Ausflüge
Das Tor zum romantischen Ahrtal
© Kurt F. Domnik / pixelio.de
Das Ahrtal
Rund 60 km südlich von Köln liegt eine der schönsten Landschaften der Eifel - die Ahr windet sich zwischen wuchtigen Felsen, tief eingekerbten Waldtälern und lieblichen Weinbergen hindurch. Etwa 45 Minuten brauchen Sie über die Aachener Straße und dann vom Kreuz Köln-West über die A 1 und die A 61 bis zur Abfahrt 30 Bad Neuenahr/Ahrweiler. Mit dem Zug fahren Sie bis Remagen und steigen dann in die Regionalbahn um, die alle zwei Stunden bis nach Kreuzberg fährt.
Bad Neuenahr ist ein vornehmer Kurort mit penibel gepflegten Parks, Mineral- und Thermalquellen und mit einem Spielkasino. In den Ahr-Thermen (täglich von 9-23 Uhr, Zweistundenkarte 9,49 bis 9,99 Euro, Felix-Rütten-Str. 3) erholen Sie sich unter anderem mit Schwimmen, Sauna, Wassergymnastik, Aquaaerobic und Massagen.
Entspannung anderer Art bieten in unmittelbarer Nachbarschaft die sechs Säle des Spielkasinos (täglich von 14-3 Uhr geöffnet, außer an kirchlichen Feiertagen, Automatensäle täglich 14-2 Uhr, Eintritt 2,50 Euro, Personalausweis erforderlich, Felix-Rütten-Str. 1) mit französischem und amerikanischem Roulette, Black Jack und Baccara.
Mittelalterliche Stadtmauer von Ahrweiler
© Anne Bermüller / pixelio.de
Ländlich-romantisch wirkt das benachbarte Ahrweiler mit seiner mittelalterlichen Stadtmauer und seinen winkligen Fachwerkhäusern. Hier beginnt Deutschlands größtes zusammenhängendes Rotweingebiet. Das können Sie zu Fuß über den 35 km langen Rotweinwanderweg erkunden oder mit dem Auto über die B 267 entlang der Ahr. Der "Walportzheimer Klosterberg" ist vielleicht der bekannteste Wein, aber wenn Sie in Rech halten, sollten Sie unbedingt in einem der Weinlokale den gehaltvolltrockenen "Recher Hardtberg" oder auch den "Recher Berg" probieren. Infos: Tourismus und Service GmbH Ahr, Rhein, Eifel, Klosterstr. 3-5, 53507 Marienthal, Tel. 02641/977 30
Bonn
"In Bonn regnet es oder die Schranken sind zu", lautet ein geflügeltes Wort. Doch auch nach dem Umzug von Regierung und Parlament nach Berlin hat Bonn noch einiges zu bieten, z. B. seine Museumsmeile. Mit der U 16 sind Sie vom Kölner Hbf. in 35 bis 40 Min. in der Bonner Innenstadt. Mit dem Auto sind es über die A 555 ca. 30 km. Sie kommen auch mit der DB bis Bonn Hbf.
Poppelsdorfer Schloss in Bonn
© Thomas Max Müller/ pixelio.de
Wahrzeichen Bonns ist die Münsterbasilika, 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt. Sonst ist das historische Bonn durch die Barockzeit geprägt: Als Kurfürst Clemens August 1723 die Regentschaft antrat, ließ er das Residenzschloss vollenden, in dem sich seit dem 19. Jahrhundert die Universität befindet. Aus dieser Epoche stammt auch das Poppelsdorfer Schloss Clemensruhe (1753), in dem ebenfalls Universitätsinstitute untergebracht sind.
Berühmtester Sohn der Stadt ist bekanntlich Ludwig van Beethoven. Sein Geburtshaus (Januar-März und November, Dezember Montag-Samstag 11-17 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr, April-Oktober Montag-Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr, Eintritt 4 Euro, Führungen täglich 14.30 Uhr) liegt in der Bonngasse 20. Von dort sind es nur ein paar Meter zum Marktplatz mit dem barocken Rathaus (1737).
Im Haus der Geschichte (Dienstag-Sonntag 9-19 Uhr, Eintritt frei, Willy-Brandt-Allee 14, U 16: Heussallee) ist die Zeit von 1945 bis 1990 anschaulich dokumentiert: Schwarzmarktzeit, Wirtschaftswunderjahre, 68-er-Generation.
Bonner Marktplatz mit Altem Rathaus
© M.E. / pixelio.de
Ein paar Minuten Fußweg in südlicher Richtung liegen das Kunstmuseum Bonn (Dienstag und Donnerstag-Sonntag 10-18 Uhr, Mittwoch 11-21 Uhr, Eintritt 5 Euro) und direkt daneben die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, abgekürzt Bundeskunsthalle (Dienstag und Mittwoch 10-21 Uhr, Freitag 9-19 Uhr, Donnerstag, Samstag und Sonntag 10-19 Uhr, Eintritt 7,50 Euro). In der ständigen Ausstellung des Kunstmuseums sehen Sie Zeichnungen von August Macke und den rheinischen Expressionisten, die vor dem Ersten Weltkrieg in Bonn lebten. Von Max Ernst enthält die Sammlung etliche Skulpturen. Außerdem sind die Künstler Joseph Beuys, Sigmar Polke und Gerhard Richter vertreten.
