Einer Legende nach wurde Lissabon von Odysseus gegründet. Die erste Blütezeit erlebte die Stadt unter den Römern, die sich 205 v. Chr. hier ansiedelten und aus ihr den bedeutendsten Handelsplatz Lusitaniens machten. Zeugen dieser Zeit sind die Ruinen des römischen Theaters (Teatro Romano) in der Alfama, das heute ein Museum ist. Einen noch dauerhafteren Eindruck haben die Mauren in der Stadt hinterlassen, die Lissabon im Jahr 714 eroberten. Unter ihrer 400 Jahre währenden Herrschaft wurde Lissabon ein Zentrum arabischer Kultur. Es entstanden als unbefestigte Vorstädte die heutigen Stadtviertel Alfama und Mouraria.
Die Tejo-City hat einiges an grandiosen Bauwerken zu bieten, doch es sind vor allem Kleinigkeiten, die Lissabon zu einem großen Erlebnis machen. Zu Fuß lässt sich die Metropole am besten erkunden und erleben.
Herzlich, offen und entspannt: So empfängt Lissabon seine Besucher. Majestätisch liegt die portugiesische Metropole an der breiten Mündung des Rio Tejo. Lissabon umgibt der unwiderstehliche Charme vergangener Zeiten; gleichzeitig pulsiert das Leben in der Hafenstadt am Südwestrand Europas. Lissabon - auf Portugiesisch Lisboa (sprich: Lischbóa) - ist provinziell, großstädtisch, multikulturell und weltoffen. "Leben und leben lassen" ist das Motto. Ein gewisses Laisser-faire prägt die Stadt und ihre Bewohner fast mehr noch als die viel zitierte "saudade", jene melancholische Wesensart, die als Schlüssel zur Volksseele der Portugiesen gilt und die kaum in deutsche Worte zu fassen ist.