Über 115 000 Berliner Juden wurden hier zu Grabe getragen. Damit gilt die 1880 entstandene Ruhestätte als größter jüdischer Friedhof Europas. Die gelben Backsteingebäude sowie die Grabfelder entwarf Hugo Licht. Ein Gedenkstein erinnert an die 6 Millionen von den Deutschen ermordeten Juden. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die hier begraben wurden, zählen die Verleger Samuel Fischer und Rudolf Mosse sowie der Maler Lesser Ury. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen (kann ausgeliehen werden). Von April-Oktober Sonntag-Donnerstag von 8-17 Uhr geöffnet, Freitag von 8-15 Uhr, von November-März bis 16 Uhr, Freitag bis 15 Uhr.
Straße:
Herbert-Baum-Str. 45
Stadtteil:
Weißensee
Nahverkehr:
Greifswalder Straße (S 8, 41, 42)
Karte:
Dorotheenstädtischer Friedhof
Historische Postkartenansicht
Viele Größen aus Kunst und Kultur haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. In jüngster Zeit wurde der Dramatiker Heiner Müller zu Grabe getragen. Außerdem liegen hier Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Helene Weigel, Anna Seghers, Karl Friedrich Schinkel, Johann Gottlieb Fichte sowie Georg Wilhelm Friedrich Hegel unter der Erde. Innerhalb des Friedhofs befinden sich auch noch die Reste des Französischen Friedhofs, der 1780 für die Hugenotten angelegt worden war. Durch den alten Baumbestand ein lauschiger Ort, um in der Hektik der Großstadt ein wenig Luft zu holen.
Straße:
Chausseestr. 126
Stadtteil:
Mitte
U-Bahn:
Zinnowitzer Straße (U 6)
Karte:
Friedhöfe am Halleschen Tor
Bekannt für seine großartigen Kapellen und mausoleumsartigen Grabstätten reicher Familien, die jedoch mehr und mehr dem Verfall ausgesetzt sind. Etliche Berliner haben Patenschaften für einzelne Grabstätten übernommen, um den Friedhof in seiner alten Pracht zu bewahren. Bekannteste Ruhende sind E.T.A. Hoffmann, Adelbert von Chamisso sowie die Familie Mendelssohn-Bartholdy.
"Berlin und ich, das war Liebe auf den ersten Blick."
Rasso Knoller und Dr. Christian Nowak, einer Wahl-, der andere
Urberliner, zeigen Ihnen "ihr Berlin".