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Ausflüge

Burg Stolpen

Die Burg liegt 25 km östlich von Dresden. Mit dem Auto über die B 6 (am Fischbacher Kreisverkehr rechts, zwei Burgparkplätze) oder mit dem Bus 261 ab Dresden Albertplatz (35 Min.). Eine Halbtagstour:
Burg Stolpen
Burg Stolpen
© Claudia Rosjat / pixelio.de
Weithin sichtbar erhebt sich die Burg über die Stadt Stolpen und das Lausitzer Bergland. Die mittelalterliche Grenzfeste, 1222 erstmals urkundlich erwähnt, wurde auf einem Basaltberg errichtet. Berühmtheit erlangte die Burg als Verbannungsort von Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel, der ehrgeizigen Mätresse Augusts des Starken. Sieben Jahre war sie "Gemahlin zur Linken", brachte vier gemeinsame Kinder zur Welt. In Ungnade gefallen, wurde die Cosel am Heiligabend 1716 zur Burg Stolpen gebracht, wo sie nach 49 Jahren Gefangenschaft starb. Zu besichtigen sind u.a. die Gemächer der Cosel im Johannisturm, ihre Grabstelle in der Burgkapelle und eine Folterkammer. April-Oktober täglich 9-17, November-März außer bei Schnee und Eis täglich 10-16 Uhr, Führungen nach Anmeldung, Eintritt 3 Euro, Tel. 035973/234 10, Schlossstr. 10, www.burg-stolpen.de

Meissen

Die Porzellanstadt Meißen liegt 25 km westlich von Dresden. Mit dem Auto über die B 6 (Parkplätze an der Elbe), mit der S-Bahn S1 ab Dresden Hbf. (40 Min.) oder mit dem Dampfer ab Dresden Terrassenufer (2 Std.). Tagestour
Die über 1000 Jahre alte Stadt ist die Wiege des Herrschergeschlechts der Wettiner. Hoch über der Elbe thront die spätgotische Albrechtsburg. 1470-1524 errichtet, gilt sie als der erste Schlossbau im deutschsprachigen Raum. Sehenswert sind der Große Wendelstein, kunstvolle Gewölbe und historisierende Ausmalungen aus dem 19. Jahrhundert. Vielfältige Veranstaltungen, Ausstellungen, Mittelalterfeste. März-Oktober täglich 10 bis 18, November-Februar 10-17 Uhr, 10. bis 31. Januar geschlossen, Führungen, Eintritt 3,50 Euro, Kombiticket mit Dom 5,50 Euro, Domplatz 1, Tel. 03521/ 470 70, www.albrechtsburg-meissen.de
Ausblick von den Domspitzen auf Meissen
Ausblick von den Domspitzen auf Meissen
© Hufeisennase / pixelio.de
Der benachbarte Dom zu Meißen ist ein Meisterwerk der Spätgotik, die beiden markanten Westtürme wurden jedoch erst 1908 vollendet. Nicht verpassen sollten Sie den Kreuzgang, die Begräbniskapelle der Wettiner und das Altartryptichon von Lukas Cranach d. Ä. April bis Oktober täglich 9-18, November-März 10-16 Uhr, Eintritt 2,50 Euro, Kombiticket mit Albrechtsburg 5,50 Euro, Turmführungen April-Oktober 13-16 Uhr stündlich, Orgelmusik Mai-Oktober Montag bis Samstag 12 Uhr, Domkonzerte Mai bis Oktober Samstag 18 Uhr, Domplatz 7, Tel. 03521/45 24 90, www.dom-zu-meissen.de
Zentrum der mittelalterlichen Stadt ist der Marktplatz mit dem spätgotischen Rathaus und der Frauenkirche samt Porzellanglockenspiel. Im fast 500 Jahre alten Restaurant Vincenz Richter wird Rebensaft vom eigenen Weinberg kredenzt (Dienstag-Samstag 12-23 Uhr, Sonntag 12-17 Uhr, An der Frauenkirche 12, Tel. 03521/45 32 85, www.vincenz-richter.de, €€).
Domizil der 1710 gegründeten Porzellan-Manufaktur Meissen war zunächst die Albrechtsburg. Seit 1865 wird das "weiße Gold" mit den gekreuzten blauen Schwertern im Meißner Triebischtal produziert (2005 erweitertes Museum, Schauhalle und -werkstadt, Verkauf, Café und Restaurant, Mai-Oktober täglich 9-18, November-April 9-17 Uhr, Kombiticket 8 Euro, Talstr. 9, Tel. 03521/46 82 08, www.meissen.de, Bus C, City-Bus Porzellan-Manufaktur). Noch zerbrechlicher, doch weitaus preiswerter sind die Meißner Fummel (ab 2 Euro, Konditorei Zieger, Rote Stufen 5), ein luftiges, zerbrechliches Gebäck, mit dem die Dresdner Kurfürsten einst den Weinkonsum ihrer Kuriere kontrollierten.
Tourist-Information Meißen, Markt 3, 01662 Meißen, Tel. 03521/ 419 40, www.touristinfo-meissen.de
 

