Lebensart
Grandiose Wüstenlandschaften
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Durch die Wüste
Auf eigene Faust durch grandiose Wüstenlandschaften zu chauffieren ist angesichts der hervorragenden Straßen ein Kinderspiel; Vorsicht ist nur geboten vor den unkontrolliert die Seiten wechselnden Dromedaren, weshalb das entsprechende Dreieck das wichtigste Verkehrsschild darstellt.
Offroad, über Pisten und Wadis, führen organisierte Touren, hinein in eine Landschaft, die aus meterhohen, im Sonnenlicht gelb und rot changierenden Sanddünen besteht. In der Morgensonne glänzende Dreitausender bestimmen das Hajargebirge, das die Emirate von Oman trennt. Eine grandiose Szenerie - unverändert in ihrer Schönheit seit Jahrtausenden.
Unverändert geblieben ist auch die Gastfreundschaft, ein Grundpfeiler arabischen Lebens: Ahlan Wa Sahlan – willkommen!
Beduinen
"Sein Leben ist Luft und Wind, Sonne und Licht, Weite und Leere, nur der Himmel über ihm und die unberührte Erde unter seinen Füßen" wusste T. E. Lawrence, "Lawrence von Arabien", über die Beduinen zu berichten.
Fortschrittlicher Kamel-Transport
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Noch immer ist die Wüste ihre Heimat, hinzugekommen sind die Segnungen des Fortschritts, die es erlauben, Kamele auf dem Pick-up zu transportieren oder Kontakte per Mobiltelefon zu pflegen, das Wasser liefert heute ein Tankwagen. Von der Regierung geschaffene Retortensiedlungen zur Sesshaftmachung stehen häufig leer - die Beduinen bevorzugen selbst gewählte Lager am Rand der Wüste.
Erdöl
Vor Millionen Jahren entstand in den Meeren der Welt aus abgestorbenen Lebewesen, die sich auf dem Grund ansammelten, eine Schlammschicht, die mangels Sauerstoff nicht verwesen konnte, sondern sich in flüssigen Kohlenwasserstoff umwandelte. Durch Bewegungen der Erdoberfläche schoben sich Gebirge über diesen Kohlenwasserstoff und drückten ihn durch die darunter liegenden durchlässigen Schichten aus Ton und Sedimentgestein in riesige Hohlräume, die von festem, undurchlässigem Gestein umgeben waren. Diese Erdölbecken liegen heute zum Teil zufällig direkt unter der Erdoberfläche - gehäuft am Arabischen Golf. Dort sprudelt nun das Öl. Nach Saudi-Arabien, Kuwait und Irak verfügen die VAE mit 12,8 Milliarden Tonnen über die größten Erdölreserven der Welt.
Expatriates
Der sprunghafte Übergang vom Mittelalter zur Ölregion war nur zu bewältigen durch "expatriates", Ausländer, die ihr Wissen und ihre Arbeitskraft gegen gutes Geld zur Verfügung stellten. Nirgendwo sonst auf der Welt ist ihr Anteil an der Bevölkerung so hoch wie in den Emiraten (82 Prozent von ca. 4,5 Millionen Einwohner): Indische Straßenkehrer, Maurerkolonnen aus Pakistan, ägyptische Ärzte und Lehrer, Hausmädchen aus Sri Lanka, thailändische Köche und Kellner - an manchen Tagen begegnet man fast ausnahmslos Gastarbeitern.
Sie kommen gern in die Golfregion, da ihr Einkommen dort höher ist als im Heimatland. Um Probleme zu vermeiden, herrscht ein striktes Reglement: Jeder Gastarbeiter benötigt einen einheimischen sponsor, der für ihn bürgt; bei Verstößen gegen das Gesetz (selbst geringfügigen Verkehrsdelikten) wird die Aufenthaltsgenehmigung sofort entzogen. Ausländischen Geschäftsinhabern ist stets ein einheimischer Teilhaber (mit Anteilsmehrheit) zugeordnet.
Falkner mit ihren kostbaren Tieren
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Islam
Islam bedeutet "Unterwerfung unter den Willen Gottes"; er ist die Staatsreligion der Emirate. Festgeschrieben ist der Wille Gottes im Koran ("Feierliche Lesung"), dem Propheten Mohammed zu Beginn des 7. Jahrhunderts offenbart und nach seinem Tod niedergeschrieben. Zu den Elementen der Religion gehören das fünfmalige tägliche Gebet (freitags in der Moschee), der Fastenmonat Ramadan und die Pilgerfahrt ("hadj") nach Mekka.
Verschleierte Muslima mit Handy
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Frauen
Arabische Frauen gelten als rechtlos und unterdrückt, und tatsächlich scheinen sich die gängigen Klischees zu bestätigen. Denn Frauen mit Gesichtsmaske ("burqa") und traditionellem Umhang begegnen einem recht häufig. Aus einer Unterrepräsentation von Frauen im öffentlichen Bereich oder ihrer Verschleierung kann man jedoch noch nicht auf Unterdrückung schließen. Traditionell genießen Frauen auf der Arabischen Halbinsel eine hohe Stellung, verwalten ihr eigenes Vermögen, fungieren als Wächterin des Hauses.
