"De tapas" durch Madrid zu ziehen, das heißt Ruhe bewahren und sich nicht von den Menschenmengen vor dem Tresen und an den besetzten Tischen abschrecken lassen. Reservieren ist normalerweise nicht möglich - aber irgendwann kommt die Reihe doch an Sie. Eine Tapa ist eine kleinere Portion, die allein nicht ganz satt macht - und von 80 Cent bis 5 Euro kosten kann. Größere Portionen heißen raciones.
Ein Klassiker im Madrid de los Austrias mit rustikaler spanischer Küche. Bestellt wird an der Durchreiche, wenn das Essen fertig ist, erklingt eine kleine Glocke. Der Laden ist oft so rappelvoll, dass sich die Gäste draußen auf die Kühlerhauben der parkenden Autos setzen. Täglich geöffnet.
Populäres Restaurant, in dessen Hinterzimmer an sechs Abenden die Woche purer Flamenco live gegeben wird. Immer noch das Madrider Flamencolokal. Karten kosten um 25 Euro und sollten zwei Tage im Voraus reserviert werden. Programm Mo-Do 22.30, Fr/Sa 21 und 24 Uhr.
Kein Lokal, sondern eine ganze Straße: In der Calle Cava Baja drängen sich Traditionsrestaurants und Tapabars. In der Hausnummer 30 lädt die Casa Lucas seit 1997 zu kreativen Tapas - traditioneller Schinken oder Käse fehlen. Gute Alternativen in derselben Straße: Díaz y Larrouy (Nr. 6), La Chata (Nr. 24), Tempranillo (Nr. 38).
Ein nächtliches Ritual: erst tanzen gehen und dann am frühen Morgen hier mit "churros con chocolate" den Magen herausfordern. Schon 1895 wurde die berühmte Chocolatería gegründet. Täglich von 17-7 Uhr geöffnet.
Madrids ältestester tablao (seit 1956), nahe den Jardines de las Vistillas. Täglich von 21-2 Uhr geöffnet, Aufführungen ab 22 Uhr, Eintritt kostet 34 Euro.
Rustikal, aber nicht zu sehr: vorne ein nicht enden wollender Tresen, dahinter Tische mit kleinen Holzhockern - die sind zwar nicht wirklich bequem, aber die Tapas umso leckerer. Probieren Sie den Madrider Rotwein! Sonntagabend und Mi geschlossen.
Der Marmortresen ist noch immer derselbe, über den hier im Jahr 1927 zum ersten Mal Wein vom Fass verkauft wurde. Heute füllt sich der Laden unter einem langen, schmalen Spiegel an der Decke mit Tapahungrigen, die z. B. die tortilla con pisto (Omelett mit Gemüsesauce) bestellen. Bei entsprechendem Wetter werden alle Flügeltüren geöffnet, und dann ist es fast so, als sitze man im Freien. Sonntagabend und außer Fr-So mittags geschlossen.
Im "Dicken Fisch" finden Sie Marmortische, viel Rauch, laute Debatten - und eine kurze, vorzügliche Tapakarte. Die Spezialität des Hauses sind "migas de Almería", ursprünglich ein Armeleuteessen auf der Grundlage von Brotkrümeln. Lassen Sie sich überraschen! Montag und mittags geschlossen.
Eine kleine, gekachelte Bar, 1892 gegründet, mit hoher Decke, wenigen Tischen und vielen Stehgästen. Wer zum Speiseraum will, muss sich bücken und unterm Tresen durchschlüpfen. Täglich geöffnet.
Ein schöner Ort, um die abendliche Tapatour zu beginnen. Das Lokal führt die Spezialität des Hauses im Namen: torrijas, das sind gezuckerte und in Wein eingelegte Brotstücke - dazu passt ein schwerer, süßer Rotwein. Als Alternative gibt es herzhaften Käse. An den gekachelten Wänden läuft eine Holzbank entlang, die kleinen Tische davor sind mit historischer Weinwerbung des 1907 gegründeten Hauses bedeckt. So geschlossen.
Die Taverne an der Plaza Chueca ist für ihren Wermut berühmt, dazu gibt es vor allem Fischtapas wie boquerones en vinagre, escabeche de bonito oder empanadas. Über einen Seiteneingang von der Calle Luis de Góngora kommt man in den hinteren Teil des Ladens: eine gemütliche Kneipe mit Selbstbedienung. Mi geschlossen.
Hier wird die Zubereitung der Tapas (stets begleitet von einem guten Wein) als edle Kunst gepflegt - deswegen sieht man an den Tischen viele feine Leute sitzen. Etwas teurer als andere Tapabars. Kein Fehler, einen Tisch zu reservieren. Sonntagabend und Montag geschlossen.
Straße:
Calle del Nuncio 17
PLZ/Stadt:
28005 Madrid
Telefon:
913 65 47 04
U-Bahn
Metro 5: La Latina
Karte
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Die wohl populärste Kneipe und Tapabar auf der belebtesten Straße im Stadtteil Lavapiés - im Sommer mit Tischen vor der Tür. Die ensaladilla rusa, ein Tapaklassiker, ist nach der Umfrage eines lokalen Magazins die beste Madrids. Außer Fr-So mittags geschlossen.
Der kleine Raum vor dem Tresen ist meistens gedrängelt voll, denn hier werden die klassischen (vor allem andalusischen) Tapas überdurchschnittlich gut zubereitet. Eine Tür weiter geht es in das Restaurant gleichen Namens. Sa-Mittag und So geschlossen.
Etwas düstere Bar in Lavapiés, Treffpunkt der Flamencokünstler und ihrer Fans. Täglich von 23-5.30 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Straße:
Calle del Olmo 2
PLZ/Stadt:
28012 Madrid
Telefon:
914 67 33 82
U-Bahn
Metro 1: Antón MartÃn
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Cervecería Cervantes
Der Besuch lohnt allein schon wegen der "tostadas de gambas" mit viel Knoblauch. Sonntagabend geschlossen.
Straße:
Plaza de Jesús 7
PLZ/Stadt:
28014 Madrid
Telefon:
914 29 60 93
U-Bahn
Metro 1, 2: Banco de España, Antón MartÃn
Karte
La Soleá
Nirgendwo ist die Chance größer, einen spontanen Flamencoabend zu erleben. Di-Sa von 22.30-6 Uhr geöffnet, Eintritt frei.
Straße:
Calle Cava Baja 34
PLZ/Stadt:
28005 Madrid
Telefon:
913 66 05 34
U-Bahn
Metro 5: La Latina
Karte
Las Tablas
Eine neue Bühne, 2003 von zwei jungen Flamencotänzerinnen gegründet und weniger touristisch als die alteingesessenen tablaos. Täglich von 19-1 Uhr geöffnet, Aufführung ab 22.30 Uhr.
Im Baskenland heißen die Tapas pintxos - sie werden auf dem Tresen unter einer Glasvitrine präsentiert, und jeder bedient sich selbst nach Gusto. Zur Abrechnung präsentiert man die Zahnstocher, die in jedem pintxo stecken. Die Kette Lizarran trägt diese Tradition in alle Winkel Spaniens. Täglich geöffnet.