Moritzburg

Das Jagdschloss liegt 13 km nördlich vom Dresdner Stadtzentrum. Mit dem Auto über die Großenhainer Straße und Moritzburger Landstraße (Parkplatz am Schlossteich), mit den Linienbussen 326 und 457 ab Dresden/Bhf. Neustadt (25 Min.) oder mit der Schmalspurbahn ab Radebeul-Ost (30 Min.). Tagesausflug
Schloss Moritzburg
Schloss Moritzburg
© marge simpson / pixelio.de
Inmitten eines künstlich angelegten Teiches liegt das Barockschloss Moritzburg mit seinen vier imposanten Rundtürmen. Ab 1723 ließ August der Starke eine zwei Jahrhunderte zuvor von Herzog Moritz errichtete Anlage in ein Jagd- und Lustschloss verwandeln - nach Plänen seines Lieblingsarchitekten Pöppelmann. In den weitgehend unveränderten Räumen sind barocke Möbel, kostbare Ledertapeten sowie eine beeindruckende Sammlung von Jagdtrophäen zu bewundern. Nach 19 Jahren Restaurierung kann das legendäre Moritzburger Federzimmer wieder besichtigt werden. Das Prachtbett und die Wandteppiche Augusts des Starken wurden Anfang des 18. Jahrhunderts aus Zehntausenden von Federn gefertigt. Außerdem: ein lauschiger Park, ein Schlossrestaurant (täglich ab 10 Uhr, Tel. 035207/814 82, €€) und romantische Übernachtung in einem der Teichhäuschen (Mai bis Oktober). April-Oktober täglich 10-17.30, November/Dezember, Februar/März Dienstag-Sonntag 10 bis 16, Januar Samstag/Sonntag 10-16 Uhr stdl. Rundgänge, Eintritt 6 Euro, Tel. 035207/873 18, www.schloss-moritzburg.de
Zu seinen Hengstparaden begrüßt das Sächsische Landgestüt Moritzburg an drei Wochenenden im September alljährlich über 30 000 Zuschauer. Eintritt 5-15 Euro (Karten vorbestellen!), Schlossallee 1, Tel. 035207/89 01 06, www.landwirtschaft.sachsen.de/sgv
August der Starke
August der Starke
© bildpixel / pixelio.de
Im Rüdenhof verbrachte Käthe Kollwitz die letzten Monate bis zu ihrem Tod im April 1945. Heute erinnert das Käthe-Kollwitz-Haus an Leben und Werk der bedeutenden Künstlerin (April-Oktober Montag-Freitag 11 bis 17, Samstag/Sonntag 10-17, November-März Dienstag bis Freitag 12-16, Samstag/Sonntag 11-16 Uhr, Meißner Str. 7, Tel. 035207/ 828 18, www.kollwitz-moritzburg.de). Das Wildgehege mit Muffel-, Rot- und Damwild, Wölfen, Elchen und Luchsen liegt an der Straße nach Radeburg (März-Oktober täglich 10-18, November/Dezember 9-16, Januar/Februar nur Samstag/ Sonntag sowie in den sächsischen Winterferien 9-16 Uhr, Eintritt 2,50 Euro). Die traditionsreiche Churfuerstliche Waldschaenke (täglich 11-22 Uhr, 33 Zi., Große Fasanenstraße, Tel. 035207/86 00, Fax 860 93, €€) nahe dem Großteich mit Mole und Leuchtturm bietet Quartier für die Nacht und exzellente Küche.
Tourist-Information Moritzburg, Schlossallee 3 b, 01468 Moritzburg, Tel. 035207/85 40, www.kulturlandschaft.moritzburg.de

Radebeul

7 km nordwestlich vom Dresdner Stadtzentrum liegt Radebeul, das Sie im Rahmen einer Halbtags- oder Tagestour (z. B. in Kombination mit einer Schmalspurbahnfahrt nach Moritzburg) besuchen können. Mit dem Auto über die Leipziger Straße, mit der Straßenbahn 4 oder mit der S-Bahn S1 ab Dresden Hbf. (20 Min.). 
Karl Mays Villa Shatterhand
Karl Mays Villa Shatterhand

