Seinen Namen bekam das linkselbische "Neuendresden", nachdem das rechtselbische "Altendresden" 1685 abgebrannt war und als "Neue Stadt bey Dresden" wieder aufgebaut wurde. Alles klar? Wer heute Altstadt sagt, meint das Areal zwischen Semperoper und Neuer Synagoge, Elbe und Altmarkt. Verwaltungstechnisch gehören auch die angrenzenden Wohngebiete dazu. Die Stadtbefestigung, welche die nur rund einen Quadratkilometer große historische Altstadt einst umgab, wurde bis 1830 abgebrochen. Einziger wesentlicher erhaltener Teil ist die Brühlsche Terrasse.
PLZ/Stadt:
Dresden
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Friedrichstadt
Benannt nach Friedrich August I. und 1835 nach Dresden eingemeindet. Der Charakter des Viertels ging durch die Kriegszerstörungen verloren, die Friedrichstraße ist jedoch kulturhistorisch immer noch interessant. Der ab 1736 erbaute Landsitz des Grafen Brühl - später Palais Marcolini - beherbergt heute ein Krankenhaus. Im Garten der Klinik befindet sich der Neptunbrunnen, geschaffen 1744 von Lorenzo Mattielli nach Entwürfen Longuelunes. Nebenan die Matthäuskirche von Pöppelmann; der Baumeister selbst wurde in ihrer Gruft beigesetzt. Auf dem Matthäusfriedhof und dem Alten Katholischen Friedhof gegenüber liegen die Gräber zahlreicher weiterer Berühmtheiten. Nördlich der Friedrichstraße hat auf dem Gelände des Schlachthofs im Ostragehege die Messe Dresden (www.messe-dresden.de) ihr Domizil.
Nach einem Stadtbrand im damals "Altendresden" genannten rechtselbischen Stadtteil wurde bis Mitte des 18. Jahrhunderts die "Neue Königstadt" - die "Neue Stadt bey Dresden" - erbaut. Heute findet man in der Königstraße und den angrenzenden Gassen, was an barocken Bürgerbauten in Dresden übrig ist. Aufwändig restauriert, beherbergen sie Restaurants und Ladenpassagen, noble Boutiquen und Galerien. Die Hauptstraße mit ihrer wundervollen Platanenallee ist seit Ende der 1970er-Jahre ein Fußgängerboulevard. In den historischen Häusern zwischen Obergraben und Dreikönigskirche befinden sich die Kunsthandwerkerpassagen, in Nr. 13 das Kügelgenhaus (Museum der Dresdner Romantik) und dahinter das Societaetstheater. Die 1899 gebaute Neustädter Markthalle (Zugang Metzer- und Ritterstraße) hat seit der Wiedereröffnung 2000 die meisten ihrer Spezialitätengeschäfte schon wieder verloren.
An einem Sommerwochenende des Jahres 1990 wurde hier die "Bunte Republik Neustadt" ausgerufen - mit Demarkationslinien und eigener Währung. Damals ein fröhlich-trotziges Ausrufezeichen gegen die Vereinnahmung des Viertels durch Immobilienhaie, ist die "BRN" heute vor allem ein alljährliches Stadtteilspektakel mit Musik, improvisierten Freiluftkneipen und Zehntausenden Mitwirkenden.
Das Gründerzeitquartier oberhalb der Bautzner Straße hat sich zur Boomtown entwickelt, mit Kneipen, Cafés und Bars, Läden und Galerien, Hostels und Clubs. Alaun- und Louisenstraße, "Görlitzer", "Rothenburger" und "Böhmische" sind die Schlagadern des Viertels, der schon zu DDR-Zeiten legendäre Jugendklub Scheune ist das Herz. Doch nicht nur abends, auch tagsüber lohnt "die Neustadt" einen Besuch. Schon, weil dann die Geschäfte geöffnet sind. Die im Kunsthof etwa, einer Hinterhofoase mit originell-farbenfroher Architektur. Oder Pfunds Molkerei in der Bautzner Straße, "der schönste Milchladen der Welt" - die touristische Attraktion der Neustadt mit dem höchsten Busaufkommen. Ganz in der Nähe, am Martin-Luther-Platz mit der Martin-Luther-Kirche, befindet sich der Alte Jüdische Friedhof. Im Haus Königsbrücker Str. 66 wurde 1899 Erich Kästner geboren.
Ab 1908 entstand hier die erste Gartenstadt Deutschlands. Die Initiative ging von Karl Schmidt, dem Gründer der Deutschen Werkstätten Hellerau, aus. Als Architekten wirkten die Werkbundmitglieder Richard Riemerschmid, Hermann Muthesius und Heinrich Tessenow. Für die 1910 gegründete "Bildungsanstalt für Musik und Rhythmik" des Schweizer Tanz- und Musikpädagogen Émile Jaques-Dalcroze errichtete Tessenow das Festspielhaus Hellerau. In den künstlerisch fruchtbaren Jahren vor dem Ersten Weltkrieg traf sich hier - nicht nur zu den Schulfesten - die europäische Avantgarde: Kafka, Kokoschka, Shaw, Strawinsky. Später wurde das Gebäude u. a. als Kaserne genutzt. Die gesamte Gartenstadt steht unter Denkmalschutz, im Festspielhaus entsteht ein Europäisches Zentrum der Künste Hellerau.
Schöner alter Dorfkern mit Fachwerkhäusern an der Straße nach Pillnitz; oben auf der Wachwitzer Höhe ragt der Fernsehturm in den Himmel. Der Rhododendrongarten im Wachwitzer Höhenpark ist während der Blütezeit im Mai/Juni ein kleines Paradies.
Der "Hirsch" ist Dresdens charmantes Nobelviertel. In den Villen oberhalb des "Blauen Wunders" wohnten und wohnen Künstler und Politiker, Wissenschaftler und Geschäftsleute. Der Name hat seinen Ursprung in einem nicht mehr existierenden Gasthaus, die vornehme Attitüde in der Zeit, als die Gegend Kurort der Schönen und Reichen war. Das Lahmann-Sanatorium war bis zur Wende russische Enklave und rottet vor sich hin, das einst mondäne Parkhotel wird inzwischen regelmäßig als Partylocation genutzt, im Keller befindet sich die wiedereröffnete Kakadu-Bar, in den frühen DDR-Jahren berühmt-berüchtigter Treff für unangepasste Nachtschwärmer. Eine phänomenale Aussicht und tolle Kuchen genießen Sie im Luisenhof.