Nicht nur Kinder lieben die 1913 erstmals gefluteten Wasserspiele im Volkspark Friedrichshain. Neun Rundbögen umrahmen Steinschalen mit Fontänen, Grimmsche Märchenfiguren und Ballustraden mit Tierfiguren. Der Brunnen ist mit seinem herrlich kitschigen Flair zum Szenetreffpunkt erholungshungriger Berufsjugendlicher, Familien und Liebespärchen geworden.
Als wolle er sich mehr Überblick verschaffen, steht Meeresgott Neptun mit seinem Dreizack in der Hand - daher auch der Spitzname "Forkenbecken" - auf einer großen Muschel. Unter ihm lagern vier Frauen, die die Flüsse Oder, Weichsel, Rhein und Elbe verkörpern. Als Kaiser Wilhelm II. den von Reinhold Begas geschaffenen Brunnen geschenkt bekam, ließ er ihn vor dem Stadtschloss aufbauen. Erst nach der Restaurierung 1969 erhielt er seinen heutigen Platz in der Nähe des Roten Rathauses.
Der Berliner Bildhauer Joachim Schmettau schuf 1983 mit dem Brunnen auf dem Breitscheidplatz einen umstrittenen, doch mittlerweile sehr beliebten Kunsttupfer im Windschatten von Gedächtniskirche und Europacenter. Wegen seiner Wuchtigkeit betiteln ihn die Berliner als "Wasserklops". Dabei ist die durch vielerlei Bögen aufgebrochene Granitkugel keineswegs plump, sondern brilliert durch ein einmaliges Zusammenspiel von Wasserströmen über Treppen, Paradiesfiguren sowie Kaskaden.
Straße:
Breitscheidplatz
PLZ/Stadt:
Berlin - Charlottenburg
Nahverkehr
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Karte
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