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Religiöse Stätten

  • Basílica da Estrela
    Basílica da Estrela
    Basílica da Estrela
    © Bildpixel / pixelio.de
    Die blendend weiße Kuppel der Sternenbasilika sticht aus der Skyline Lissabons heraus. Die Kuppel ist begehbar und bietet einen tollen Rundblick, derzeit allerdings wird restauriert. Wie so viele Monumente in Portugal verdankt die Kirche ihre Entstehung einem Gelübde: Sie wurde 1777 von Königin Maria I. (1734-1816) aus Dankbarkeit für die Geburt eines Thronfolgers gestiftet. Vorbild für den Kirchenbau war die Klosterkirche von Mafra. Trotz vieler Architekten wirkt die Basilika im Stil einheitlich. Besonders schön ist die neoklassizistische Hauptfassade mit den zahlreichen Marmorstatuen. Sie kann täglich von 7.30 bis 13 und von 15 bis 19 Uhr besichtigt werden. Gegenüber liegt der kleine Stadtpark Jardim da Estrela, der sich hervorragend für eine Verschnaufpause eignet.
    Straße:
    Basílica da Estrela
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 28 bis Estrela
    Karte
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  • Kathedrale Sé
    Westportal der Kathedrale Sé
    Westportal der Kathedrale Sé
    © Osvaldo Gago / www.fotografar.net
    Die Kathedrale Sé (Abkürzung für sedes episcopalis, auf Deutsch Bischofssitz) ist die älteste Kirche Lissabons. Sie wurde nach der Vertreibung der Mauren im Jahr 1147 gebaut, vorher soll hier eine fünfschiffige Moschee gestanden haben. Die Kathedrale wurde mehrmals von Erdbeben stark beschädigt und bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder restauriert. So vereint sie heute zwei Baustile, die im nüchternen, romanischen Innenraum und dem eleganten, gotischen Chorumgang mit neun Kapellen sichtbar werden. Im Garten des gotischen Kreuzgangs aus dem 14. Jahrhundert werden seit Jahren archäologische Grabungen durchgeführt, römische Spuren, etwa Reste einer Straße und Kanalisationssysteme, gehen bis ins 1. Jahrhundert zurück. Gleich rechts vom Eingang geht es hoch zur Schatzkammer. Hier werden Teile des wertvollen Kirchenschatzes ausgestellt: Reliquien, Roben und das Glanzstück, eine goldene Monstranz aus dem Jahr 1760.
    Die Kirche kann von Dienstag bis Samstag von 9 bis 19 Uhr, Sonntags und Montags von 9 bis 17 Uhr besucht werden. Den Kreuzgang und die Kapellen kann man von Montag bis Samstag von 14 bis 19 Uhr und an Sonntagen von 14 bis 18 Uhr besichtigen. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro. Die Schatzkammer ist von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr, bei einem Eintritt von 2,50 Euro geöffnet. Messen werden an Sonn- und Feiertagen um 11.30 und 19 Uhr, sowie Dienstags bis Samstags um 18.30 Uhr abgehalten.
    Straße:
    Largo da Sé
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 28, Bus 37 bis Sé
    Karte
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  • Mosteiro dos Jerónimos
    Prunkvolle Fassade des Klosters
    Prunkvolle Fassade des Klosters
    © Osvaldo Gago / www.fotografar.net
    Es sollte stets das Erste sein, was vom Schiff aus bei der Ankunft in Lissabon zu sehen war: das Hieronymuskloster, Prunkstück des goldenen Zeitalters der portugiesischen Entdeckungen, Ruhestätte der großen Söhne des Landes, seit 1983 Welterbe der Unesco.
    König Manuel I., der Glückliche (o Venturoso) genannt, weil seine Seeleute ihm ein Weltreich mitbrachten, legte am 6. Januar 1501 den Grundstein für den Klosterbau. Beflügelt von den Geschichten der Seefahrer, schufen seine Baumeister üppige orientalische Ornamente und Verzierungen. Erst Jahrhunderte später sollte der eigenwillige Baustil zwischen Gotik und Renaissance den Namen Manuelinik erhalten. Den aufwändigen Bau bezahlte der Monarch mit der "vintena da pimenta", der Pfeffersteuer, dem zwanzigsten Teil allen Goldes aus Guinea und der Gewinne aus dem Handel mit Gewürzen und Edelsteinen aus Indien. König Manuel I. sollte die Fertigstellung seines Klosters nicht mehr erleben. Nach seinem Tod im Jahr 1521 dauerte es noch fast 50 Jahre, bis das Kloster stand.
    Innenhof und Kreuzgang
    Innenhof und Kreuzgang
    © Helga / pixelio.de
    Zunächst fallen die beiden großartig geschmückten Portale ins Auge, beide Meisterwerke der Steinmetzkunst. Im Inneren der Kirche fächern sich sechs reich verzierte schlanke Pfeiler, jeder 25 m hoch, zu Palmen auf und bilden einen Himmel aus Sternen und Quadraten.
    Unter der Empore befinden sich zwei prächtige Sarkophage: Der von Vasco da Gama ist verziert mit Karavellen, Weltkugel und Kreuzrittersymbol, rechts daneben steht der von Nationaldichter Luís de Camoes, geschmückt mit Federkiel, Lorbeerkranz und Leier. Der Autor des portugiesischen Nationalepos Os Lusíadas liegt allerdings nicht wirklich hier, er starb 1580 völlig verarmt an der Pest und wurde in einem Lissabonner Massengrab beigesetzt. In tiefen Nischen beim prachtvollen Hochaltar stehen, getragen von marmornen Elefanten, die königlichen Sarkophage.
