Wer tagsüber die Calle del Pez entlangläuft, wird unweigerlich Ramón begegnen. Ramón ist schrecklich geschäftig, aber für Komplimente hat er immer Zeit. "Wie schön Sie heute sind, Señora!", sagt er den jungen und besonders gern den alten Damen. Vor jedem Kinderwagen bleibt er stehen und fragt: "Wie gehts denn dem Kleinen?", und den Männern ruft er zu: "An die Arbeit, Spanier!" Niemand fühlt sich belästigt, die Angesprochenen erwidern den Gruß und gehen mit amüsiertem Lächeln weiter. Sie kennen Ramón, sie wissen, er ist nicht der Klügste. Die Ladenbesitzer der Straße geben ihm kleine Aufträge, er trägt Brot aus, bringt Altpapier zum Container, verteilt die Madrider Gratiszeitung. Ramón gehört dazu: gar nicht wegzudenken aus der Calle del Pez.
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