In Russland steht für das klassische Ballett immer noch an erster Stelle das Bolschoiensemble, wenn auch das St. Petersburger Mariinskijensemble eine ernst zu nehmende Konkurrenz darstellt. Der Ballettnachwuchs des Tanzensembles des Bolschoi wird in einer eigenen Schule ausgebildet.
Bei den Moskauern ist eine Karte für das Bolschoi das größte Geschenk, denn es ist sehr schwer, an Karten zu kommen. Als Tourist haben Sie es einfacher, sich über das Servicebüro Karten bestellen zu lassen (ab 20 Euro). Wenn das nicht klappt, bekommen Sie meist vor dem Theater eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn noch eine übrig gebliebene Eintrittskarte, gegen Euro oder Dollar.
Der prachtvoll dekorierte Zuschauerraum bietet 2300 Besuchern Platz. Schon seit Jahren im Ballettrepertoire: Die Klassiker "Schwanensee", "Giselle", "Der Nussknacker". Als besonders spektakulär gelten die Choreografien des ehemaligen Kirow-Tänzers Jurij Grigorovitsch: "Spartakus", "Iwan der Schreckliche", "Romeo und Julia" und "Das Goldene Zeitalter".
Immer noch im Repertoire: Prokofjews "Die Liebe zu den drei Orangen", die Peter Ustinow inszenierte. 2004 engagierte man den deutschen Opernavantgardisten Peter Konwitschny, der einen umjubelten "Fliegenden Holländer" auf die Bühne des Bolschoi brachte.
Wenn Sie großer Opernliebhaber sind, sollten Sie sich eine der russischen Opern ansehen, die bei uns selten oder nie aufgeführt werden. Im Repertoire des Bolshoi Theaters sind "Pique Dame", "Boris Godunow", "Stepan Rasin" oder "Fürst Igor".
Das Hauptgebäude wird bis 2008 renoviert, allerdings gibt es ein zweites, neu eröffnetes Gebäude (linker Hand vom alten Haus), in dem momentan die Aufführungen stattfinden.
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