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Kulinarische Metropole Las Vegas

Nobellokale und preiswerte Schlemmerbuffets bieten feine Speisen aus aller Welt

Speisen mit Kunst im Restaurant Picasso
Sky Dance: Einsteigen und mitfliegen!
© Heiko Schimanzik
Gerade für Feinschmecker ist Las Vegas eine Reise wert. Einst bekannt für billige Buffets, erlebte die Spielerstadt in den 1990er-Jahren eine kulinarische Revolution. Wie ein Magnet zog die Stadt plötzlich Chefköche (im Amerikanischen einfach: "chefs") aus aller Welt an.
 
Der gebürtige Österreicher Wolfgang Puck brachte 1992 mit der Eröffnung des Spago die Welle ins Rollen. Ihm folgten renommierte Köche wie Todd English (Olives und Onda), Julian Serrano (Picasso), Charlie Palmer (Aureole), Emeril Lagasse (Emeril's New Orleans Fish House, Delmonico Steakhouse).
Als einer der besten gilt André Rochat, der nach einer wahrhaftigen Tellerwäscherkarriere (1965 mit leeren Taschen aus Frankreich eingewandert, seit 1970 in Las Vegas) heute drei der renommiertesten Restaurants besitzt: André's Original, André's im Monte Carlo und Alizé.
 
Köstliche Kreation in Bellagio's Picasso
Köstliche Kreation in Bellagio's Picasso
© MGM MIRAGE

Spezialitäten aus aller Welt

Sei es Foie Gras oder ein saftiges Steak, süß-saures Schweinefleisch oder Sushi, Enchiladas, Cannelloni oder weniger bekannte Gerichte: In Las Vegas finden Sie ethnische Spezialitäten aus aller Welt, wobei viele Restaurants mehrere Geschmacksrichtungen parallel servieren.
Und auch Weinkenner kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Restaurants bieten eine ansehnliche Auswahl vor allem kalifornischer, italienischer und französischer Weine. Manche Luxusgastronomie glänzt mit einer Weinkarte, die selbst in Frankreich nicht überboten werden kann.
Zudem weiß man in Las Vegas besonders zu beherzigen, dass das Auge mit isst. Nicht nur werden die Speisen oft kunstvoll drapiert, auch bieten vielerorts ausgefallene Dekorationen Abwechslung zwischen den Gängen und ein stilvolles Ambiente.
 

Richtig kleiden und reservieren

Dementsprechend bitten die Gourmettempel um angemessene, teils auch elegante Kleidung (kurze Hosen, Jeans und Turnschuhe sind nicht erwünscht). Für die meisten nicht an Klimaanlagen gewöhnten Europäer gilt: Nehmen Sie immer etwas zum Überziehen mit! Denn während Sie draußen bei weit über 30 Grad Celsius brüten, könnten Sie drinnen eine Gänsehaut bekommen.
Lounge im Japonais
Lounge im Japonais
© MGM MIRAGE
Für Restaurants der gehobenen und auch der mittleren Kategorien sollten Sie unbedingt reservieren, denn die Nachfrage nach exklusiven Speisen in ansprechender Umgebung ist so gewaltig, dass täglich Tausende von Gästen keinen Tisch bekommen. Falls Sie warten müssen, verfügen viele Lokale über gemütliche Lounges, in denen Sie sich die Zeit auf angenehme Weise mit einem Aperitif vertreiben können.
Machen Sie sich keine Illusionen über die Preise, die immer netto, d.h. ohne Steuer (7,5 Prozent) und Bedienung (15-20 Prozent) angegeben werden. Und anders als in Deutschland ist das Trinkgeld ("tip") kein Zubrot für die Kellner, sondern die einzige oder hauptsächliche Einnahmequelle. Wer sparen will, sollte mittags groß und abends nur Kleinigkeiten essen. Denn fast alle Restaurants haben wesentlich preiswertere Lunchmenüs, die das Essen mittags selbst in so manchem Luxusschuppen erschwinglich machen.
Lassen Sie sich auch nicht beim Studieren der Speisekarten verwirren: Mit "entrée" (Betonung auf der ersten Silbe) wird hier keineswegs die Vorspeise, sondern das Hauptgericht bezeichnet.
Buffet im Golden Nugget
Buffet im Golden Nugget
© Golden Nugget Las Vegas
 

Preiswerte Buffets

Nach wie vor sind die zahlreichen Buffets das Markenzeichen von Las Vegas. Trotz bemerkenswerter Preissteigerung finden Sie hier meist immer noch eine großartige Auswahl qualitativ guter Speisen für relativ wenig Geld ($ 10-18 im Durchschnitt und nur 5-7 Prozent Trinkgeld für Gedeck und Service, je nach Wochentag und Tageszeit). Reservierungen akzeptieren die meisten Buffets nicht, und so muss man sich mit den langen Warteschlangen - gerade für die besten Adressen - abfinden. Kommen Sie entweder sehr früh oder recht spät, wenn der große Ansturm bereits vorbei ist.
Fast alle Kasinos bieten ein Buffet an. Und nicht nur das. Wenn Sie in einem der großen Themenhotels wohnen, brauchen Sie dieses nicht zu verlassen, egal, was Sie gerade essen möchten: ob ein Sandwich auf die Faust oder ein 5-Gänge-Menü. Jedes Kasino besitzt mindestens ein Restaurant jeder Kategorie.
 
Die beste Ansammlung gehobener Restaurants haben zweifelsfrei das Mandalay Bay und das Bellagio zu bieten, während sich im New York-New York und im Caesars Palace besonders gut Restaurants der mittleren Kategorie finden lassen. Wirklich preiswerte und gleichzeitig gute Alternativen haben sich eher abseits vom Strip angesiedelt.
Obwohl Las Vegas damit wirbt, eine schlaflose Stadt zu sein, schließen die meisten Restaurants wie in anderen Städten auch vor Mitternacht. Aber eben nicht alle. 24-Stunden-Lokale werben häufig mit "Graveyard Specials" (wörtlich: "Friedhofsangebote"), die nach der Geisterstunde serviert werden.
 
 
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