Fettnäpfchen
Auf Schlepper, Nepper, Bauernfänger hereinfallen
Man braucht nur einmal in den Großen Basar zu gehen oder durch den Park vor der Blauen Moschee zu bummeln, und schon macht man die Bekanntschaft der "korsan" (Piraten). In der Regel wird man vor einem Lokal oder einem Geschäft angesprochen und über die vermeintlichen Vorzüge des Etablissements aufgeklärt. Neben diesen offensichtlichen Marktschreiern gibt es aber auch Schlepper, die im Gewand der Hilfsbereitschaft daherkommen und Deutsch oder Englisch sprechen: Der eigene Bruder habe ein besonders günstiges Teppichgeschäft oder Hotel, und man solle doch einmal einen Blick reinwerfen. Am besten ignorieren Sie diese Leute, dann können Sie auch keine Fehler machen.
Allzu leichtsinnig sein
Verglichen mit anderen Touristenmetropolen hält sich Istanbuls Kriminalität in Grenzen. Trotzdem sollten Sie auf Taschendiebe achten, die besonders in Sultanahmet, im Basar und in Beyoglu operieren und Touristen als vorrangige Beute betrachten. Lassen Sie sich auch nicht zu Besuchen Ihnen unbekannter Kneipen oder Diskotheken überreden - es ist vorgekommen, dass leichtsinnige Touristen am frühen Morgen mit einem dicken Kopf und um ihre Geldbörse erleichtert aufwachten.
Bei fliegenden Händlern essen
Fliegende Händler gehören zum Straßenbild der Stadt: Sie bieten von einem "kühlen Schluck Wasser" über einen "simit" (Sesamkringel) bis zu gefüllten Miesmuscheln und Reis die verschiedensten Erfrischungen und Snacks an. Nicht alle sind unrein. Trotzdem: Trinken Sie kein offenes Wasser (auch in Cafés oder Restaurants nicht), und lassen Sie möglichst auch die Fleischspieße des fliegenden Händlers auf dem Grill liegen. Die Sesamkringel sind dagegen ein unbedenklicher Genuss.
Der Spur der Steine folgen
Der türkische Zoll achtet seit einigen Jahren peinlich genau auf die Ausfuhr eventueller Kunst- und Kulturgüter, nachdem das Land von Schmugglern jahrzehntelang hemmungslos ausgeplündert wurde. Dabei kann es vorkommen, dass völlig ahnungslos eingesteckte Steine oder Fossilien am Zoll beschlagnahmt und der Inhaber zu hohen Geldstrafen verurteilt werden. Also: Stecken Sie lieber keine alt aussehenden Steine ein, und nehmen Sie keine Fossilien mit nach Hause!