Rheinsberg

Gleich hinter der Dresdner Stadtgrenze beginnt Radebeul, die Karl-May-Stadt an der Sächsischen Weinstraße. Starten Sie mit einem Besuch des Karl-May-Museums. Die Villa Shatterhand, das Wohnhaus Karl Mays, gibt Einblicke in Leben und Werk des Schriftstellers, die Villa Bärenfett im Garten des Anwesens präsentiert eine völkerkundliche Ausstellung über die Indianer Nordamerikas (März-Oktober Dienstag-Sonntag 9-18 Uhr, November-Februar 10-16 Uhr, Eintritt 6 Euro, Karl-May-Str. 5, Tel. 837 30 10 www.karl-may-museum.de). Das Grab Karl Mays befindet sich auf dem nahen Friedhof Radebeul-Ost. Im Mai finden die Karl-May-Festtage statt.
Mit seinen Weinbergen an den sonnigen Hängen der Lößnitz ist Radebeul ein Zentrum des sächsischen Weinanbaus. Im September wird hier ein großes Herbst- und Weinfest gefeiert. Das Weingutmuseum Hoflößnitz mit Weinberg und 1650 gebautem Berg- und Lusthaus informiert über die Geschichte eines der kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Der hier produzierte Ökowein kann in der Weinstube Hoflößnitz probiert werden. Weingutmuseum und Weinladen Dienstag-Freitag 10-13 Uhr, 14-18 Uhr, Samstag/Sonntag 10-18 Uhr, Eintritt 2,30 Euro, Tel. 83 98 33 35, Weinstube Dienstag-Samstag ab 17 Uhr, Sonntag ab 12 Uhr, Tel. 833 68 76, Knohllweg 37, www.hofloessnitz.de
Schloss Wackerbarth
Schloss Wackerbarth
© Ralf P. Krämer / pixelio.de
Graf Wackerbarth, Minister Augusts des Starken, ließ um 1730 in den Radebeuler Weinbergen einen Alterswohnsitz errichten. Heute ist Schloss Wackerbarth Sächsisches Staatsweingut mit modernem Besucherzentrum und Gasthaus. Täglich 9.30-20 Uhr, Eintritt frei, Genusstour Wein täglich 14, Genusstour Sekt täglich 17 Uhr, an Wochenenden 12 bis 17 Uhr zu jeder vollen Stunde, 9 Euro inkl. Verkostung, Gasthaus täglich 12-22 Uhr, Wackerbarthstr. 1, Tel. 895 50, www.schloss-wackerbarth.de
Seit 1884 verkehrt der "Lößnitzdackel", eine dampfbetriebene Schmalspurbahn, von Radebeul-Ost über Moritzburg nach Radeburg (ganzjährig, täglich). Zwischen April und Dezember gibt es auch Sonderfahrten mit dem historischen Traditionszug (Traditionsbahn Radebeul e. V., Tel. 213 44 61, www.traditionsbahn-radebeul.de).
Wer den Ausflug abends in Radebeul beschließen will, sollte Altkötzschenbroda besuchen, einen Dorfanger mit alten Häusern und gemütlichen Weinlokalen.
Tourist-Information Radebeul, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 895 41 20, www.radebeul.de
Schloss Weesenstein um 1860
Schloss Weesenstein um 1860

Schloss Weesenstein

Das 15 km südöstlich von Dresden gelegene Schloss Weesenstein können Sie im Rahmen einer Halbtagstour besuchen. Mit dem Auto über die B 172 oder mit der S-Bahn S1 ab Dresden Hbf. bis Heidenau (25 Min.), umsteigen in die Müglitztalbahn (10 Min.). Tipp: Nehmen Sie sich einen ganzen Tag Zeit und verbinden den Ausflug mit einem Besuch des nahen Barockgartens Großsedlitz (20 Min. Fußweg vom S-Bahnhof Heidenau-Großsedlitz).
Auf einem Felsen steht hoch über dem Tal der Müglitz und dem Örtchen Weesenstein das Schloss mit seinem imposanten Turm. Die Anlage wandelte sich von der um 1200 gegründeten wehrhaften Feste zum repräsentativen Landadelssitz mit Zeugnissen aus 700 Jahren Baugeschichte. Bedeutendster Schlossbesitzer war der Dante-Übersetzer König Johann von Sachsen (1801-73). Entdecken Sie bei einem Rundgang die barocke Schlosskapelle, herrschaftliche Wohnräume und historische Tapeten. Der 1780 zu Füßen des Schlosses angelegte französische Park wurde während des Müglitzhochwassers 2002 zerstört. Er wird bis 2007 rekonstruiert, der schlossnahe Teil ist bereits wieder zugänglich. Es gibt Schlossführungen, Konzerte, Ausstellungen und ein Mittelalterfest zu Pfingsten. Das Schlosscafé (Tel. 035027/54 41, €), die Königliche Schlossküche (Tel. 035027/624 18, €€) und die Schlossbrauerei (Tel. 035027/ 420 04, €) sorgen für das leibliche Wohl. April-Oktober täglich 9-18, November bis März 10-17 Uhr, Eintritt 4,50 Euro, Am Schlossberg 1, Müglitztal/OT Weesenstein, Tel. 035027/626 29, www.schloss-weesenstein.de
Schloss Weesenstein
Schloss Weesenstein
Empfehlenswert ist ein Abstecher zum wenige Kilometer entfernten Barockgarten Großsedlitz, einer ab 1719 nach Plänen von Knöffel, Pöppelmann und Longuelune angelegten, weitläufigen Parkanlage mit Friedrichschlösschen, Oberer und Unterer Orangerie, mit Treppen, Wasserspielen und Skulpturen. April-September täglich 8-20, Oktober 8-18, November-März 8-16 Uhr, Eintritt 2,60 Euro, Heidenau, Parkstr. 85, 03529/56 39 19, www.barockgarten-grosssedlitz.de. Parkcafé im Friedrichschlösschen (Ostern-Oktober täglich 10-18 Uhr, Tel. 03529/57 45 24, €).
 
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