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Hotels als Schauobjekte

In der Stadt der Abziehbilder und Dubletten ist zum Schlafen keine Zeit. Trotzdem finden Sie hier originellste Unterkünfte

Las Vegas leuchtet
Las Vegas leuchtet vor allem bei Nacht
© GiRom / pixelio.de
Das gibt es wohl an keinem anderen Touristenziel: Die Hauptattraktionen sind die Hotels selbst.
Schon die ersten Hotelkasinos, die nach der Legalisierung des Glücksspiels in Nevada entstanden, wurden durch ihre prunkvolle Ausstattung zu Sehenswürdigkeiten.
Die Fremont Street und einige Hotels auf dem Strip vermitteln noch einen Eindruck davon, wie es früher in der Spielerstadt zuging: Das Stardust Hotel und The Riviera zum Beispiel, auch das etwas pompösere Tropicana, das sich den neuen Trends nicht ganz entzogen hat - sie alle wurden in den 1950er-Jahren eröffnet.
Canale Grande in Miniaturausgabe: Das Hotel Venetian
Canale Grande in Miniaturausgabe: Das Hotel Venetian
© Dirk Bosner / pixelio.de
Die in den 80er- und 90er-Jahren entstandenen gigantischen Themenhotels locken heute nicht nur das gewöhnliche Spielerpublikum an. Manhattan-Skyline, Eiffelturm und Canale Grande in Miniaturausgabe: Las Vegas ist die Stadt der perfekten Fälschungen und Plagiate.
Auch wenn es manchmal heißt, Geld töte die Phantasie, diese Stadt beweist das Gegenteil. Weiße Tiger, Hammerhaie, Achterbahnen rund ums Hotel, echte Gemälde von Monet und Renoir, Trapezkünstler über den Spieltischen, der Comer See mitten in der Wüste - wer glaubt, nun habe er alles gesehen, wird schon im nächsten Kasino neue Überraschungen erleben.
 
Auch New York gibt es in Vegas als Hotel
Auch New York gibt es in Vegas als Hotel
© GSRom/ pixelio.de

Hotels als Erlebniswelten

In jedem der großen Hotels könnten Sie sich tagelang umsehen und amüsieren, ohne dass es Ihnen an irgendetwas fehlen würde. Denn jedes bietet Dutzende von Geschäften aller Branchen, Restaurants aller Kategorien, sorgsam, oft exotisch bepflanzte Gartenanlagen, gut ausgestattete Fitnessstudios, manchmal Tennisplätze, exquisite Wellnessbereiche, großzügige Pools, Bars, Shows und mindestens eine besondere Attraktion.
Während Sie die Attraktionen aller Kasinohotels auch genießen können, ohne dort zu wohnen, sind die zum Teil unvergleichlich aufwändig gestalteten Swimmingpools nur Hausgästen zugänglich. Wenn Sie ein Fan von Badelandschaften sind, informieren Sie sich vorab über die Beschaffenheit des Pools.
Dolphin Habitat des Mirage
Dolphin Habitat des Mirage
© MGM MIRAGE
Immer mehr Hotels verwandeln ihre Swimmingpools zu Nachtclubs und Diskos unter freiem Himmel. Manche servieren einfach nur Cocktails, andere fahren umfangreiche Buffets auf.
Das Mandalay Bay und das Paris bauen sogar ab und zu riesige Bühnen auf für Stars wie Billy Idol, die Go Gos oder Susan Tedeschi. Termine erfahren Sie in den betreffenden Hotels, unter anderem: Hard Rock Hotel, Imperial Palace, Palms, Las Vegas Hilton.
Weißer Tiger in Siegfried & Roy's Secret
Weißer Tiger in Siegfried & Roy's Secret Garden
© MGM MIRAGE
Höher, besser, größer, schneller heißt die Devise der Stadt. Kein Wunder, dass gerade hier die aufregendsten Vergnügungsfahrten ("rides") und die fortgeschrittensten Imax-Kinos zu finden sind. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich direkt auf dem Strip. Doch auch wenn ein Hotel direkt neben dem anderen liegt, täuschen Sie sich nicht: Die Kasinoanlagen sind so riesig, dass ein kleiner Besuch im Nachbargebäude zum langen Fußmarsch ausarten kann.
Trotzdem bleiben die eigenen Beine meist das beste Fortbewegungsmittel. Erstens entgeht Ihnen so nichts, und zweitens bleiben fast alle anderen Transportmittel (Taxi, Trolley, Bus) im ständig stockenden Verkehr stecken. Eine empfehlenswerte Alternative für längere Entfernungen ist die neue Monorail.
 
Das Bellagio am nachgebauten Comer See
Das Bellagio am nachgebauten Comer See
© GiRom / pixelio.de

Plüsch oder Art déco?

Ein Hotel mit weniger als 1000 Zimmern ist in Las Vegas als familiär und gemütlich einzuordnen. Die größeren Themenhotels nähern sich entweder der 4000-Zimmer-Grenze oder haben sie längst überschritten. Jährlich entstehen neue Türme, die aus den Giganten Megagiganten machen. Fragen Sie also vor dem Buchen unbedingt, ob Sie mit Baustellen zu rechnen haben. Und berücksichtigen Sie: Je größer das Hotel, desto hindernisreicher ist unter Umständen der Weg zu Ihrem eigenen Zimmer.
Die meisten Hotels leiten ihre Gäste unvermeidlich durchs Kasino, das gleichsam die Lobby ist, hoffend, dass der ein oder andere dem Sog der Automaten und Spieltische nicht widerstehen kann. Aber genau das ist auch das Attraktive: Diese Stadt macht es ihren Besuchern wirklich schwer, nichts zu erleben.
In den meisten Hotels können Sie zwischen Queensize- und Kingsize-Bett wählen, d.h. französischem oder breiterem Doppelbett. Profane Einzelbetten gibt es nicht. Geben Sie auch an, ob Sie lieber ein Raucher- oder ein Nichtraucherzimmer möchten. Und: Je höher Ihr Zimmer, desto besser die Aussicht!
 

TIPP: MOTELS

In den oft preiswerteren Motels können Sie Ihr Auto direkt vor der Zimmertür parken, viele bieten ein einfaches "continental breakfast" an, d.h. Brot, Croissant oder Muffin und Kaffee oder Tee. Die Riesenhotels haben diesen Service fast alle eingestellt. Aber das Parken ist für Gäste - und Besucher - meist frei.
 
Ansicht Ost mit Brücke
Am Strip drängen sich die gigantischen Hotelanlagen nebeneinander
 
 
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