Die Bundeskunsthalle zeigt regelmäßig zwei bis drei parallele Ausstellungen zur Kunstgeschichte, zur modernen Kunst und zur Wissenschaft.
Wenn Sie den Platz zur Bundeskunsthalle überqueren: Die 16 Säulen repräsentieren die Bundesländer. Im Sommer baut man auf diesem Museumsplatz oft Bühnen für Openairkonzerte auf oder errichtet ein Theaterzelt: Das Programm kann sich sehen lassen!
Ausflugziel Rheinauenpark in Bonn
© Gerd Pfaff / pixelio.de
Ein anschließender Spaziergang am Rhein bietet Ihnen einen wunderbaren Ausblick auf den Fluss und das Siebengebirge. Südlich des ehemaligen Regierungsviertels liegt der 160 Hektar große Freizeitpark Rheinaue. Von dort aus können Sie das Von-Sandt-Ufer immer weiter nach Süden wandern. Nach etwa 30 Minuten erreichen Sie das Ausflugslokal Bastei (Von-Sandt-Ufer 1, Tel. 0228/368 04 33, €€). Oder bevorzugen Sie ein erlesenes Ambiente? Vorbei an alten Villen, Ruderclubs und dem Godesberger Schwimmbad sind es noch weitere 30 Minuten bis zum Rheinhotel Dreesen (Rheinstr. 45-49, Tel. 0228/820 20, U 16: Godesberger Bahnhof, €€ - €€€) mit seinem großbürgerlich-wilhelminischen Flair und seiner Gourmetküche.
Drachenfels / Siebengebirge
Etwa 45 km südlich und eine knappe Dreiviertelstunde Autofahrt von Köln über die A 59 und die B 42 liegt der Drachenfels. Mit der Bahn (RE 8 oder 18) ab Köln Hbf. erreichen Sie den Bahnhof Königswinter in der gleichen Zeit. Stilecht ist die dreieinhalbstündige Fahrt mit dem Rheindampfer (täglich von Ende März bis Oktober, Hin- und Rückfahrt 22,40 Euro, Abfahrt an der Frankenwerft zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke, Tel. 208 83 18, www.k-d.com).
Die Burgruine auf dem Drachenfels
© Frank Rosskoss / pixelio.de
Deutschlands nördlichstes Weinanbaugebiet liegt im Siebengebirge. Die Rebstöcke zwischen Königswinter und Rhöndorf bringen den "Drachenfelser Drachenblut" hervor. Ein gemütliches Weinlokal etwas abseits des Rummels ist der Jesuiter Hof - Weingut Pieper (Hauptstr. 458, Königswinter, Tel. 02223/226 50, €€).
Doch zunächst empfiehlt sich eine Wanderung durch die Wälder. Benannt ist der nördliche Ausläufer des rheinischen Schiefergebirges nach den sieben höchsten Erhebungen: Ölberg (460 m), Löwenburg (455 m), Lohrberg (435 m), Nonnenstromberg (335 m), Petersberg (331 m), Wolkenburg (324 m) und Drachenfels (321 m).
Die Namen verraten bereits, dass sich jede Menge Sagen, Märchen und Mythen um diese Berge ranken: Wenn Sie z. B. von Oberdollendorf aus die Heisterbacher Straße Richtung Oberpleis nehmen, erreichen Sie nach 1,5 km das Kloster Heisterbach. An diesem Ort hat der Mönch Maurus der Legende nach 300 Jahre lang geschlafen.
Drache bei der Nibelungenhalle
© Chris Hochberger / pixelio.de
Am Drachenfels soll Siegfried den Drachen erschlagen haben. Wenn Sie zu Fuß nach oben wollen: Die ersten 300 m sind wirklich sehr steil! Gut eine Stunde brauchen Sie bis zum Gipfel. Kindern macht es Spaß, auf dem Esel nach oben zu reiten. Wer‘s bequemer haben will, nimmt die Zahnradbahn.
Auf halber Höhe des Aufstiegs illustrieren die symbolistischen Gemälde in der Nibelungenhalle die Siegfried-Sage. Unmittelbar daneben liegt die Drachenhöhle mit einem großen steinernen Drachen und einem Reptilienzoo (15. März bis 15. November täglich 10-18 Uhr, während der Sommerzeit bis 19 Uhr, 16. November-14. März Samstag und Sonntag 11 bis 16 Uhr, Eintritt 3,50 Euro).
