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Elephant Parade London

Die größte Outdoor-Kunstaktion in der Geschichte Londons

Elefant in der Bruton Street
Elefant in der Bruton Street
Foto: © MattFromLondon
Im Sommer 2010 wird Londons Innenstadt zum "Elefantengehege". Eine Elefantenschutzorganisation ruft durch riesige Elefantenfiguren, überall in London verteilt, zur Rettung asiatischer Elefanten auf. Die Interaktion von Tierschutz und Kunst machen die Parade weltweit einzigartig.

Eine Elefantenherde zieht durch die Weltmetropolen

2007 fand die "Elephant Parade", eine Aktion der "elephant family" (eine Organisation zum Schutz von Elefanten), zum ersten Mal in Rotterdam statt und verzeichnete großen Erfolg. Im vergangenen Jahr war die Parade in Amsterdam zu Gast; in diesem Sommer kommt die Aktion nach London, wo 25 Millionen Zuschauer erwartet werden.
 
Elefant in der Regent Street
Elefant in der Regent Street
Foto: © MattFromLondon
Von Mai bis Juli 2010 werden 250 lebensgroße Elefantenfiguren überall im Zentrum aufgestellt: In Parks, an berühmten Plätzen, Flughäfen,etc. Fast an jeder Straßenecke wird man die Dickhäuter bestaunen können. Einige der Tiere stehen in ganzen Herden zusammen, z.B. findet man im Green Park ganze 25 Stück. Die Elefanten werden von berühmten Künstlern gestaltet und nach der Parade versteigert.
Jeder einzelne Elefant bekommt einen Namen, so steht "The Happy End Of Nature" am Terminal 5 am Flughafen Heathrow, "Mumbai Indians" am Trafalgarsquare und der "Chinesephant" leistet "Sherlock Holmes" Gesellschaft in der Bakerstreet. Um ein paar der bemalten Figuren zu sehen muss man auch innerhalb von Gebäuden suchen: "Chestnut" steht im Hempel Hotel und "Monopoly Community Chest" und "Zambi" haben es sich im Hamleys Toy Store zwischen den Spielwaren bequem gemacht.
 
Elefant im Green Park
Elefant im Green Park
Foto: © MattFromLondon

Hintergrund der Aktion

Wer von einer "Elefantenparade" hört denkt im ersten Moment vielleicht an die lustige Herde aus dem Dschungelbuch, doch den Hintergrund der "Elephant Parade" bildet leider ein sehr ernstes Thema.
2002 wurde die "elephant family" gegründet. Sie ist die weltweit größte Organisation zum Schutz asiatischer Elefanten und hat sich zum Ziel gesetzt die vom Aussterben bedrohten Tiere zu retten und ihnen ein gefahrloses Leben zu ermöglichen. In den vergangenen 100 Jahren ist die Population der Tiere um 90% zurückgegangen und ohne direkte Hilfe werden sie in 30 Jahren ganz von der Erde verschwunden sein.
Um die Anzahl der Tiere nicht noch weiter schwinden zu lassen, müssen ganze Herden neu angesiedelt und vor jeglichen menschlichen Eingriffen geschützt werden. Die ständige Jagd auf die Elefanten nach Elfenbein und die Vertreibung aus ihrem natürlichen Lebensraum sind auch für Menschen sehr bedrohlich: Täglich werden Bewohner der Gebiete, die nah am abgerodeten Wald liegen, angegriffen oder gar getötet, da die Elefanten nichts mehr zu essen finden. Die "elephant family" spricht von einem "Elefanten-Menschen-Konflikt".
Elefant am Newport Place
Dieser Elefant am Newport Place hat eine weitere bedrohte Tierart zum Thema
Foto: © MattFromLondon

Hilfe für Mensch und Tier

Das mit der "Elephant Parade" eingenommene Geld soll der Lösung dieses Konfliktes dienen. Durch die Vergrößerung des Lebensraumes der Tiere, die Umsiedlung ganzer Dörfer und den Bau von Wegen und Brücken, die von einem zum anderen Waldstück führen kann Menschen wie Tieren nachhaltig geholfen werden.
In den nächsten drei Monaten wird es fast unmöglich sein, sich in London zu bewegen, ohne auf einen der buntbemalten Dickhäuter zu stoßen; die Veranstalter erhoffen sich so die Aufmerksamkeit unzähliger Menschen zu erlangen und ihnen täglich vor Augen zu halten, dass die tollpatschigen Lieblinge der Zoos bald nicht mehr in freier Wildbahn zu finden sein werden.
 
 
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