Dass Madrids Kathedrale ein zeitgenössisches Bauwerk ist, erst 1993 geweiht, sieht man ihr in keinem Detail an. "Anachronistisch" und eine "Fälschung ohne wahren Wert" nennt sie der Architekt Enrique Domínguez Uceta. Das ursprüngliche Projekt von 1880 sah eine Kathedrale im neogotischen Stil vor, doch mehr als die (neoromanische) Krypta wurde davon bis 1911 nicht verwirklicht. 1947, wenige Jahre nach Ende des Bürgerkriegs, wurden die Arbeiten wieder aufgenommen, diesmal einem klassizistischen Plan folgend, nach dem Beispiel des Königspalasts nebenan. Die Bauarbeiten stockten, und erst unter einer sozialistischen Regionalregierung in den Achtzigerjahren wurden sie zu Ende geführt.
Das Ergebnis befriedigt die wenigsten. Aber ein bisschen ins Herz geschlossen haben die Madrilenen ihre Kathedrale trotzdem - spätestens seit hier Kronprinz Felipe am 22. Mai 2004 seine Letizia geheiratet hat. Täglich von 9-21 Uhr geöffnet.
Madrids monumentalste Barockkirche, 1651 noch vor ihrer endgültigen Fertigstellung geweiht, war mehr als 100 Jahre Madrids provisorische Kathedrale: von 1885, als sich Madrid als eigenständige Diözese von Toledo löste, bis zur Weihung der Almudena 1993. Der Bau mit seiner enormen Kuppel und den geräumigen Seitenkapellen hat die richtigen Ausmaße dafür. Und schließlich liegen hier seit 1769 die Überreste des hochverehrten Madrider Stadtheiligen San Isidro.
Straße:
Toledo 37
PLZ/Stadt:
Madrid
U-Bahn
Metro 5: La Latina
Karte
Real Basílica de San Francisco el Grande
Madrids kunsthistorisch bedeutendste Kirche, erbaut 1761-1768 im neoklassischen Stil und von einer Kuppel mit 33 m Durchmesser und 72 m Höhe überwölbt. In den Seitenkapellen teilen sich Gemälde spanischer Künstler des späten 19. Jahrhunderts die Aufmerksamkeit mit Werken von Zurbarán, Cano und Goya.
Von September bis Juli Dienstag bis Freitag geöffnet von 11-12.30 Uhr und von 16-18.30 Uhr, Samstag von 11-13.30 Uhr. Im August Dienstag bis Sonntag von 11-12.30 Uhr und von 17-19.30 Uhr.
Der Eintritt kostet 3 Euro.
Der kleine altägyptische Tempel zu Ehren der Götter Amun und Isis (2. Jahrhundert v. Chr.) ist das älteste Bauwerk Madrids. An seinem jetzigen Standort im Süden des Parque del Oeste ist er allerdings erst seit 1972 zu bewundern. Die ägyptische Regierung schenkte den Tempel dem spanischen Staat zum Dank für die Hilfe spanischer Archäologen bei der Rettung Abu Simbels am westlichen Nilufer während des Baus des Assuanstaudamms in den Sechzigerjahren. Hier am Templo de Debod genießen Sie einen privilegierten Blick über den Casa de Campo und den Königspalast - es ist Madrids schönster Ort, der Sonne beim Untergehen zuzuschauen.
Von April bis September Dienstag bis Freitag von 10-14 Uhr und von 18-20 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 10-14 Uhr. Von Oktober bis März Dienstag bis Freitag von 9.45-13.45 Uhr und von 16.15-18.15 Uhr, Samstag und Sonntag von 10-14 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Straße:
Paseo del Pintor Rosales
PLZ/Stadt:
28008 Madrid
U-Bahn
Metro 3: Ventura RodrÃguez
Karte
Parroquia San Ginés
Die kleine Barockkirche aus dem Jahr 1645 wurde nach einem Feuer Ende des 19. Jahrhunderts grundlegend renoviert. Sehenswert ist vor allem die Capilla del Santo Cristo, in der unter anderem das kleine Gemälde "Die Austreibung der Wechsler aus dem Tempel" von El Greco und eine in Madrid lange hochverehrte Christusfigur von Alfonso Vergaz zu bewundern sind. Zugang nur bei Gottesdiensten.
Straße:
Arenal 13
PLZ/Stadt:
28013 Madrid
U-Bahn
Metro 1, 2, 3, 5: Sol, Ópera
Karte
Stadtplan Madrid
MADRID
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