1275 wurde erstmals eine Brücke an dieser Stelle erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Bauwerk Zerstörungen durch Hochwasser und Kriege sowie zahlreiche Umbauten. In ihrer heutigen Form 1907-10 errichtet, verbindet die 331 m lange Sandsteinbrücke den rechtselbischen Neustädter Markt mit dem linkselbischen Schlossplatz. Den mittleren Hauptpfeiler schmückt eine Plastik in Form einer Woge von dem Dresdner Künstler Tobias Stengel.
Als die Loschwitzer Brücke 1891 bis 1893 zwischen Blasewitz und Loschwitz errichtet wurde, galt die Konstruktion ohne Strompfeiler aus 3500 t Eisen und rund 100 000 Nieten als ingenieurtechnische Meisterleistung. Zur Einweihung trug sie den Namen König Alberts. Den Kosenamen "Blaues Wunder" verdankt sie dem blauen Anstrich. Dass ihre Farbe ursprünglich grün gewesen sei und sich erst durch Ausbleichen der gelben Pigmente auf wundersame Weise zu Blau gewandelt habe, ist eine Legende.