Schloss Drachenburg im Siebengebirge
© Dirk Sanne / pixelio.de
Das Schloss Drachenburg (Drachenfelsstr. 118, Königswinter-Drachenfels, April-Oktober Dienstag-Sonntag 11-18 Uhr) ist 1884 in neogotischem Stil errichtet und von 1989 bis 2000 gründlich restauriert worden. Ein Rundgang vermittelt Ihnen einen Eindruck der Wohnkultur der Gründerjahre. In der Vorburg des Schlosses ist die Dauerausstellung der Stiftung Archiv, Forum und Museum zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland (Dienstag-Sonntag 11-18 Uhr, Eintritt 2,50 Euro) untergebracht.
Möchten Sie nun eine kleine Rast einlegen? Auf halber Höhe des Eselsweges liegt das Winzerhäuschen mit einer Terrasse (Mai-September Dienstag-Sonntag 11 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Oktober-April 11-18 Uhr, Tel. 02223/214 69, €€). Oder Sie warten bis zum Gipfel. Ein paar Schritte von der Ruine des Bergfrieds bekommen Sie rustikal-bürgerliche Küche im Restaurant Auf dem Drachenfels (März und Oktober täglich 10-17.30 Uhr, April täglich 10-18.30 Uhr, Mai-September täglich 9-19 Uhr, November und Februar täglich 11-16.30 Uhr, Tel. 02223/219 35, €). Von der Panoramaterrasse aus haben Sie einen phantastischen Ausblick auf das Rheintal.
Mittelalterlicher Stadtturm von Zons
© Thomas Max Müller / pixelio.de
Zons
25 km nördlich von Köln liegt die mittelalterliche Stadt Zons. Wenn Sie dort die Fähre auf die andere Rheinseite nach Urdenbach nehmen, sind Sie schon in einem Vorort von Düsseldorf. Zons markiert die Grenze der rheinischen obergärigen Biersorten, mit denen für die Kölner und die Düsseldorfer jeweils ein Glaubensbekenntnis verbunden ist. Südlich von Zons trinkt man nur das goldgelbe Kölsch, nördlich davon hingegen wird das braune Altbier ausgeschenkt. Zons selbst ist bierneutral: Hier zapfen die Wirte beide Sorten. Auto: A 57 Richtung Neuss, Ausfahrt 25 Dormagen, Ausschilderung folgen. Bahn: S 11 von Köln Hbf. bis Dormagen, Bus 875: Zons.
Im Norden Kölns beginnt geografisch der Niederrhein: Der Strom durchzieht nun eine weite, flache Auenlandschaft mit Backsteingehöften wie in Holland oder Flandern. Alte Windmühlen sind typisch für diese Region. In Zons sehen Sie solch ein Exemplar: Einen Eckturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung hat man nämlich im 17. Jh. nach dem Vorbild einer holländischen Mühle umgebaut.
Stadtbefestigung mit Windmühle
© Thomas Max Müller / pixelio.de
Keine andere Befestigungsanlage im Rheinland ist in solch unveränderter Weise erhalten wie die Umwallung von Zons, das Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden 1373 zur Stadt erhoben hatte. Mit der Verlegung des Zolls von Neuss nach Zons ließ er zur Sicherung seiner Rechte und zum Schutz der Bürger die Tore, Türme und Mauern errichten, die Sie heute noch besichtigen können.
Wenn Sie Ihren Wagen am Parkplatz Rheintor abstellen, beginnen Sie den Rundgang vor diesem Tor mit dem sechsgeschossigen Zollturm. Halten Sie sich rechts und folgen Sie dem Wall entlang der nördlichen Stadtmauer. Am Krötschenturm schließt sich die westliche Stadtmauer an. Vermutlich diente er in Pestzeiten zur Quarantäne, daraus leitet sich der Name ab: "En ahl Krötsch" ist in der Mundart eine stets kränkelnde Person.
Schweinebrunnen in Zons
© Thomas Max Müller / pixelio.de
An der Schlossstraße erinnert der Schweinebrunnen an die "Zonser Schweinefehde" 1575/77. An der linken Standfigur ist die Erklärung eingemeißelt. An der südlichen Seite der Stadtmauer treffen Sie auf die Mühle, das Südtor und die Freilichtbühne (Mitte Juni-September Märchenspiele).
Das Kreismuseum beherbergt drei Sammlungen: Jugendstilzinn, Textilkunst und Zeichnungen von Walter Koenigstein (Dienstag-Freitag von 14-18 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 11-17 Uhr, Schlossstr. 1, Eintritt 2,50 Euro). Regionalküche und heiße Waffeln genießen Sie im Traditionslokal Zum Feldtor (Donnerstag-Dienstag von 11-24 Uhr, Schlossstr. 40, Tel. 02133/5441, €).
Sie haben drei Möglichkeiten, wieder den Ausgangspunkt zu erreichen: über die Rheinstraße innerhalb der Stadt, über den Weg durch die Pappelauen entlang der Außenmauer oder in einem weiteren Bogen über den Deich am Rheinufer. Infos: Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons, Stürzelberger Str. 18, 41541 Dormagen-Zons, Tel. 02133/37 72