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Religiöse Stätten

    Die Kirche Groß St. Martin und der Dom
    Die Kirche Groß St. Martin und der Dom
    © Stefan Zoller / pixelio.de
    Der Kölner Schriftsteller Heinrich Böll (1917-1985) gab den zwölf romanischen Kirchen - sie stammen aus der wirtschaftlichen Blütezeit des Mittelalters - den Vorzug gegenüber dem gotischen Dom. Dieser war ihm zu groß, zu pathetisch geraten: "Die Kölner Redensart 'Der muss im Dom beichten gehen' drückt die gleiche, mit Schrecken gemischte Ehrfurcht aus, wie sie im Gefängnis die kleinen Betrüger, Diebe, Gelegenheitskriminelle dem großen Räuber entgegenbringen".
    Eine Überlieferung ist auch jüngeren Kölnern geläufig, weil sie immer wieder gern erzählt wird, als Beleg für den humanistisch-milden Charakter des rheinischen Katholizismus: In seiner berühmten Silvesterpredigt 1945 erklärte Erzbischof Josef Kardinal Frings, wenn die britische Besatzungsmacht nicht in der Lage sei, die Kölner mit Heizmaterial zu versorgen, dann sei es eine lässliche Sünde, wenn die Bürger in höchster Not Kohlen stehlen. Die Kölner nannten den Kohlenklau fortan "fringsen". Der Kardinal hatte zwar auch gesagt, man müsse den Schaden später wieder gutmachen, aber dieser Teil seiner Predigt geriet in Vergessenheit.
  • Antoniterkirche
    Südfassade der Antoniterkirche
    Südfassade der Antoniterkirche
    © AntoniterCityKirche
    Der 1384 geweihte gotische Bau wurde auf Geheiß Napoleons I. 1802 den Protestanten überlassen und ist die erste evangelische Kirche in Köln. Sehenswert ist in der nördlichen Seitennische der Schwebende Engel von Ernst Barlach zum Gedenken an die Toten beider Weltkriege.
    Montag-Freitag von 11-19.30 Uhr geöffnet, Samstag von 11-17 Uhr, Sonntag von 9.30-19 Uhr.
    Straße:
    Schildergasse 57
    PLZ/Stadt:
    50667 Köln
    Telefon:
    0221 92 58 46 15
    Nahverkehr
    Bahnen: Neumarkt
    Karte
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  • Dom
    Der Dom ist Kölns Wahrzeichen
    Der Dom ist Kölns Wahrzeichen
    © www.koelntourismus.de
    Der heilige Petrus und die Jungfrau Maria sind die Patrone des Kölner Doms. Daher lautet der offizielle Name der Metropolitankirche des Erzbistums Köln: Hohe Domkirche St. Peter und Maria.
    Die Legenden um St. Gereon und St. Ursula begründeten im frühen Mittelalter den Ruf des "heiligen Köln". Die Stadt entwickelte sich zu einem bedeutsamen Pilgerzentrum. Die Geschäfte florierten, und 1164 gelangte ein besonders kostbares Heiligtum nach Köln: Die Gebeine der Heiligen Drei Könige. Bald darauf begann man mit der Anfertigung des Dreikönigsschreins. Das 2,2 Meter lange Meisterwerk der Goldschmiedekunst war 1225 vollendet. Für diesen prunkvollen Sarkophag bedurfte es natürlich einer angemessenen Kathedrale. 1248 legte man den Grundstein für eine neue, prächtige gotische Domkirche. In dieser steht der Dreikönigsschrein heute hinter dem Hochaltar.
    Meister Gerhard war der erste Dombaumeister (bis 1271). Er hatte seine Ausbildung in nordfranzösischen Bauhütten und in Paris erhalten. So favorisierte er den hochgotischen Stil einer französischen Krönungskirche. Die Dombauhütte existiert heute noch. An der Südostseite der Kathedrale können Sie einen Blick in den Hof der Bildhauerwerkstatt werfen. Jahr für Jahr müssen die Mitarbeiter verwitterte Teile durch neue ersetzen. Der Chor enthält seit 1940 keinen einzigen mittelalterlichen Originalstein mehr!
