Schon Ende der 1980er Jahre forderte eine Bürgerinitiative um die Publizistin Lea Rosh den Bau eines Denkmals für die europäischen Juden, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordet worden waren. Im Juni 1999 wurde der Bau nach einem Entwurf des New Yorker Architekten Peter Eisenman beschlossen. Das Feld aus 2711 unterschiedlich Betonstelen wurde schließlich im Mai 2005 eingeweiht.
In der südöstlichen Ecke des Stelenfelds befindet sich ein unterirdisches Informationszentrum mit einer dauerhaften Ausstellung in einzelnen Themenräumen, die die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden und anderer Opfer der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft thematisiert. Darüber hinaus sind die Namensdatenbank der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem sowie ein virtuelles Portal zur Gedenkstättenlandschaft in Europa zugänglich.
Öffentliche Führungen finden Samstags und Sonntags um 11 Uhr und um 14 Uhr statt, Sonntags um 16 Uhr gibt es außerdem eine Führung in englischer Sprache. Treffpunkt ist der Fahrstuhl Cora-Berliner- /
Ecke Hannah-Arendt-Straße, die Führung kostet 3 Euro (ermäßigt 1,50 Euro) pro Teilnehmer.
Das Stelenfeld ist jederzeit kostenlos zugänglich, der Ort der Information ist von April bis September Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, von Oktober bis März Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
75 Jahre nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten und 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat die Bundesrepublik Deutschland den verfolgten Homosexuellen einen Gedenkort gewidmet.
Am 27. Mai 2008 wurde das Denkmal auf Einladung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Das Denkmal entstand am südlichen Rand des Großen Tiergartens.
Der Entwurf für das Denkmal stammt vom norwegisch-dänischen Künstlerduo Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Der große Kubus nimmt Bezug auf die Stelen des gegenüber liegenden Denkmals für die ermordeten Juden Europas.
Durch ein Fenster, das schräg in eine Ecke des Kubus eingeschnitten ist, sieht man die Filmprojektion einer scheinbar endlosen Kussszene eines gleichgeschlechtlichen Paares.
Am Denkmal informiert ein erklärender Text über die nationalsozialistische Homosexuellenverfolgung...
Bereits elf Wochen nach seiner feierlichen Einweihung wurde das Denkmal von Unbekannten schwer beschädigt, das Sichtfenster wurde seitdem mehrmals eingeschlagen.
Auf dem Bebelplatz an der Staatsoper erinnert das Denkmal des israelischen Künstlers Micha Ullmans an die Bücherverbrennung des 10. Mai 1933. Werke von Erich Kästner, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky und anderen den Nazis nicht genehmen Autoren flogen ins Feuer. Das Mahnmal in einem ehemaligen Straßenbahntunnel ist als ausgeräumte Bibliothek mit Platz für 20 000 Bücher konzipiert. Durch eine Glasplatte, die oben in den Boden eingelassen wurde, fällt der Blick auf leere Regale.
Ein Stück Original-Mauer steht noch, Sehschlitze geben den Blick "nach drüben" frei. Auf diese Weise können Besucher die Teilung der Stadt nachempfinden. Im Dokumentationszentrum informiert eine Ausstellung über den Maueralltag an der Bernauer Straße. Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, im Winter bis 17 Uhr.
Das Ehrenmal der Bundeswehr gedenkt allen, bislang 3.100 Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Angehörigen der Bundeswehr, die seit Gründung der Bundeswehr infolge der Ausübung ihrer Dienstpflichten für die Bundesrepublik Deutschland gestorben sind, darunter auch jene, die im Einsatz für den Frieden gefallen sind.
Entworfen wurde das Ehrenmal von dem Münchner Professor Andreas Meck. Es stellt den unmittelbaren Bezug zwischen Bundeswehr und Gesellschaft her und versinnbildlicht das Besondere des soldatischen Dienstes, den Einsatz von Leib und Leben.
Im einstigen Machtzentrum der DDR-Staatssicherheit informiert eine Ausstellung über die Methoden, mit denen die Stasi DDR-Bürger aushorchte. Verhörinstrumente, Briefe und Stasi-Unterlagen lassen erahnen, was mancher ertragen musste. Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.
Eine Dauerausstellung zeigt eindrucksvoll, wie sich einzelne Menschen und Gruppen in den Jahren 1933 bis 1945 gegen die Nazi-Diktatur gewehrt und ihre Handlungsspielräume genutzt haben. Geöffnet Montag bis Mittwoch und Freitag von 9 bis 18 Uhr, Donnerstag von 9 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
In der Villa mit Seeblick verhandelten am 20. Januar 1942 Regierungsvertreter und SS darüber, wie sich der beschlossene Völkermord an den Juden organisatorisch durchführen ließe. Im Erdgeschoss informiert eine ständige Ausstellung über die Konferenz, die Vorgeschichte und die schrecklichen Folgen. Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen geschlossen.
Straße:
Am Großen Wannsee 56
PLZ/Stadt:
Berlin - Wannsee
Telefon:
805 00 10
Nahverkehr
S-Bahn Wannsee, dann Bus 114, Haltestelle: Haus der Wannseekonferenz
Einst zierte das 67 m hohe Nationaldenkmal den Platz vor dem Reichstag. Um mehr Platz für die "Reichshauptstadt Germania" zu gewinnen, ließ Hitler die auch als "Gold-Else" betitelte goldene Viktoria auf den Großen Stern inmitten des Tiergartens versetzen. Die Siegessäule wurde 1864-73 nach Plänen von Heinrich Strack errichtet, um des Sieges über die Dänen zu gedenken. Die Aussichtsplattform bietet einen schönen Blick über die Stadt. Von April bis Oktober täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet, von November bis März täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr.
Inmitten des Treptower Parks liegt einer der größten sowjetischen Soldatenfriedhöfe Deutschlands. Beeindruckend sind nicht nur die unzähligen Grabplatten, die 5000 gefallener Soldaten gedenken, sondern auch die monumentale, 12 m hohe Bronzeskulptur eines Soldaten, der ein gerettetes deutsches Kind trägt, sowie die gleichfalls gigantische Granitskulptur "Mutter Heimat". Das Ehrenmal wurde 1947-49 erbaut.
Auf dem Gelände des einstigen Machtzentrums des nationalsozialistischen SS- und Polizeistaates informiert eine Freiluftausstellung über die Gräueltaten, die von diesem Ort aus geplant und organisiert wurden. Auf Wandtafeln werden unter anderem hingerichtete Politiker und Widerstandskämpfer portraitiert. Am 7. Mai 2010 werden hier ein neues Dokumentationszentrum und eine Bibliothek eröffnet.
Von Oktober bis April täglich von 10-18 Uhr, bzw. bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet, von Mai bis September von 10-20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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