    Kreuzgang des Hieronymusklosters
    Kreuzgang des Hieronymusklosters
    © Turismo de Lisboa / www.visitlisboa.com
    Märchenhaft ist der doppelstöckige Kreuzgang. Mit seinen filigranen, üppigen Verzierungen gilt er als einer der schönsten der Welt. Der Dichter Fernando Pessoa, der den Kreuzgang liebte, wurde anlässlich seines 50. Todestages 1985 vom Cemitério dos Prazeres hierher umgebettet. Ein schlichter Marmorblock im Kreuzgang erinnert an ihn.
    Dem Kreuzgang schließt sich das große Refektorium an. Auch hier ein herrliches, steinernes Netzgewölbe und schöne Azulejopaneele aus dem 18. Jahrhundert. Das Kloster kann von Oktober bis April Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, und von Mai bis September Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt 4,50 Euro. Sonntags ist der Eintritt bis 14 Uhr frei. Die Kirche hat freien Eintritt.
    Straße:
    Praca do Império
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 15, Zug von Cais do Sodré bis Belém
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  • Igreja de Santa Engrácia Panteao Nacional
    Weithin sichtbar ist die hohe, weiße Kuppel dieser Kirche, die heute als nationaler Ruhmestempel für die großen Söhne Portugals dient. 2001 wurde mit dem Einzug des Sarkophages von Fado-Königin Amália Rodrigues erstmals einer Frau die Ehre zuteil. Die Geschichte des Gotteshauses rechtfertigt die im Volksmund übliche Bezeichnung Obras de Santa Engrácia für Unternehmungen, die kein Ende finden: 1570 begann man mit der ersten Konstruktion, von der heute nichts mehr übrig ist. Am 15. Januar 1630 wurden die Sakristei und die Bilder im Inneren der Kirche zerstört. Angeklagt wurde der junge Simao Pires Sólis, der auf dem Weg zum Schafott prophezeite, dass die Kirche niemals fertiggestellt werden würde. Und tatsächlich konnte der Kirchenbau erst 1966 in seiner jetzigen Form und Funktion eingeweiht werden.
    Es lohnt sich, den wohl proportionierten Bau mit seinen harmonischen Farben und Formen im Inneren anzuschauen. Ein Fahrstuhl führt zur Terrasse rund um die mächtige Kuppel. Phantastisches Panorama! Dienstags und samstags findet auf dem Campo de Santa Clara der Flohmarkt Feira da Ladra statt - auch ein guter Grund, hierher zu kommen. Die Kirche kann von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr besucht werden. Der Eintritt kostet 2,50 Euro. Sonntags ist der Eintritt bis 14 Uhr frei.
    Straße:
    Campo de Santa Clara
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 28 bis Voz Operário
    Karte
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  • Igreja e Convento da Graca
    Einst stand hier ein dreischiffiges Augustinerkloster aus dem 13. Jahrhundert. Durch das Erdbeben 1755 wurde es stark beschädigt und mit nur einem Kirchenschiff wieder aufgebaut. Seit 1834 waltet das Militär im ehemaligen Konvent und erlaubt keinen Zutritt. Die Kirche dagegen steht den Besuchern offen. Davor der gemütliche Miradouro da Graca mit Bewirtung.
    Straße:
    Igreja e Convento da Graca
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 28 bis Graca
    Karte
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  • Igreja e Mosteiro de Sao Vicente de Fora
    Der helle Renaissancebau thront weithin sichtbar über dem Viertel Graca. 1582 ließ König Philipp II. von Spanien (Dom Filipe I. von Portugal) den Konvent errichten. Die Arbeiten zogen sich bis Anfang des 18. Jahrhunderts hin. Innen Marmorpracht, Chorgestühl aus feinsten tropischen Hölzern und blau-weiße Azulejos, so weit das Auge reicht. Das Kloster ist heute Sitz des Kardinals (patriarca) von Lissabon, ebenso dient es als Pantheon für die Patriarchen und die portugiesischen Könige der Dynastie Braganca. Von der Terrasse hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17.30 Uhr kann man die Kirche besuchen. Der Eintritt beträgt 4 Euro.
    Straße:
    Largo de Sao Vicente
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 28 bis Voz Operário
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  • Igreja Sao Roque
    Die schlichte Fassade der Kirche lässt kaum vermuten, welch prunkvoller Glanz sich im Inneren verbirgt. Die 1566 erbaute Jesuitenkirche überstand das große Erdbeben 1755 fast unbeschadet, nur die Fassade musste erneuert werden. Glanzstück der acht Seitenkapellen ist die Kapelle Johannes des Täufers (Capela de São Joao Baptista) vorne links vom Altar. König João V. gab sie 1742 in Rom in Auftrag. Geld spielte keine Rolle, und so wurden die besten Künstler beschäftigt und nur edelste Materialien verwendet: Carrara-Marmor, Elfenbein, Gold, Silber und Edelsteine. Nach der Segnung durch den Papst wurde die Kapelle in Einzelteilen nach Lissabon verschifft und dort erneut aufgebaut.
    Von der Kirche gelangen Sie in das angeschlossene Museu de Arte Sacra, wo neben sakralen Kunstwerken ein Modell der Täuferkapelle in Originalmaterialien zu bewundern ist. Die Kirche ist täglich von 8.30 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Das Museum kann man von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, bei einem Eintritt von 1,50 Euro besuchen.
    Straße:
    Largo Trindade Coelho
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    U-Bahn
    Metro: Baixa-Chiado oder Restauradores, dann Elevador da Glória
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