    "Der Dom wird nie fertig", sagten die Kölner schon vor 400 Jahren. Denn im 16. Jahrhundert waren die Bauarbeiten immer langsamer geworden, und 1560 stellte man sie schließlich ganz ein - wegen der Pest und des wirtschaftlichen Niedergangs der Stadt.
    Das Hauptschiff des Kölner Doms
    Das Hauptschiff des Kölner Doms
    © Jörg Trampert / pixelio.de
    Ausgerechnet die protestantischen Preußen vollendeten den Dom dann 1880. Dafür gab es zwei Gründe: zum einen die Begeisterung der Romantiker für das Mittelalter. Zum anderen gebärdete sich die deutsche Politik des 19. Jhs. pathetisch-national. Die Zeitgenossen interpretierten den Dom als deutsches Kulturbollwerk. Bei ihrer Vollendung 1880 war die Kathedrale mit den 157 m hohen Türmen das höchste Bauwerk der Welt.
    Die bunten Glasfenster sollten das Kircheninnere in ein mystisches Licht tauchen und so eine vergeistigte Atmosphäre schaffen. Daher lösten die Baumeister der Gotik die festen Wände in große Fensterflächen und in schlankes Maßwerk auf. Wenn Sie den Dom an einem sonnigen Tag besichtigen, tun Sie dies am Nachmittag, wenn die Sonnenstrahlen die herrliche Glasmalerei des Westfensters zum Leuchten bringen!
    Die Gnadenmadonna vor dem Dreikönigenaltar im nördlichen Querschiff wird wegen der aufgenähten Votivgaben von dankbaren Gläubigen auch Schmuckmadonna genannt. Die hölzerne Kanzel am rechten hinteren Vierungspfeiler stammt von 1544. Sie ist die älteste erhaltene Kanzel in Köln.
    Mystisches Licht der Domfenster
    Mystisches Licht der Domfenster
    © Alfred Heiler / pixelio.de
    Der Thronsitz des Erzbischofs steht in der Vierung. Für das Domkapitel sind die 104 Sitze des geschnitzten Chorgestühls reserviert. Im Mittelalter hatten bei ihren Köln-Besuchen auch der Kaiser und der Papst hier im Chor ihren Platz.
    An der Nordseite des Chorumgangs fällt das Gero-Kreuz (um 976) ins Auge. Es ist eine der ältesten erhaltenen Großplastiken des Mittelalters. Am Ende des Chorumgangs steht der Altar der Stadtpatrone (1445). Der Maler Stefan Lochner hatte dieses Werk für die Ratskapelle der weltlichen Stadtoberen geschaffen. Die Stadtpatrone St. Ursula und St. Gereon sind auf den Seitenflügeln zu sehen.
    Das riesige Nordportal am Abend
    Das riesige Nordportal am Abend
    © Ray59 / pixelio.de
    Täglich von 6-19.30 Uhr geöffnet, Führungen finden von Montag bis Samstag um 11, 12.30, 14 und 15.30 Uhr statt, Sonntag um 14 und 15.30 Uhr, die Teilnahme kostet 4 Euro.
    Führungen durch die Ausgrabungen finden Dienstag und Donnerstag um 16.15 Uhr statt, Samstag um 10.15 Uhr, zum Preis von 6,20 Euro (begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung Tel. 92 58 47 30).
    Multivision im Cinema-Domforum gegenüber Westportal von Montag bis Samstag um 12, 13.30, 15 und 16.30 Uhr, Sonntag um 15 und 16.30 Uhr, Montag bis Samstag um 11.30 und 15.30 Uhr sowie Sonntag um 15.30 Uhr auf Englisch.
    PLZ/Stadt:
    Köln
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Dom/Hbf.
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  • Groß St. Martin
    Groß St. Martin vor dem Dom
    Groß St. Martin vor dem Dom
    © Guido Jakobs / aboutpixel.de
    Im 2. Jahrhundert befanden sich hier römische Speicherhallen. Auf ihren Fundamenten wurde eine Basilika errichtet. Nach einem Brand entstand der 1172 geweihte Bau. Der Turm wurde 1200 vollendet und war bis zur Fertigstellung des Doms das Wahrzeichen der Stadt. Öffnungszeiten werden auf Anfrage bekannt gegeben.
    Straße:
    Martinspförtchen 8
    PLZ/Stadt:
    Köln
    Telefon:
    Tel. 16 42 56 50 (Prälat Dr. Fritzen)
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Dom/Hbf.
