Nur durch eine Häuserreihe ist dieser Platz vom Rossio getrennt. Sein Markenzeichen ist eine Taubenschar, die um das Reiterstandbild von König João I. herumschwirrt. Wenn die Rossio-Terrasse vom Café Suiça wie so oft voll ist, kann man hierher ausweichen und den schönen Blick hinauf zum Castelo São Jorge genießen.
Der Handelsplatz ist der Stolz aller Lissabonner Plätze. Wie eine Veranda öffnet er sich zum Tejo, an den übrigen drei Seiten ist er von Gebäuden mit prächtigen Arkadengängen flankiert. Bis zum Erdbeben 1755 befand sich hier die königliche Residenz, woher sich die noch heute gebräuchliche Bezeichnung "Terreiro do Paço", Palastplatz, ableitet. Mitten auf dem Platz steht das Reiterstandbild von König José I., unter dessen Regentschaft Marquês de Pombal den Wiederaufbau der Stadt verwirklichte.
In der Mitte des Platzes ragt ein 30 m hoher Obelisk in die Luft. Das Monument erinnert an die Befreiung Portugals von den damals so verhassten Spaniern im Jahr 1640. Der Tag des Sieges im Krieg der Restauration ist heute nationaler Feiertag, am 1. Dezember.
Im Palácio Foz am Rande des Platzes war unter Diktator Salazar die Propagandazentrale des Landes untergebracht. Heute befindet sich hier die Touristeninfo.
Hier schlägt das Herz der Tejo-City. Auf dem großen Platz mit dem kunstvollen Wellenmosaik herrscht immer reger Betrieb. In der Mitte steht auf einer hohen Marmorsäule die Statue des Königs D. Pedro IV., dem offiziellen Namensgeber des Platzes. Im Volksmund hat sich jedoch Rossio als Name durchgesetzt.
An der Nordseite liegt das klassizistische Nationaltheater Dona Maria II. Der Platz wird von den zwei traditionsreichen Cafés Suiça und Nicola flankiert. Hier kann man in aller Ruhe das quirlige Treiben auf dem Boulevard beobachten.
Ein paar Schritte entfernt liegt der berühmte Bahnhof Rossio mit den sehenswerten hufeisenförmigen Eingängen.
Straße:
Rossio
U-Bahn:
Metro: Rossio
Karte:
Praça do Municipio
Hier steht das neoklassizistische Rathaus , "Câmara Municipal". In der Mitte des Platzes mit dem schönen Schwarzweißmosaik erhebt sich eine elegant gewundene Doppelsäule, die einst als Pranger diente und gleichzeitig das Emblem für das Stadtrecht bildete.