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Dubais künstliche Inseln

Gigantische Bauprojekte mitten im Persischen Golf

Palm Island Resort
Palm Island Resort
Eine Aufnahme der NASA
Vor der Küste Dubais werden seit einigen Jahren mehrere künstliche Inseln errichtet.
Die bereits als achtes Weltwunder vermarktete Palmeninsel "The Palm", die daran angeschlossene "Dubai Waterfront" und "The World", deren Inseln zusammen das Bild einer Weltkarte ergeben, gehören zu diesen gigantischen Bauprojekten mitten im persischen Golf, die Ihresgleichen suchen.

The Palm

Die offizielle Eröffnung der "Palm Jumeirah", der ersten künstlichen Inselgruppe in Palmenform, erfolgte 2008. Insgesamt ist die Inselgruppe 560 Hektar groß und besteht aus drei Abschnitten: "The Trunk" - dem Stamm -, "The Fronts" - den Palmwedeln - und "The Crescent" - dem alles umschließenden Sichelmond. Dabei ist der Fußpunkt der Palme über eine Brücke mit dem Festland verbunden und am nordwestlichen Ende ist die Hauptinsel mit dem fast 12 km langen Sichelmond über einen rund 800 m langen Unterseetunnel verbunden. Auf dem Sichelmond befindet sich außerdem der fast 50 Hektar große Hotel- und Vergnügungskomplex "Atlantis, The Palm".
Atlantis, The Palm
Atlantis, The Palm
© Carter Sullivan /flickr.com
Die Arbeiten an den beiden anderen Inselgruppen "The Palm Jebel Ali" und "The Palm Deira", die das Großprojekt "The Palm" komplettieren, sind derzeit noch nicht abgeschlossen.
Ein weiteres Highlight wird dabei sicherlich die Spitze der Palm Jebel Ali sein, die in Form eines Orcas gestaltet und auf der ein riesiger Freizeitpark mit vier Themenparks errichtet wird. Neben einer Dschungelwelt wird es ein SeaWorld sowie ein Hotel, einen Zoo mit arktischen Tieren und eine Show mit dressierten Walen geben.

Dubai Waterfront

Die "Dubai Waterfront" wird nach ihrer voraussichtlichen Fertigstellung im Jahr 2030 die Palmeninsel Jebel Ali zu einem Teil umschließen. Das Herz dieser Wasserstadt wird die "Waterfront City", mit einer geschätzten Größe von 1,7 Quadratkilometern. Insgesamt sollen dort einmal 1,5 Millionen Menschen leben und arbeiten können.
Die Verbindung zum Stadtkern Dubais soll über die Dubai Metro ermöglicht werden. Durch das Dubai Waterfront Projekt wird nach ersten Schätzungen eine neue Küstenlinie von gut 1.000 Kilometern entstehen. Momentan sind es noch 80.
The World
The World
© Carter Sullivan /flickr.com
Die 300 verkäuflichen Inseln, die zusammen das Bild einer Weltkarte ergen, sind ausschließlich per Boot oder Hubschrauber zu erreichen.
Wer eine Insel besitzen möchte, braucht nicht nur genügend Geld (die kleinsten Inseln sollen zwischen 11 und 40 Millionen Dollar kosten), sondern muss außerdem eine Bewerbung zusammen mit einem Konzept für die Inselnutzung beim Scheich vorlegen.
Prominente Besitzer der kleinen Inseln sind unter anderem der britische Miliardär Richard Branson, der sich die Insel "England" gekauft hat, sowie Michael Schumacher. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer bekam seine Insel allerdings von Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktoum persönlich geschenkt.
Inselbau
Inselbau
© Carter Sullivan /flickr.com

Der Inselbau

Man sollte meinen, dass in einem Wüstenstaat die Beschaffung von ausreichend Sand kein Problem sei. Das Problem besteht jedoch darin, dass Sand aus der Wüste feinkörniger ist als echter Strandsand.
Der beste und billigste Baustoff für die Luxusstrände der künstlichen Inseln kommt daher aus dem Meer, genauer gesagt von den Sandbänken vor Dubais Küste. Mit einer speziellen Technik führen die Schiffe per Kran riesige Saugrohre auf den Meeresgrund, die anschließend ganze Sandbänke in die Laderäume der Schiffe befördern. Metergenau platzieren die Frachter ihre Ladung dann an der Stelle, an der die Luxusinseln aus dem Meer wachsen sollen. Jedes Schiff entlädt Tausende Kubikmeter Sand in die Tiefe.
Zum Schutz vor Erosion wird ein Wall aus massiven Steinen um den künstlichen Strand errichtet, der Wellen bis zu vier Metern Höhe brechen muss.
 
Dubais Insel-Projekte
Übersicht der verschiedenen Insel-Bauprojekte im Persischen Golf
©Karte von Lencer,wikipedia.org, lizensiert mit Creative Commons
 
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