte Filmstudio Babelsberg sein 100-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass gratuliert die Berlinale mit der Sonderreihe "Happy Birthday, Studio Babelsberg". Gezeigt werden zehn Filme aus zehn Studiojahrzehnten, darunter "Münchhausen" (1943), "Goya" (1971), "Das Haus am Fluss" (1985) und "Der Vorleser" (2008).
Außerdem verleihen die Filmfestspiele dem Studio Babelsberg eine "Berlinale Kamera", mit diesem Preis werden jährlich Personen und Institutionen ausgezeichnet, mit denen sich die Berliner Filmfestspiele sehr verbunden fühlen. Feierlich wird sie am 12. Februar von Festivaldirektor Dieter Kosslick in der Marlene Dietrich Halle überreicht.
Künstlerische Experimente und politisches Engagement im Forum Expanded
Forum Expanded hat die Auseinandersetzung mit dem Grenzbereich zwischen Kunst und Kino bei Filmfestivals zu einer Selbstverständlichkeit werden lassen. In diesem Jahr legt das Programm den Fokus auf Filme, Videos und Installationen, die sich mit globalen und individuellen Dimensionen gegenwärtiger Krisen auseinandersetzen.
Die verschiedenen Proramme prüfen die Aktualität vergangener radikal-avantgardistischer Ideen und versuchen das Gegenwartskino ganz neu zu bestimmen.
Berlinale Shorts
Seit 1955 verleiht die Berlinale den Goldenen und Silbernen Bären für den besten Kurzen Film und seit 2003 wird alljährlich eine eigene Internationale Jury für Berlinale Shorts berufen. Die Jury vergibt neben den Bären die Nominierung für den besten europäischen Kurzen Film (EFA Short Film Nominee Berlin) und den DAAD Kurzfilmpreis des Berliner Künstlerprogramms für einen zukünftigen Stipendiaten.
Quelle:
Pressemitteilungen der Internationalen Filmfestspiele Berlin, berlinale.de