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Hafen Hamburg

    Hafenpanorama
    Hafenpanorama
    © Hamburg Tourismus GmbH
    Ohne seinen Hafen wäre Hamburg nur eine Stadt unter vielen. So aber nennt es sich stolz Deutschlands "Tor zur Welt". An die 11 000 Schiffe löschen hier pro Jahr ihre Ladung oder nehmen Waren auf, die in 325 verschiedene Häfen der ganzen Welt verschifft werden. Das gesamte Hafengebiet umfasst heute 74,4 km² einschließlich der Wasserflächen. 126 Millionen Tonnen wurden hier 2005 umgeschlagen, über die Hälfte davon in Containern. Trotz aller Rationalisierungen zählt der Hafen immer noch zu Hamburgs größten Arbeitgebern: Weit über 100 000 Menschen leben direkt oder indirekt vom Geschäft mit den Schiffen. Seit der Öffnung des Ostens gibt es einen neuen Aufschwung.
    Der Hamburger Hafen ist ein so genannter "offener Tidehafen". Die Zufahrt von der Nordsee über die Unterelbe wird nicht durch Schleusen reguliert, und so macht sich der Unterschied von Ebbe und Flut, eben die Tide, bis nach Hamburg hinein bemerkbar. Der Tidenhub beträgt im Hafen im Schnitt immerhin noch 3,61 Meter.
  • Hafenbalkon, Landungsbrücken und Fischereihafen
    Empfehlenswert für einen ersten Überblick ist der Hafenbalkon. Von der U- und S-Bahnstation Landungsbrücken führen ein paar Stufen hoch zum Stintfang und zur Jugendherberge. Von dort aus geht der Blick geradeaus über die 400 Meter breite Norderelbe und das ganze Panorama der Kräne und Werftanlagen. Gleich gegenüber liegen Trockendock 10 und 11 von Blohm+Voss. Im Rücken droht der grimmige Bismarck gen England, rechter Hand liegen auf einem steilen Geesthang das Deutsche Hydrographische Institut, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenkrankheiten und das Hotel "Hafen Hamburg", einst ein beliebtes Seemannsheim.
    Landungsbrücken
    Landungsbrücken
    © Hamburg Tourismus GmbH
    Die St.-Pauli-Landungsbrücken selbst, 1907-09 erbaut, sind eine schwimmende Angelegenheit von 688 Metern Länge, die sich mit Ebbe und Flut ächzend hebt und senkt. An der Überseebrücke machen gelegentlich Kreuzfahrtschiffe oder Kriegsschiffe aus aller Herren Länder fest, die dann meist auch besichtigt werden dürfen. Gleich daneben liegen seit Jahr und Tag fest vertäut die "Rickmer Rickmers", eine prächtige Dreimastbark, und die "Cap San Diego", ein Frachter aus der Zeit, als die Frachter noch wie Frachter aussahen.
    Elbabwärts schließt sich hinter dem Fischmarkt der Fischereihafen an. Obwohl inzwischen mehr Fisch durch Lastwagen und Flugzeuge als durch Schiffe befördert wird, ist dies immer noch Deutschlands bedeutendster Umschlagplatz für Seefische. Die meisten Firmen beliefern Großhandelsketten und Restaurants, aber einige verkaufen hier auch an Endverbraucher. Am Elbufer sehen Sie schon von ferne Hamburgs auffälligsten Büroneubau Dockland, von Hadi Teherani 45 m hoch und schräg über das Wasser gebaut. Sie können auch direkt mit der HVV-Fähre (Linie 62) von den Landungsbrücken dorthin fahren. Dockland hat eine eigene Anlegestelle. Geplant ist, dass Sie den Angestellten im Haus auf den Kopf beziehungsweise aufs Dach steigen dürfen. Wenn diese sich nicht beschweren... Wenn mal wieder die "Queen Mary" kommt, dann ist nicht nur hier, sondern am ganzen Elbufer der Teufel los.
