Denkmäler
Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Stelen des Holocaust Mahnmals
© Che-Oliver Hohwieler
Schon Ende der 1980er Jahre forderte eine Bürgerinitiative um die Publizistin Lea Rosh den Bau eines Denkmals für die europäischen Juden, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordet worden waren. Im Juni 1999 wurde der Bau nach einem Entwurf des New Yorker Architekten Peter Eisenman beschlossen. Das Feld aus 2711 unterschiedlich Betonstelen wurde schließlich im Mai 2005 eingeweiht.
In der südöstlichen Ecke des Stelenfelds befindet sich ein unterirdisches Informationszentrum mit einer dauerhaften Ausstellung in einzelnen Themenräumen, die die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden und anderer Opfer der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft thematisiert. Darüber hinaus sind die Namensdatenbank der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem sowie ein virtuelles Portal zur Gedenkstättenlandschaft in Europa zugänglich.
Zwischen den Stelen
© Laura Januschke
Öffentliche Führungen finden Samstags und Sonntags um 11 Uhr und um 14 Uhr statt, Sonntags um 16 Uhr gibt es außerdem eine Führung in englischer Sprache. Treffpunkt ist der Fahrstuhl Cora-Berliner- /
Ecke Hannah-Arendt-Straße, die Führung kostet 3 Euro (ermäßigt 1,50 Euro) pro Teilnehmer.
Das Stelenfeld ist jederzeit kostenlos zugänglich, der Ort der Information ist von April bis September Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, von Oktober bis März Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
| Straße: |
Cora-Berliner-Straße 1 |
| PLZ/Stadt: |
10117 Berlin |
| Telefon: |
030 26 39 43 36 |
| U-Bahn: |
U-Bahn Potsdamer Platz |
| Nahverkehr: |
S-Bahn Potsdamer Platz |
| Homepage: |
www.stiftung-denkmal.de |
| Karte: |
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Denkmal für die verfolgten Homosexuellen
Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen
75 Jahre nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten und 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat die Bundesrepublik Deutschland den verfolgten Homosexuellen einen Gedenkort gewidmet.
Am 27. Mai 2008 wurde das Denkmal auf Einladung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Das Denkmal entstand am südlichen Rand des Großen Tiergartens.
Der Entwurf für das Denkmal stammt vom norwegisch-dänischen Künstlerduo Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Der große Kubus nimmt Bezug auf die Stelen des gegenüber liegenden Denkmals für die ermordeten Juden Europas.
Die Künstler Elmgreen und Dragset
© Marko Priske
Durch ein Fenster, das schräg in eine Ecke des Kubus eingeschnitten ist, sieht man die Filmprojektion einer scheinbar endlosen Kussszene eines gleichgeschlechtlichen Paares.
Am Denkmal informiert ein erklärender Text über die nationalsozialistische Homosexuellenverfolgung...
Bereits elf Wochen nach seiner feierlichen Einweihung wurde das Denkmal von Unbekannten schwer beschädigt, das Sichtfenster wurde seitdem mehrmals eingeschlagen.
| Straße: |
Tiergarten – Ebert-/Ecke Hannah-Arendt-Straße |
| U-Bahn: |
U-Bahn Potsdamer Platz |
| Nahverkehr: |
S-Bahn Potsdamer Platz |
| Homepage: |
www.homo-denkmal.de |
| Karte: |
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Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung
Auf dem Bebelplatz an der Staatsoper erinnert das Denkmal des israelischen Künstlers Micha Ullmans an die Bücherverbrennung des 10. Mai 1933. Werke von Erich Kästner, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky und anderen den Nazis nicht genehmen Autoren flogen ins Feuer. Das Mahnmal in einem ehemaligen Straßenbahntunnel ist als ausgeräumte Bibliothek mit Platz für 20 000 Bücher konzipiert. Durch eine Glasplatte, die oben in den Boden eingelassen wurde, fällt der Blick auf leere Regale.
| Straße: |
Unter den Linden |
| Stadtteil: |
Mitte |
| Nahverkehr: |
Bus 100, Haltestelle Staatsoper |
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| Karte: |
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Dokumentationszentrum Berliner Mauer
Gedenkstätte Berliner Mauer
© Land Berlin / Thie
Ein Stück Original-Mauer steht noch, Sehschlitze geben den Blick "nach drüben" frei. Auf diese Weise können Besucher die Teilung der Stadt nachempfinden. Im Dokumentationszentrum informiert eine Ausstellung über den Maueralltag an der Bernauer Straße. Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, im Winter bis 17 Uhr.
Ehrenmal der Bundeswehr
(Gelände des Verteidigungsministeriums)
Eingang zum Raum der Stille
© meck architekten/Florian Holzherr, München
Das Ehrenmal der Bundeswehr gedenkt allen, bislang 3.100 Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Angehörigen der Bundeswehr, die seit Gründung der Bundeswehr infolge der Ausübung ihrer Dienstpflichten für die Bundesrepublik Deutschland gestorben sind, darunter auch jene, die im Einsatz für den Frieden gefallen sind.
Entworfen wurde das Ehrenmal von dem Münchner Professor Andreas Meck. Es stellt den unmittelbaren Bezug zwischen Bundeswehr und Gesellschaft her und versinnbildlicht das Besondere des soldatischen Dienstes, den Einsatz von Leib und Leben.
| Straße: |
Stauffenbergstraße 18 |
| Stadtteil: |
Tiergarten |
| Homepage: |
www.bundeswehr.de |
| Karte: |
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