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Straßen

  • Brühlsche Terrasse
    Terassenufer
    Terassenufer
    © Christoph Münch / dresden.de
    Der Balkon Europas, 10 m über der Elbe, 500 m lang und bis zu 200 m breit. Kurfürst Friedrich August II. schenkte das Areal mit der elbseitigen Festungsanlage seinem Günstling Graf Heinrich von Brühl, der hier einen Lustgarten anlegen ließ. Die Brühlschen Palais wichen im Laufe der Zeit anderen Bauten: dem Ständehaus (1901-07) von Paul Wallot, der für den zweitgeborenen Prinzen errichteten Sekundogenitur (1897, heute Restaurant, Bar und Café des Hotels Hilton), dem Albertinum (1884-87, heute Galerie Neue Meister und Skulpturensammlung, zzt. im Umbau) sowie dem Lipsius-Bau (1887 bis 1894) mit Kunstakademie (heute Hochschule für Bildende Künste) und Ausstellungsgebäude. Die von der Fama, der Göttin des Ruhms, gekrönte Kuppel der Kunstakademie trägt ihrer gerippten Form wegen den Kosenamen "Zitronenpresse". In den Gewölben der Jungfernbastei an der Nordostecke der Brühlschen Terrasse gelang dem Gelehrten Ehrenfried Walter von Tschirnhaus und dem Alchimisten Johann Friedrich Böttger 1708/09 die Herstellung des ersten europäischen Hartporzellans. Unterhalb der hier aufgestellten Böttger-Stele befindet sich eine Kopie des ältesten Denkmals der Stadt, des Moritzmonuments.
    Spaziergang auf der Brühlschen Terasse
    Spaziergang auf der Brühlschen Terasse
    © Christoph Münch / dresden.de
    Johannes Schilling schuf das Rietscheldenkmal vor der Sekundogenitur sowie das Semperdenkmal zwischen Kunstakademie und Albertinum. In der Festung Dresden (April-Okt. täglich 10-17 Uhr, Nov.-März bis 16 Uhr, Eingang vom Georg-Treu-Platz, Tel. 491 47 86) sind Reste der ehemaligen Wehranlage der Stadt zu besichtigen. Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und mit einer Freitreppe zum Schlossplatz versehen wurde die Brühlsche Terrasse 1814 auf Befehl des russischen Gouverneurs, Fürst Repnin-Wolkonskis.
    Straße:
    Brühlsche Terrasse
    PLZ/Stadt:
    01067 Dresden
    Nahverkehr
    Straßenbahnen 4, 8, 11 Theaterplatz, 3, 6, 7 Synagoge
    Karte
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  • Prager Straße
    Prager Straße
    Prager Straße
    © M.Lehmann / pixelio.de
    Die 1851 angelegte Verbindung zwischen Waisenhausstraße und Wiener Platz war die berühmteste Straße der Stadt, mit Cafés und Kaufhäusern, Hotels und Kinos. Am 13. 2. 1945 wurde sie zerstört. Das 1965-78 entstandene Ensemble aus Wohnblöcken, Hotels und Geschäften, einem Kaufhaus und einem Kino ist ein komplexes Beispiel sozialistischen Städtebaus. Seit 1990 entstanden am Nord- und Südende neue Einkaufszentren, Ladenketten siedelten sich an, und die Freiflächen wurden erneuert. Das Rundkino beherbergt inzwischen nur noch das Puppentheater, dahinter steht seit 1998 ein Multiplexkino, der Kristallpalast: architektonisch umstritten, aber preisgekrönt. Auch wenn sie den Charme der alten Prachtstraße vermissen lässt, bleibt "die Prager" eine beliebte Shopping- und Flaniermeile.
    Straße:
    Prager Str.
    PLZ/Stadt:
    01069 Dresden
    Nahverkehr
    Straßenbahnen 8, 9, 11, 12, Busse 75, 82 Prager Straße, S-Bahn, Straßenbahnen 3, 6-8, 10, Busse 72,
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