Politik
Die Regierung der VAE setzt sich zusammen aus dem Rat der Herrscher ("Emire" oder "ruler") der sieben Emirate, die Kabinett und Nationalversammlung ernennen. Präsident ist der Emir von Abu Dhabi (Sheikh Khalifa al-Nahyan), Stellvertreter und Ministerpräsident der Emir von Dubai. Die feudalistisch ausgerichteten Staatssysteme in den Emiraten, in denen alle Macht vom Emir ausgeht, sind gekennzeichnet durch großzügige Gaben an die Landeskinder: kostenlose Bereitstellung von Unterkunft, Wasser und Strom; Alte, Behinderte, Witwen und unverheiratete Frauen über 40 Jahre leben auf Staatskosten.
Sprache
Die arabische Sprache, mit 28 Konsonanten und drei Vokalen, wird von rechts nach links geschrieben. Da die Aussprache der Vokale (lang/kurz, hell/dunkel) mit den vor und nachgehenden Konsonanten variiert, ist die Transkription (nach Gehör) in lateinische Buchstaben schwierig und daher auch unterschiedlich. Hocharabisch - die Sprache des Koran - verwendet man heute in der Wissenschaft und in der Presse; im Übrigen findet man in den arabischen Ländern unterschiedliche Dialekte, so auch in den Emiraten.
Kunstvolle Henna-Bemalung
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Henna
Die Araberinnen wussten es schon immer: Schönster Schmuck einer Frau ist Henna. In den Emiraten bieten beinahe jeder Friseur und jedes Kosmetikstudio den Service an. Selbst in den Spas der Luxushotels kann frau sich mit den filigranen Mustern ihre Handinnenflächen und die Fußsohlen verzieren lassen.
Kalligrafie
Die Kunst des schönen Schreibens wird als bedeutendster Beitrag der islamischen Kunst nach der Architektur bezeichnet. Schrift als Begegnung mit dem Transzendenten, im Lauf der Jahrhunderte zur Meisterschaft entwickelt. Harmonie zwischen dem gesprochenen und dem geschriebenen Wort war das Ziel, entwickelt aus der Verantwortung, die Worte Mohammeds niederzuschreiben - in einer Gesellschaft, die der gesprochenen Poesie bereits höchste Wertschätzung zuerkannte.
So war die Geburt des Islam der Ursprung dieser Kunst, und heute noch sind es vornehmlich Verse des Koran, die kalligrafisch umgesetzt werden. Zwei Buchstaben des Wortes Allah, nämlich Alif und Lam, entwickelten sich zum Zentrum kalligrafischer Darstellung und damit zu fast "heiligen" Buchstaben, um die sich alle anderen ranken.
Trendy aber oft umweltschädlich: Dune
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Dune Skiing
Gilt als ausgeprochen cool: Mit dem Sandboard (Monoski) die Sanddünen hinunterschwingen. Da der Aufstieg im weichen Sand und bei großer Hitze mühselig ist, wird man nach der Abfahrt mit dem Geländefahrzeug wieder nach oben transportiert. Nicht gerade umweltverträglich, da die ohnehin spärliche Vegetation dadurch ziemlich leidet. Deshalb sollte man sich in jedem Fall einem Veranstalter anschließen, der über präparierte Pisten verfügt und auch nur auf diesen fährt.
Dubai Opera Ball
Wiener Walzer in der Wüste: Hier stimmt nur die Alliteration. Das Event mit dem Wiener Sinfonieorchester zieht - jeweils im März im Joharah Ballroom von Madinat Jumeirah - die Elite des Scheichtums an. Europäer tanzen, so gut es geht, Araber schauen amüsiert zu. Mehr infos unter www.dubaioperaball.com.
Tai-Chi am Creek
Ab sechs Uhr wird es hell, dann fahren erst wenige Autos, und es herrscht eine frische und stille Atmosphäre am Dubai Creek. Asiaten, aber auch immer mehr Westler, treffen sich zwanglos, um auf den Rasenflächen vor dem Hotel Radisson SAS Tai-Chi zu praktizieren. Still, meditativ, im Einklang mit sich und der Welt - die richtige Einstimmung auf einen neuen Tag im hektischen Dubai.
Eislaufen in der Wüste
Schlittschuhlaufen bei 40 Grad Außentemperatur ist nichts Ungewöhnliches - in mehreren Städten der Emirate gibt es Eisbahnen. Geht man im Hyatt-Hotel von Dubai in das zum Hotel gehörige Einkaufszentrum hinter der Lobby, sieht man dort Einheimische ihre Pirouetten drehen.