    Karte
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  • Sankt Maria in Lyskirchen
    Westfassade von St. Maria Lyskirchen
    Westfassade von St. Maria Lyskirchen
    © Willy Horsch / Wikimedia Commons
    Die über 2 Meter hohe Holzfigur der Schiffermadonna (um 1420) verrät: Zu der um 1220 entstandenen Pfarrkirche am Rheinufer hatten die Schiffer eine enge religiöse Beziehung. Die wunderschönen Gewölbe- und Wandmalereien zeigen als zentrales Bild die Anbetung der Könige, des weiteren biblische Szenen von Isaaks Verheißung bis zum Pfingstwunder.
    Montag bis Samstag von 10-18 Uhr geöffnet, Sonntag von 10-17 Uhr.
    Straße:
    An Lyskirchen 10
    PLZ/Stadt:
    50676 Köln
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Heumarkt
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  • St. Andreas
    Der spätromanisch-staufische Bau (um 1200) wird vom Konvent der Dominikaner genutzt. Der gotische Chor wurde 1492 vollendet. In der Krypta liegt der bekannte Naturwissenschaftler und Dominikaner Albertus Magnus begraben.
    Montag bis Freitag von 7-19.30 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 8-19.30 Uhr.
    Straße:
    Komödienstr. 4-8
    PLZ/Stadt:
    50667 Köln
    Telefon:
    0221 160 660
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Dom/Hbf.
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  • St. Aposteln
    St. Aposteln ist eine Oase der Ruhe
    St. Aposteln ist eine Oase der Ruhe
    © www.koelntourismus.de
    Mitten im Großstadtverkehr liegt St. Aposteln: Eine monumentale Oase der Ruhe, eine eigene, ganz andere Welt. Ihr Glanzstück ist der überkuppelte Kleeblattchor, der um 1200 erbaut wurde. Die Entstehungsgeschichte des heutigen Baus beginnt im 11. Jahrhundert.
    Das Bauwerk der Hochromanik mit seinem 66 Meter hohen Turm gilt als künstlerisch besonders ausgereift.
    Montag bis Samstag von 7.30-19 Uhr geöffnet, Sonntag von 9-18 Uhr.
    Straße:
    Neumarkt 30
    PLZ/Stadt:
    50667 Köln
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Neumarkt
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  • St. Cäcilien
    Apsis von St. Cäcilien
    Apsis von St. Cäcilien
    © Museum Schnütgen / Andreas Lechtape
    Als romanische Kirche wurde St. Cäcilien um 1130 bis 1160 erbaut; heute ist das Bauwerk Sitz des Schnütgen-Museums mit sakraler Kunst. Besonders sehenswert ist das Original des Georg-Kruzifixes.
    Dienstag bis Freitag von 10-17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 11-17 Uhr, der Eintritt kostet 3,20 Euro.
    Straße:
    Cäcilienstr. 29
    PLZ/Stadt:
    50667 Köln
    Telefon:
    0221 221 223 10 (Museum)
    Nahverkehr
    Busse und Bahnen: Neumarkt
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  • St. Georg
    St. Georg (11. Jahrhundert) ist die einzige erhaltene romanische Säulenbasilika im Rheinland. Neben einer Nachbildung des Georg-Kruzifixes ist das Gabelkruzifix aus dem 14. Jahrhundert sehenswert.
    Täglich von 8-18 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Absprache mit dem Pfarramt möglich.
    Straße:
    Waidmarkt / Ecke Georgstraße
    PLZ/Stadt:
    50676 Köln
    Telefon:
    0221 210 801
    U-Bahn
    U 3, 4: Severinstraße
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  • St. Gereon
    Der römische Hauptmann Gereon war Anführer der thebäischen Legionäre, die vermeintlich an dieser Stelle den Märtyrertod erlitten und begraben wurden. Gereon ist einer der Kölner Stadtpatrone.
    In mehreren Bauphasen entstand die romanische Kirche bis 1191. Taufkapelle und südlicher Sakristeiflügel stammen aus dem 13./14. Jahrhundert Im Innern des Mittelbaus, der einen zehneckigen Grundriss hat, reicht das Mauerwerk aus römischer Zeit 16 Meter hoch. Sehenswert ist das Fußbodenmosaik mit Szenen aus dem Leben Davids und Samsons.
