Das Neue Museum in Berlin
Die ehemalige Ruine auf der Museumsinsel ist wieder eröffnet
Büste der Königin Nofretete/ © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker
Das von Friedrich August Stüler zwischen 1843 und 1855 errichtete Neue Museum in Berlin stellt sowohl als Teil der Gesamtanlage der Museumsinsel Berlin als auch als Einzelbauwerk ein herausragendes Dokument des Museumsbaus des 19. Jahrhunderts dar.
Nach der Fertigstellung der Alten Nationalgalerie im Jahr 2001 und des Bode-Museums 2006 feiert Berlin nun den erfolgreichen Wiederaufbau des Neuen Museums: Seit 16. Oktober sind seine Türen für Besucher geöffnet. Damit sind erstmals seit 70 Jahren wieder alle fünf Museen der Museumsinsel zu besichtigen.
Geschichte des Neuen Museums
Von 1843-1855 erbaute Friedrich August Stüler das Neue Museum als zweites Haus des Ensembles. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt und blieb danach als Kriegsruine erhalten. 1997 wurde der britische Architekt David Chipperfield mit dem Wiederaufbau des Museums beauftragt, dessen Entwurf ein "behutsames Weiterbauen" anstelle einer originalgetreuen Rekonstruktion vorsah.
Chipperfields Treppenhalle/ © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker
Chipperfield hat die vorhandene Bausubstanz und Reste der ehemals prunkvollen Ausstattung mit einer klaren, modernen Architektur ergänzt. Die Spuren der Beschädigungen und damit die Geschichte des Hauses bleiben erkennbar.
Zur Ausstellungskonzeption
Im Neuen Museum finden die archäologischen Sammlungen des ägyptischen Museums und Papyrussammlung, des Museums für Vor- und Frühgeschichte sowie großartige Antiken aus der Antikensammlung ihre neue Heimat.
Dabei werden die Sammlungen nicht streng voneinander getrennt präsentiert, sondern in einem sammlungsübergreifenden Ausstellungskonzept: die ausgestellten Objekte treten nicht in optische Konkurrenz zueinander, sondern bieten durch ihre interkulturelle Aufstellung faszinierende Blicke in die Ursprünge der Menschheitsgeschichte.
Die geografische Breite, die historische Tiefe und die außergewöhnliche Qualität der archäologischen Sammlungen ermöglichen, die Geschichte der Alten Welt vom Vorderen Orient bis zum Atlantik, von Nordafrika bis Skandinavien durch die Jahrtausende hindurch in Objekten der materiellen Kultur und der Kunst sowie in schriftlichen Quellen zu erleben.
Römischer Saal/ © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker
Die weltberühmte Büste der Nofretete wird in der Nordkuppel aufgestellt, von wo aus sie durch den Niobidensaal, den Bacchussaal und den Römischen Saal in die Südkuppel blickt. Dort werden zwei monumentale Statuen der späten römischen Kaiserzeit aus dem ägyptischen Alexandria ihren Blick erwidern.
Auch das Museum für Vor- und Frühgeschichte bietet spektakuläre Exponate, wie z.B. die Troja-Sammlung Heinrich Schliemanns.
Eintritt ohne Wartezeit
Am Freitag den 16.10.2009 wurde das Neue Museum auf der Museumsinsel Berlin – UNESCO Kulturerbe - mit einem Festakt eröffnet.
Besucherinnen und Besuchern wird ab 19.10.2009 das Warten in der Schlange erspart. Ab sofort können für den Besuch des Neuen Museums Zeitfenstertickets online erworben werden. Diese Tickets gelten an einem gewünschten Tag für den Eintritt während des darauf angegebenen halbstündigen Zeitfensters (z.B. 10-10:30 Uhr). Die Aufenthaltsdauer im Museum ist dann unbegrenzt.
Fassade des wiederaufgebauten Neuen Museums
© Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker, 2009
Kontakt - Neues Museum Berlin
Adresse:
Bodestr.1, Museumsinsel
10178 Berlin
Öffnungszeiten:
täglich von 10-18 Uhr
Do,Fr,Sa von 10-20 Uhr
Eintritt:
10 Euro, ermäßigt 5 Euro
Homepage:
Textquellen:
Die Reise nach Berlin, Pressematerial der Berlin Tourismus Marketing GmbH;
Pressemitteilung der Staatlichen Museen zu Berlin, Generaldirektion