Liebesschlösser in Köln
Die Hohenzollernbrücke als Wallfahrtsort für Verliebte
Schlösser an der Hohenzollernbrücke
© Naomi Januschke
Herzen in Baumrinden zu schnitzen war gestern – in Köln bringen verliebte Pärchen Vorhängeschlösser mit ihren Namen an der Hohenzollernbrücke an und werfen den Schlüssel anschließend als Zeichen ewiger Liebe in den Rhein.
Liebesschlösser
Judith und Tobi, Bernd und Thomas oder Sibel und Yüksel - die drei Pärchen haben etwas gemeinsam: Sie haben gemeinsam ein Vorhängeschloss an der Kölner Hohenzollernbrücke angebracht.
Mehrere hundert dieser "Liebesschlösser" zieren mittlerweile das Sicherheitsgitter, das den Fußweg von den Eisenbahngleisen trennt. Dabei finden sich sowohl Schlösser, auf denen mit Filzstift Name und Datum festgehalten wurde, als auch Exemplare, auf denen die Namen und Sprüche sogar extra eingraviert wurden.
Eingravierte Liebesbekundungen
© Naomi Januschke
Proteste
In Köln ist die Freude über die Liebesschlösser nicht ungeteilt. Die Deutsche Bahn, Eigentümer der Anfang des vorigen Jahrhunderts erbauten Brücke, zeigte sich zunächst gänzlich unromantisch und kündigte die Entfernung an.
Nach heftigen Protesten sollen sie jetzt jedoch vorerst geduldet werden. Zumindest solange die Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist, verkündete ein Bahnsprecher.
Ursprung
Woher der Trend genau kommt, ist nicht sicher, aber ein ähnliches Phänomen findet sich auf jeden Fall in Rom. Dort ist die Milvische Brücke, die über den Tiber führt, zu einem regelrechten Wallfahrtsort für verliebte Paare geworden. Denn auch dort werden Schlösser, auf denen die Namen des Paares eingraviert sind, an der Brücke fest gekettet und der Schlüssel in den Tiber geworfen.
Schlösser als Zeichen ewiger Liebe © Naomi Januschke