Empfehlenswert für einen ersten Überblick ist der Hafenbalkon. Von der U- und S-Bahnstation Landungsbrücken führen ein paar Stufen hoch zum Stintfang und zur Jugendherberge. Von dort aus geht der Blick geradeaus über die 400 Meter breite Norderelbe und das ganze Panorama der Kräne und Werftanlagen. Gleich gegenüber liegen Trockendock 10 und 11 von Blohm+Voss. Im Rücken droht der grimmige Bismarck gen England, rechter Hand liegen auf einem steilen Geesthang das Deutsche Hydrographische Institut, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenkrankheiten und das Hotel "Hafen Hamburg", einst ein beliebtes Seemannsheim.

Landungsbrücken
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Die St.-Pauli-Landungsbrücken selbst, 1907-09 erbaut, sind eine schwimmende Angelegenheit von 688 Metern Länge, die sich mit Ebbe und Flut ächzend hebt und senkt. An der Überseebrücke machen gelegentlich Kreuzfahrtschiffe oder Kriegsschiffe aus aller Herren Länder fest, die dann meist auch besichtigt werden dürfen. Gleich daneben liegen seit Jahr und Tag fest vertäut die "Rickmer Rickmers", eine prächtige Dreimastbark, und die "Cap San Diego", ein Frachter aus der Zeit, als die Frachter noch wie Frachter aussahen.
Elbabwärts schließt sich hinter dem Fischmarkt der Fischereihafen an. Obwohl inzwischen mehr Fisch durch Lastwagen und Flugzeuge als durch Schiffe befördert wird, ist dies immer noch Deutschlands bedeutendster Umschlagplatz für Seefische. Die meisten Firmen beliefern Großhandelsketten und Restaurants, aber einige verkaufen hier auch an Endverbraucher. Am Elbufer sehen Sie schon von ferne Hamburgs auffälligsten Büroneubau Dockland, von Hadi Teherani 45 m hoch und schräg über das Wasser gebaut. Sie können auch direkt mit der HVV-Fähre (Linie 62) von den Landungsbrücken dorthin fahren. Dockland hat eine eigene Anlegestelle. Geplant ist, dass Sie den Angestellten im Haus auf den Kopf beziehungsweise aufs Dach steigen dürfen. Wenn diese sich nicht beschweren... Wenn mal wieder die "Queen Mary" kommt, dann ist nicht nur hier, sondern am ganzen Elbufer der Teufel los.
Sie können die gesamte Strecke, von den Landungsbrücken bis nach Övelgönne, zu Fuß ablaufen. Bleiben Sie bei ihrem Spaziergang (ca. 2 Stunden) möglichst immer oben; ein guter Startpunkt ist der Weg direkt vor der Terrasse des Hotels Hafen Hamburg (idealer Aussichtspunkt beim Hafengeburtstag). Auch entlang der Großen Elbstraße können Sie oberhalb laufen (Olbersweg, Altonaer Balkon), den Elbüberblick bewahren und nach Schiffen Ausschau halten. Die Wanderung - immer am Wasser entlang - endet am Anleger Neumühlen in Övelgönne im Museumshafen, in dem eine Sammlung wunderbarer alter Pötte zu besichtigen ist (Eintritt frei, www.museumshafen-oevelgoenne.de). Alle Schiffe, vom Feuerschiff "Elbe 3" bis zur Dampfbarkasse "Otto Laufer", wurden und werden in bewundernswerter ehrenamtlicher Arbeit restauriert. Wenn Sie jemanden an Bord sehen, stellen Sie ruhig Fragen: Man freut sich über Besuch. S 1 und 3, U 3, Landungsbrücken