1825 erlebte Johann Wolfgang von Goethe den Kölner Karneval. In einem Gedicht warnte er vor allzu großen Ausschweifungen: "Löblich ist ein tolles Streben, wenn es kurz ist und mit Sinn..." Diese Zeilen zieren den Brunnen (1913) von Georg Grassegger zusammen mit typischen Figuren aus der Brauchtumsgeschichte.
"Ach, wie war es doch vordem, mit Heinzelmännchen so bequem...", dichtete August Kopisch 1836. Die fleißigen Zwerge erledigten unsichtbar das Tagwerk der faulen, schlafenden Kölner. Doch eine neugierige Schneidersfrau streute Erbsen auf die Treppe, um die Heinzelmännchen endlich einmal zu Gesicht zu bekommen. Nachdem sie unter lautem Wehklagen die Treppe hinuntergepurzelt waren, verschwanden die fleißigen Kerlchen auf Nimmerwiedersehen.
Mitten auf dem Alter Markt steht der 1884 eingeweihte Brunnen als Denkmal für Jan van Werth (1593-1652). Der Sage nach war er ein Bauernbursche auf dem Kümpchenshof. Weil er der Magd Griet nicht fein genug war und sie ihn deshalb verschmähte, zog er in den Dreißigjährigen Krieg. Schließlich kam er als siegreicher Reitergeneral in seine Heimatstadt zurück, wo Griet als Blumenverkäuferin am Stadttor saß und nun bedauern musste, ihn nicht geheiratet zu haben.
Willi Ostermanns (1876-1936) Hymne "Ich mööch zo Foß noh Kölle jon" war unter den Nazis nicht wohlgelitten. Sie fürchteten Wehrkraftzersetzung, wenn Soldaten das Lied anstimmten. Das Brunnendenkmal (1938) zeigt Figuren aus Ostermanns Liedern.
Straße:
Ostermannplatz
PLZ/Stadt:
Köln
Nahverkehr
Bahnen und Busse: Dom/Hbf oder Heumarkt
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