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Stadtviertel

  • Alfama
    Wie ein Gürtel schmiegt sich die Alfama rund um das Castelo de Sao Jorge. Das älteste und romantischste Viertel Lissabons verdankt seinen Namen den Arabern, die es Al-hamma, heiße Quellen, nannten. Die ehemalige Maurenstadt überstand das verheerende Erdbeben im Jahr 1755 fast unbeschadet. Enge Gassen, idyllische Plätzchen, bröckelnde Fassaden, windschiefe Häuser, kachelverzierte Nischen und lauschige Höfe (pátios), dunkle Bögen und viele, viele Treppen prägen heute das Bild des Kleine-Leute-Quartiers.
    Geschmückte Gassen in Alfama
    Geschmückte Gassen in Alfama
    © Osvaldo Gago / www.fotografar.net
    Tagsüber herrscht ein turbulentes Durcheinander. Fischverkäuferinnen preisen schreiend ihre Waren an, Scherenschleifer ziehen flötend durch die Gassen, dazwischen wuseln spielende Kinder. Diese typische Atmosphäre lässt sich am entspanntesten genießen, wenn man sich einfach durch das Gassengewirr treiben lässt - verlaufen gehört hier einfach dazu. Im Juni feiert die Alfama ihren Schutzheiligen Santo António mit Volksmusik, Tanz und viel Wein. Dann sind die Gassen mit bunten Girlanden und Lampions geschmückt, und der Geruch von gegrillten Sardinen liegt in der Luft. Ihren Höhepunkt erreichen die festas in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni, dem offiziellen Stadtfeiertag Lissabons, "Dia de Santo António".
    Straße:
    Alfama
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 28
    Karte
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  • Bairro Alto
    Nächtliches Treiben im Bairro Alto
    Nächtliches Treiben im Bairro Alto
    © Turismo de Lisboa / www.visitlisboa.com
    Das obere Stadtviertel ist die Vergnügungsmeile Lissabons. Besonders am Wochenende herrscht hier lebhafter Trubel. Zahllose Kneipen, Restaurants, Bars und Diskotheken sorgen für regen Zulauf. Hier kann man bis spätnachts shoppen. Originelle Läden bieten witzige Mode und allerlei Krimskrams an. Seit das Viertel fast vollständig für den Autoverkehr geschlossen wurde, wird mehr denn je im Freien gefeiert, geflirtet und getanzt. Tagsüber dagegen sind die Bewohner noch unter sich, es herrscht nachbarschaftliches Miteinander und gemütliche Ruhe. Viele kleine Werkstätten und Tante-Emma-Läden bewahren noch das traditionelle Leben in dem kleinen Altstadtviertel.
    Straße:
    Bairro Alto
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    U-Bahn
    Metro: Baixa-Chiado oder Restauradores, dann Elevador da Glória
    Karte
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  • Baixa
    Kunstvolles Pflaster im Viertel Baixa
    Kunstvolles Pflaster im Viertel Baixa
    © Turismo de Lisboa / www.visitlisboa.com
    Die Unterstadt ist das traditionelle Geschäfts- und Bankenviertel Lissabons. Es erstreckt sich vom lebhaften Rossio bis zum prächtigen Praça do Comércio am Ufer des Tejo. Selten bemerkt und kaum gewürdigt ist das Schwarzweißpflaster im gesamten Viertel, das ein Kunstwerk für sich ist. Die breite Fußgängerzone Rua Augusta ist die Hauptader der Baixa. Einen Abstecher in die Rua dos Sapateiros ist die gemütliche Milchbar "A Camponesa" wert. An der kleinen leitaria scheint die moderne Zeit spurlos vorüberzugehen.
    Die Baixa wurde durch das große Erdbeben 1755 völlig zerstört. Den Wiederaufbau leitete der damalige Außenminister Marquês de Pombal. Seine Ideen waren richtungsweisend für Stadtplaner auf der ganzen Welt: An den Tischen der Architekten entstand ein schachbrettartiger Grundriss mit neun Längs- und neun Querstraßen. Die Straßen wurden gepflastert, eine Kanalisation angelegt, die Häuser unterkellert. Jede Straße war für eine bestimmte Zunft vorgesehen. Die Straßennamen erinnern noch daran: Rua do Ouro (heute Rua Aurea) und Rua da Prata (Gold- und Silberschmiede), Rua dos Douradores (Vergolder), Rua dos Sapateiros (Schuhmacher), Rua dos Correeiros (Sattler), Rua dos Fanqueiros (Tuchhändler) und schließlich die Straße der Kabeljauhändler, Rua dos Bacalhoeiros. Dank seines Wiedererbauers wird das Viertel auch "Baixa Pombalina" genannt. In der Baixa herrscht von morgens bis abends reges Treiben. Nach Geschäftsschluss ist die Gegend jedoch fast wie ausgestorben.
