Die Fußgängerzone mit ihrer nostalgischen Straßenbahn ist das pulsierende europäische Herz İstanbuls. Vom oberen Ausgang der Zahnradbahn Tünel bis zum Taksim-Platz zieht sie sich mitten durch den Stadtteil Beyoğlu, der seit hundert Jahren zum Inbegriff der Verwestlichung geworden ist. Auch wer in İstanbul ins Kino oder in ein Musiklokal gehen will, landet unweigerlich hier. Aber sie ist nicht nur eine Vergnügungsmeile: Viele schöne Buchläden, Antiquariate und Galerien machen die Straße auch zur Kulturmeile. Kirchen laden nicht nur zu Weihnachten zum Besuch ein. Vor allem im unteren Drittel liegen hinter hohen Mauern ausländische Konsulate, oft prächtige Gebäude, die in osmanischen Zeiten Botschaften waren. Auch andere Häuser wie das Galatasaray-Gymnasium und große Passagen erinnern daran, dass sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts hier vor allem reiche Europäer niedergelassen hatten. Aber Achtung: Samstagabends und sonntags ist es hier rappelvoll!
Stadtteil:
Beyoğlu
Nahverkehr:
Von Karaköy mit dem Tünel hochfahren oder vom Taksim-Platz aus betreten
Rund um das Denkmal der Republik (Cumhuriyet Anıtı) erstreckt sich der größte Platz der Stadt und einer der am dichtesten befahrenen dazu. Taksim wurde in den 30er-Jahren als neues Symbol der modernen Republik angelegt. In den 70er-Jahren wurde Taksim zum Hauptdemonstrationsplatz der Stadt: Unvergessen ist die Kundgebung zum 1. Mai 1977, die durch Provokationen von Seiten der extremen Rechten ein blutiges Ende nahm und zu zahlreichen Todesopfern führte. Heute ist Taksim mit der Oper, seinen Hotels, Fluggesellschaften und Banken das friedliche Aushängeschild des geschäftigen, neuen İstanbul. Rund um den Taksim-Platz sind die Haltestellen für die "dolmuş" genannten Sammeltaxis, mit denen man am schnellsten und preiswertesten entferntere Stadtteile erreicht.
Stadtteil:
Taksim
Bağdat Caddesi
Auf der asiatischen Seite gelegen, ist der Boulevard ein modernes und europäisches Zentrum İstanbuls. Von Bostancı im Osten bis Kızıltoprak im Westen zieht diese Schlagader der modernen Stadt sich kilometerweit mit mondänen Geschäften, teuren Cafés und Restaurants oberhalb des Marmarameeres entlang und lädt zum Flanieren ein.
Stadtteil:
Kadıköy
Nahverkehr:
Dolmuş von Kadiköy (am alten Fähranleger) Richtung Bostancı
Karte:
Divan Yolu
Die ehemalige Hauptstraße der byzantinischen Hauptstadt ist nun zu einer Fußgängerzone entlang der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt geworden. Sie liegen links der Divan Yolu, während sich rechts die Cafés, Souvenirläden und Hotels drängeln. Weiter unten wird aus der Fußgängerzone dann wieder eine mit Autos verstopfte Straße, die Sie zum Großen Basar und weiter nach Laleli und Fatih bringt. Hier leben rund um die alten und neuen Moscheen die frommsten Gläubigen İstanbuls.
Stadtteil:
Cağaloğlu
Nahverkehr:
Straßenbahn von Eminönü/Sirkeci, Sultanahmet aussteigen
Karte:
Eminönü Meydanı
Fast zwangsläufig landet jeder İstanbul-Besucher in Eminönü, weil hier die Galatabrücke die Altstadt mit dem modernen İstanbul verbindet, in Eminönü die Fähren zur asiatischen Seite an- und ablegen und viele Stadtbusse und Straßenbahnen hier ihre Endhaltestelle haben. Erleben Sie das Gewirr bei einem Stehimbiss mit leckerem Fischbrot vom Boot!