Arnavutköy bedeutet "Dorf der Albaner" und verweist darauf, dass dieser Platz ursprünglich einmal von albanischen Einwanderern erbaut worden ist. Noch vor dreißig Jahren ein schlichtes Dorf am Bosporus, gehört Arnavutköy heute fast noch zum Zentrum. Obwohl die vor zehn Jahren neu aufgeschüttete mehrspurige Uferstraße von seinem Charme einiges zerstört hat, ist es immer noch der Platz in Istanbul, an dem die meisten ursprünglichen osmanischen Holzhäuser auf engem Raum erhalten sind. Wie einige andere Bosporusviertel hat auch Arnavutköy davon profitiert, dass etliche Künstler, Intellektuelle, aber zunehmend auch betuchte Ausländer den besonderen Charme der alten Bebauung entdeckt haben und viele Häuser dadurch vor dem Verfall gerettet wurden. Seit dem Erdbeben 1999 gibt es einen regelrechten Run auf die alten Holzhäuser, weil sich herausgestellt hat, dass sie viel sicherer sind als die neuen Betonbauten.
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Istanbul
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Bus und dolmus von Besiktas
Ortaköy
Ortaköy ist von Taksim aus gesehen das erste ehemalige Fischerdorf am Bosporus. Es beginnt am Ufer und erstreckt sich auf die Hügel oberhalb der Meerenge. Traditionell hatte Ortaköy immer multikulturellen Charakter. Zwei Kirchen, eine Synagoge und eine Moschee liegen im Uferbereich immer noch dicht beieinander. In den 80er-Jahren entdeckten dann junge Künstler und Intellektuelle den Charme Ortaköys und eröffneten hier Ateliers und Buchläden. Die alten Häuser wurden restauriert und in Cafés und Restaurants umgewandelt. Am Wochenende gibt es im Viertel einen lebhaften und florierenden Kleinkunstmarkt.
Das Wahrzeichen des Viertels ist die zierlich wirkende barocke Ortaköy-Moschee mit zwei schlanken Minaretten. Sie trägt die Handschrift des armenischen Hofarchitekten Nikogos Balyan. Der Sultan pflegte im 19. Jahrhundert mit seinem stattlichen Boot vom Dolmabahce-Palast zum Freitagsgebet hierher überzusetzen.
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Bus von Besiktas
Eyüp
Wer nicht bis Mekka kommt, geht wenigstens am Zuckerfest, zum feierlichen Abschluss des Fastenmonats Ramadan, in die Moschee von Eyüp. Eyüp ist das "heilige Viertel" Istanbuls und mit dem Schrein von Eyüp Ensari, dem Fahnenträger Mohammeds, der bei der ersten arabischen Belagerung Konstantinopels im 7. Jahrhundert hier sein Leben ließ, ein Wallfahrtsort für Gläubige aus der ganzen Türkei. Gleich nach der Eroberung der Stadt 1453 ließ Mehmed II. zu Ehren des Märtyrers hier eine große Moschee bauen und seine Gebeine, deren Fundstelle einem Imam im Traum immerhin 700 Jahre nach seinem Tod erschien, feierlich zum zweiten Mal beisetzen. Damit begannen die Osmanen, ihrer Hauptstadt zielstrebig mehr Gewicht in der islamischen Welt zu verschaffen. Neben der sehenswerten Eyüp-Moschee liegt ein großer Friedhof, weil fromme Muslime möglichst in der Nähe des Heiligen beerdigt werden wollten. Durch den Friedhof führt ein schöner Spazierweg den Hang hinauf zu dem bekannten, im osmanischen Stil eingerichteten Café Pierre Loti mit schönem Blick über das Goldene Horn.
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Bus und Fähre von Eminönü
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Kadiköy
Der südlich an Üsküdar anschließende Stadtteil nimmt den Platz des antiken Chalkedon ein, wo im Jahr 451 das vierte ökumenische Konzil stattfand. Vom Fähranleger in Kadiköy erstreckt sich rechter Hand den Hügel hinauf die teilweise für Autos gesperrte Altstadt. Hier gibt es Antiquitätenläden, die nicht so touristisch sind wie "auf der anderen Seite", deshalb aber nicht weniger interessant und im Preis deutlich günstiger. Wer Lust auf einen ausgedehnten Spaziergang am Meer hat, kann dies von Kadiköy in Richtung Bostanci auf einer für Fußgänger angelegten Promenade weit angenehmer tun als irgendwo auf der europäischen Seite. Zwar ist von den früheren Badestränden in Moda oder Fenerbahce nichts mehr übrig geblieben, dafür gibt es nun Parks und Segelmarinas.
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Dolmus vom Taksim-Platz über die Brücke oder Fähren von Karaköy oder Eminönü
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Sultanahmet
Wohl kaum ein Besucher verlässt Istanbul, ohne in Sultanahmet gewesen zu sein. Hier ist alles versammelt, was jeder Prospekt über die Stadt zeigt: die Hagia Sophia und die Blaue Moschee, der Topkapi-Palast und das Hippodrom. Kurz, Sultanahmet, benannt nach dem Monarchen, der zu Beginn des 17. Jhs. die Blaue Moschee bauen ließ, ist heute das touristische Zentrum Istanbuls. Entlang der historischen Strecke wurde die Divan Yolu für den Autoverkehr gesperrt. sodass man in aller Ruhe die majestätische Kulisse der ehrwürdigen Bauten auf sich wirken lassen kann.
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Straßenbahn von Eminönü/Sirkeci oder zu Fuß
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Üsküdar
Der Stadtteil auf der asiatischen Seite Istanbuls war bereits in der Antike der Brückenkopf zum Bosporus. Seit dem 8. Jahrhundert schlugen Muslime und Kreuzfahrer bei Belagerungen Istanbuls hier ihre Lager auf. Schon 1352, rund ein Jahrhundert vor der Eroberung Konstantinopels, hatten die Osmanen Üsküdar (gr. Scutari) eingenommen. Nach der endgültigen Einnahme der Stadt wurde der Ort zum größten muslimischen Viertel Istanbuls. Er hat seinen traditionell-frommen Charakter bis heute beibehalten.
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Fähre und Motorboot vom gegenüberliegenden Besiktas
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