    Montag bis Sonntag von 10-12 Uhr und von 15-17 Uhr geöffnet.
    Straße:
    Gereonskloster 2
    PLZ/Stadt:
    50670 Köln
    Telefon:
    0221 13 49 22
    U-Bahn
    Christophstr. / Mediapark
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  • St. Kunibert
    Kunibert war um 640/48 Bischof in Köln. Die 1247 geweihte Kirche ist der letzte, zugleich aber auch stilistisch am einheitlichsten geratene staufische Bau in Köln.
    Montag bis Samstag von 10-13 Uhr und von 15-18 Uhr geöffnet, Sonntag von 8.30-12 Uhr und von 15-18 Uhr.
    Straße:
    Kunibertsklostergasse 2
    PLZ/Stadt:
    50668 Köln
    Telefon:
    0221 12 12 14
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Breslauer Platz
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  • St. Maria im Kapitol
    Nach dem Vorbild der Geburtskirche in Bethlehem auf den Ruinen des römischen Kapitoltempels erbaut und 1065 geweiht: Wegen des Dreikonchenchors in Kleeblattform und wegen der Mischung aus Zentralbau und Langhausbasilika gilt dieser salische Bau als einzigartig. Als Kuriosum finden Sie hier vier Rippen eines Wales, im Volksmund "Zint Mergens Ripp" (St. Marias Rippen) genannt. Sie stammen aus dem Pleistozän. Mehrfach schwammen in früheren Zeiten Wale den Rhein bis nach Köln hinauf - zuletzt erst 1966.
    Montag bis Samstag von 9-18 Uhr geöffnet, Sonntag von 11.30-17 Uhr.
    Straße:
    Marienplatz 17-19, Eingang Kasinostr.
    PLZ/Stadt:
    50676 Köln
    Telefon:
    0221 21 46 15
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Heumarkt
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  • St. Pantaleon
    Die Grabkirche von Erzbischof Bruno und Kaiserin Theophanu ist die älteste romanische Kirche in Köln (vermutlich vor 1002). Um 1152 erweiterte man die ottonische Saalkirche zu einer dreischiffigen Basilika. Besonders markant ist das dreitürmige Westwerk.
    Täglich von 8.15-18 Uhr geöffnet.
    Straße:
    Am Pantaleonsberg 10a
    PLZ/Stadt:
    50676 Köln
    Telefon:
    0221 31 66 55
    U-Bahn
    Haltestellen Poststr. oder Barbarossaplatz
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  • St. Severin
    An der Fernstraße nach Bonn ist ein heidnisch-christliches Gräberfeld vom 1. bis 4. Jahrhundert nachweisbar. Bischof Severin wird der Bau einer ersten Kirche im 4. Jahrhundert zugeschrieben. Der 948 vollendete Nachfolgebau ist in gotischer Zeit (14./15. Jahrhundert) umgestaltet worden.
    Montag bis Samstag von 9-18 Uhr geöffnet, Sonntag von 9-12 Uhr und von 15-17.30 Uhr, Führungen beginnen Freitags um 16.30 Uhr.
    Straße:
    Severinstraße, Ecke Severinskirchplatz
    PLZ/Stadt:
    50678 Köln
    Telefon:
    0221 93 18 42 0
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Chlodwigplatz
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  • St. Ursula
    Das Kölner Wappen zeigt neben den drei Kronen der Hl. Könige elf schwarze Flammen: Sie stehen für die britische Königstochter Ursula und ihr Gefolge von elftausend Jungfrauen. Der Legende nach sind sie von den Hunnen hingemetzelt worden, als diese die Stadt belagerten. Die Gebeine der hl. Ursula und andere Reliquien werden in der Goldenen Kammer aufbewahrt: Nirgendwo sonst in Köln zeigt sich der mittelalterliche Reliquienkult eindringlicher!
    Montag bis Samstag von 10-12 Uhr und von 15-17 Uhr geöffnet, Sonntag von 14-17 Uhr, Führungen durch die Goldene Kammer sind nach Vereinbarung möglich.
    Straße:
    Ursulaplatz 24
    PLZ/Stadt:
    50668 Köln
    Telefon:
    0221 13 34 00
    Nahverkehr
    Bahnen und Busse: Dom/Hbf.
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