    Straße:
    Baixa
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    U-Bahn
    Metro: Rossio und Baixa-Chiado
    Karte
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  • Belém
    Torre de Belém, Lissabons Wahrzeichen
    Torre de Belém, Lissabons Wahrzeichen
    © Turismo de Lisboa / www.visitlisboa.com
    Betlehem liegt etwa 7 km westlich vom Stadtzentrum und ist das Mekka aller kulturhungrigen Lissabon-Touristen. Hier stehen die Top-Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, wie das Hieronymuskloster, "Mosteiro dos Jerónimos", oder der "Torre de Belém", das Wahrzeichen Lissabons. Von Belém aus brachen die portugiesischen Seefahrer auf, um ferne Länder zu entdecken, und hierher kamen sie als ruhmreiche Helden wieder zurück. Das verheerende Erdbeben 1755 verschonte den entfernten Stadtteil. Nach der Katastrophe wurde Belém deshalb begehrter Wohnsitz von Reichen und Adligen. Das ist bis heute so. Restelo, oberhalb von Belém, ist das vornehmste Wohnviertel der Stadt. In schönen Villen mit Gärten residieren hier betuchte Lissabonner Familien und Diplomaten aus der ganzen Welt. Im Herzen Beléms liegt der rosafarbene "Palacio de Belém", seit Gründung der Republik 1910 offiziell Sitz der portugiesischen Präsidenten.
    Straße:
    Belém
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 15 bis Mosteiro Jerónimos
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  • Chiado
    Café "A Brasileira" in Chiado
    Café "A Brasileira" in Chiado
    © Turismo de Lisboa / www.visitlisboa.com
    Der elegante Chiado westlich der Baixa war Jahrhunderte lang Treffpunkt von Künstlern, Literaten und Intellektuellen. 1988 zerstörte ein Großbrand die gesamte Häuserzeile an der Stirnseite der Rua Garrett. Unter Leitung des portugiesischen Architekten Álvaro Siza Vieira wurden die alten Fassaden originalgetreu rekonstruiert. Heute pulsiert erneut das Leben in der eleganten Einkaufsmeile. Namensgeber des Viertels war der Balladenpoet António Ribeiro, der sich das Pseudonym Chiado (pfiffig, listig) zugelegt hatte. Ihm wurde hier 1925 ein Denkmal gesetzt, gegenüber hockt in Bronze gegossen Portugals berühmter Dichter Fernando Pessoa vor seinem Lieblingscafé "A Brasileira".
    Straße:
    Chiado
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    U-Bahn
    Metro: Baixa-Chiado
    Karte
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  • Parque das Nacoes (Park der Nationen)
    High-Tech-Bahnhof Oriente
    High-Tech-Bahnhof Oriente
    © Domaris / pixelio.de
    Das ehemalige Expogelände ist zum Symbol für das neue Lissabon geworden. Die Weltausstellung 1998 war Bestandteil eines gigantischen Urbanisierungsprojektes: Wo früher ein heruntergekommenes Industriegelände den Blick auf den Fluss versperrte, entstand ein neuer Stadtteil. Im Park der Nationen liegen Portugals architektonische Perlen der Moderne wie an einer Kette aufgereiht. Die neue Ponte Vasco da Gama überbrückt das Mar de Palha (Strohmeer), wie das breite Tejo-Delta auch genannt wird. Mekka aller Architekten ist der High-Tech-Bahnhof Oriente: ein Palmenhain aus Stahl und Glas, entworfen vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava.
    Haie im Oceanário
    Haie im Oceanário
    © Herr Andrack / pixelio.de
    Besuchermagnet Nummer eins ist das gigantische Oceanário, das größte Aquarium Europas. Wie ein gelandetes Ufo sieht der Pavilhao Atlantico aus, der 20 000 Menschen Platz bei Konzerten und Sportevents bietet. Nebenan liegen die Hallen der Lissabonner Messe FIL Feira Internacional de Lisboa. Zahlreiche Bars und Restaurants haben sich zur neuen Piste für Nachtschwärmer entwickelt.
    Straße:
    Parque das Nacoes
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    U-Bahn
    Metro: Oriente
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  • Graca
    Der lebhafte Bezirk Graca ist ein typisches alfacinha-Viertel. Im 19. Jahrhundert machten sich hier zahlreiche Gewerbebetriebe breit. Die alten Arbeitersiedlungen bestimmen noch heute das Stadtbild. Das Viertel erstreckt sich hinter dem Castelo de Sao Jorge in nordöstliche Richtung. Zur Baixa gewandt liegen die schönen Miradouros da Graca und Senhora do Monte, von denen man einen herrlichen Blick über die Stadt und den Tejo hat. Im Herzen der Graca steht die imposante Klosterkirche "Igreja Sao Vicente de Fora". Dahinter, auf dem Campo de Santa Clara, findet samstags und dienstags der Flohmarkt Feira da Ladra statt. Unmittelbar daneben ragt die weiße Kuppel des nationalen Ruhmestempels Panteao Nacional in den Himmel.
    Straße:
    Graca
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    Nahverkehr
    Eléctrico 28
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  • Mouraria
    Ähnlich verwinkelt wie die Alfama ist die benachbarte Mouraria, das einstige arabische Ghetto. Hierhin verbannte König Afonso Henriques bei der Rückeroberung der Stadt die "ungläubigen" Mauren, die bis dahin in der Alfama gewohnt hatten. Einige Straßennamen, wie Rua das Olarias (Straße der Töpfer) oder Rua das Lagares (Straße der Ölmühlen), zeugen heute noch von deren Gewerbe. Die Mouraria ist im Laufe der Jahrhunderte immer mehr heruntergekommen und heute eines der ärmsten Viertel der Stadt. Treppen und Gassen winden sich steil den Berg hinunter bis zum Largo Martim Moniz, der nach jahrelangen Renovierungsarbeiten ein moderner, weitläufiger Platz mit einigen Wasserspielen ist.
    Straße:
    Mouraria
    PLZ/Stadt:
    Lissabon
    U-Bahn
    Metro: Martim Moniz
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Stadtplan Lissabon
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