    Sie können die gesamte Strecke, von den Landungsbrücken bis nach Övelgönne, zu Fuß ablaufen. Bleiben Sie bei ihrem Spaziergang (ca. 2 Stunden) möglichst immer oben; ein guter Startpunkt ist der Weg direkt vor der Terrasse des Hotels Hafen Hamburg (idealer Aussichtspunkt beim Hafengeburtstag). Auch entlang der Großen Elbstraße können Sie oberhalb laufen (Olbersweg, Altonaer Balkon), den Elbüberblick bewahren und nach Schiffen Ausschau halten. Die Wanderung - immer am Wasser entlang - endet am Anleger Neumühlen in Övelgönne im Museumshafen, in dem eine Sammlung wunderbarer alter Pötte zu besichtigen ist (Eintritt frei, www.museumshafen-oevelgoenne.de). Alle Schiffe, vom Feuerschiff "Elbe 3" bis zur Dampfbarkasse "Otto Laufer", wurden und werden in bewundernswerter ehrenamtlicher Arbeit restauriert. Wenn Sie jemanden an Bord sehen, stellen Sie ruhig Fragen: Man freut sich über Besuch. S 1 und 3, U 3, Landungsbrücken
  • Hafenrundfahrt
    Hafenrundfahrt mit Schaufelraddampfer
    Hafenrundfahrt mit Schaufelraddampfer
    © Ulli Storck
    Eine Hafenrundfahrt können Sie mit den Hafenfähren der HADAG, mit einer privaten Barkasse oder einem der neuen großen Privatschiffe unternehmen. Die Hafenfähren verkehren im Liniendienst und können mit einer HVV-Karte benutzt werden. Der einizige Nachteil: die Linenfähren fahren nicht durch die Speicherstadt. Da die Abfahrtszeiten je nach Jahreszeit und Nachfrage variieren, sollte man sich vorher über Zeiten und Preise informieren.
    HADAG: täglich von 9-17 Uhr, Tel. 311 70 70, www.hadag.de
    HVV: Tel. 194 49 (24 Stunden), www.hvv.de
  • Speicherstadt
    Wasserschlösschen in der Speicherstadt
    Wasserschlösschen in der Speicherstadt
    © Wolfgang Hecht / pixelio.de
    Ideal für den ersten Eindruck ist die Entdeckungsfahrt vom Schiff aus. Starten Sie am Jungfernstieg mit einem Alsterdampfer oder am Hafen mit einer der kleinen Barkassen (nur diese kommen in die schmalen Fleete hinein). Danach jedoch ist ein Fußmarsch Pflicht. Die Speicherstadt mit ihren neugotischen Backsteinbauten gehört zum Schönsten, was Hamburg zu bieten hat. Früher zählte sie zum Gebiet des Freihafens; durch den Bau der Hafencity hat sich die Zollgrenze weiter in den Hafen verlagert. Wenn es nach der EU in Brüssel ginge, gehörte die Hamburger Freihandelszone eh schon lange abgeschafft. Ob zollfrei oder nicht: Immer noch stapeln sich in der Speicherstadt Kaffee, Tee, Gewürze, Alkoholika, Hi-Fi-Anlagen und vor allem wertvolle Orientteppiche. Was davon bleiben wird, ist - ungeachtet aller politischen Beteuerungen - ungewiss.
    illuminierte Speicherstadt
    illuminierte Speicherstadt
    © Maren Beßler / pixelio.de
    Die Hafencity wird die Speicherstadt nicht nur im Äußeren, sondern auch im Innern verändern. Im ältesten Gebäude der Speicherstadt, dem Kaispeicher B, zieht schon bald das Internationale Marinemuseum mit der Sammlung von Ex-Springer-Chef Peter Tamm ein. Der Kaispeicher A, ganz vorne gegenüber der Kehrwiederspitze, bekommt ein futuristisches Glasdach und wird zur Elb-Philharmonie umgebaut. Wie Alt und Neu aufeinandertreffen, lässt sich am besten mittendrin verfolgen, zum Beispiel zwischen dem Holländischen Brook und dem Alten Wandrahm. Schick restaurierte Speicher beherbergen Werbeagenturen, direkt daneben werden aus den Luken Teppichballen abgeladen. Spazieren Sie an den Speichern entlang bis zu den neuen Kibbelstegbrücken. Auf ihnen geht es direkt in das Gebiet der Hafencity. Tolle Ausblicke auf Hafen und Hafencity bietet der neue View Point, ein Aussichtsturm am Ende vom Großen Grasbrook. Oder sie besuchen das Infocenter im Kesselhaus (Dienstag-Sonntag von 10-18 Uhr, Sandtorkai 30, Tel. 36 90 17 99, www.hafencity.com), eine wirklich sehenswerte Einrichtung, mitten im Herzen des Geschehens (mit Café). Jeden Samstag um 15 Uhr wird ein kostenloser Hafencity-Landgang angeboten. U 3, Baumwall, Metrobus 3, 6, Kibbelsteg
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  • Tourist Information
    Zwischen Brücke 4 und Brücke 5 der Landungsbrücken, täglich von 10-18 Uhr geöffnet, Dienstag-Samstag bis 19 Uhr.
    Straße:
    Landungsbrücken
    PLZ/Stadt:
    Hamburg
    Telefon:
    30 05 13 00
    Nahverkehr
    S 1 und 3, U 3 Landungsbrücken
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