Der katalanische Architekt José Grases Riera brachte mit diesem 1903 fertig gestellten Haus seine persönliche Vorstellung vom Modernismus (der spanischen Spielart des Jugendstils) nach Madrid. Dazu beauftragt hatte ihn der Bankier und Politiker Javier González Longoria. Über die Ästhetik der überbordenden Fassade lässt sich streiten, die runde Eisen-Bronze-Marmor-Treppe im Inneren dagegen ist von zeitloser Schönheit. Heute ist hier der spanische Autorenverband SGAE untergebracht. Nur wenige Schritte entfernt, in der Calle Mejía Lequerica 1, steht ein kurioses fünfstöckiges Wohnhaus vom Beginn des 20. Jahrhunderts, dessen Dachsims von mehr als zwei Meter langen steinernen Salamandern gehalten wird.
Straße:
Fernando VI 4, Ecke Pelayo 61
PLZ/Stadt:
Madrid
U-Bahn
Metro 5, 10: Alonso MartÃnez
Karte
Estación de Atocha
(Bahnhof Madrid Atocha)
Von außen sieht es aus wie ein Bahnhof, von innen wie ein überdimensionales Gewächshaus. Gut 100 Jahre lang fuhren Loks in die prächtige Halle unter das gewölbte Dach aus Eisen und Glas ein, bis sich die spanische Regierung in den Kopf setzte, eine Schnellbahnverbindung zur Expo 1992 in Sevilla zu schaffen. Für den modernen Zug, Ave getauft, baute der spanische Stararchitekt Rafael Moneo eine neue Halle direkt hinter die alte, und auf einmal war Platz für den Palmengarten im Bahnhof. Am angenehmsten genießen Sie die tropische Atmosphäre im Restaurant Samarkand (täglich geöffnet, Tel. 915 30 97 46, €€) auf einer erhöhten Terrasse auf der nördlichen Seite der Halle.
Am Morgen des 11. März 2004 ließen islamistische Terroristen in vier Madrider Vorortzügen zehn Bomben explodieren, die 191 Menschen in den Tod rissen. Einer der Züge war gerade in den Bahnhof Atocha eingefahren, in den tiefer liegenden, für die cercanías reservierten Bereich.
Das Stadion von Real Madrid, des "besten Clubs des 20. Jahrhunderts" (fand zumindest die Fifa), wurde 1947 eingeweiht und seitdem mehrfach umgebaut. Heute passen rund 75 000 Zuschauer hinein. Hier ist auch die Sala de Trofeos mit ihrer beeindruckenden Sammlung von Meisterpokalen untergebracht. Geführte Tour durchs Stadion einschließlich Trophäensammlung kostet 9 Euro, täglich außer an Spieltagen und dem jeweils folgenden Tag von 10.30-18.30 Uhr geöffnet, Zugang über Tor 40 an der Südseite des Stadions.
Das Stadion von Atlético, 1966 direkt am Manzanares eröffnet, bietet heute Platz für 55 000 Zuschauer. Von außen faszinierend anzuschauen ist die Zuschauertribüne über der Ringautobahn M 30.
Man kann den Stierkampf hassen und sich trotzdem von dieser monumentalen Arena im nachempfundenen Mudejarstil mit Hunderten von Hufeisenbögen in der Backsteinfassade beeindrucken lassen. 1934 fand hier die erste corrida statt. 23000 Menschen haben in dem gewaltigen Rund Platz. Heute dient die Arena nicht nur dem rituellen Stieretöten, sondern auch als Bühne für heimische und internationale Popstars.
An der Nordseite des Platzes sind im Museo Taurino (Mitte März-Oktober: Dienstag-Freitag von 9.30 bis 14.30 Uhr geöffnet, Sonntag von 10-13 Uhr; November-Februar: Montag-Freitag von 9.30-14.30 Uhr) die Devotionalien der Stierkampffreunde zu bewundern.