In dem sehr malerisch auf einer Anhöhe in der Nähe der Moskwa gelegenen Kloster befindet sich heute das Andrei-Rubljow-Museum mit Werken der Altrussischen Kunst. Der bedeutendste Ikonenmaler lebte und wirkte hier und liegt im Kloster begraben (1410 bis 1427 erbaut).
Die Erlöser-Kathedrale, eine Vierpfeilerkirche, stammt aus dieser Zeit, der 81 Meter hohe Glockenturm wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Täglich außer Mittwoch von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
"Sie ist wie der Turm zu Babel stufenförmig zusammengesetzt und gipfelt in einer gewaltigen, regenbogenfarbigen, gezackten Kuppel, ringsum sind auf alle Abstufungen des Baus viele kleine Kuppeln verteilt, eine der anderen absolut unähnlich, sie sind über den ganzen Bau ohne Symmetrie, ohne Ordnung verteilt", so beschreibt Michail Lermontow Anfang des 19. Jahrhunderts die Basilius-Kathedrale, und besser kann man das Bauwerk, das alle Touristen sofort mit Moskau assoziieren, gar nicht erklären. Die von außen wirklich wie ein regelloses Gewirr erscheinende Kathedrale zeichnet aber tatsächlich ein imaginäres griechisches Kreuz als Grundriss. 1555 bis 1560 wurde sie im Auftrag Iwans des Schrecklichen erbaut. Den Anlass gab der Sieg über die Tataren in Kasan. Die Kathedrale sollte eine "Hymne an die Freude" sein. Man sagt, Iwan habe dem Baumeister die Augen ausstechen lassen, damit er nie mehr so ein wundervolles Bauwerk schaffen könne.
Das Innere der Kirche hält nicht, was sie von außen verspricht. Andere Kirchen stattete man weitaus opulenter aus. Die Ikonen und Fresken der Basilius-Kathedrale jedoch sind sehenswert. Täglich außer Dienstag 11 bis 16 Uhr.
Mächtig erhebt sich seit dem Sommer 1997 die Christ-Erlöser-Kathedrale wieder an der Stelle, wo sie einst 1883 geweiht wurde. Stalin hatte sie 1931 sprengen lassen: Der gigantische Palast der Sowjets sollte hier erbaut werden, doch daraus wurde nichts. Der sandige Grund am Moskwaufer bot nicht genügend Halt. Stattdessen baute man unter Chruschtschow ein Schwimmbad hierher. Mit viel Aufwand und Geld hat nun Bürgermeister Luschkow sein Ziel verwirklicht: Eine genaue Kopie des schneeweißen Gotteshauses dominiert mit ihren goldenen Kuppeln die Innenstadt. Die Moskauer Geschäftswelt finanzierte den 300 Millionen Dollar teuren Bau. Täglich 6.30 bis 22 Uhr.
Straße:
Ul. Volkhonka
PLZ/Stadt:
Moskau
Nahverkehr
Metro 1: Kropotkinskaya
Karte
Danilow-Kloster
(Danilowskij monastyr)
Das 1282 gegründete Kloster (mit klassizistischer Dreifaltigkeitskathedrale von 1838) diente im Ersten Weltkrieg als Militärlazarett. Nach der Revolution wurde es ein Kinderheim. Erst 1983, anlässlich der 1000-Jahr-Feiern, erhielt die Kirche dieses Kloster zum Aufbau eines neuen geistlichen Zentrums zurück. Nun residiert hier das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, der Patriarch von Pimen. Das Kloster wurde in den letzten Jahren vollständig restauriert.
Straße:
Bolschoi Starodanilovsky per. 5
PLZ/Stadt:
Moskau
Nahverkehr
Metro 9: Tul'skaya
Karte
Dreifaltigkeitskirche von Nikitniki
Sie entstand Mitte des 17. Jahrhunderts und hat Originalfresken von Uschakow, die ausgezeichnet restauriert sind. Sie liegt in Kitay-Gorod nur ein paar Minuten vom Kreml entfernt hinter dem GUM. Täglich außer Dienstag 10 bis 17.30 Uhr.
Straße:
Nikitnikov per. 3
PLZ/Stadt:
Moskau
Nahverkehr
Metro 1, 6, 7: Lubyanka, Kitay-Gorod
Karte
Neujungfrauenkloster
(Nowodewitschi monastyr)
Eine Besichtigung des Neujungfrauenklosters ist in jedem Falle zu empfehlen. Das größte und schönste der Moskauer Klöster wurde 1524 gegründet und in den letzten Jahren gründlich restauriert. Im 17. Jahrhundert gehörten dem Kloster riesige Ländereien. Nachdem die Schwester Peters des Großen versucht hatte, ihn zu stürzen, lebte sie hier von 1689 bis 1704 in Verbannung.
Weithin sichtbar ist der 72 m hohe, 1690 erbaute Glockenturm. In der Mariä-Himmelfahrts-Kirche - ein Barockbau aus dem Ende des 17. Jahrhunderts - finden Gottesdienste statt. Die Hauptkirche des Klosters, die Kathedrale der Muttergottes von Smolensk, trägt fünf goldene Kuppeln, die in einem starken Kontrast zu den schlichten weißen Mauern stehen. Sehr schön die Ikonostase. Täglich außer Dienstag 8 bis 17 Uhr.
Straße:
Novodevichiy pr. 1
PLZ/Stadt:
Moskau
Nahverkehr
Metro 1: Sportivnaya
Karte
St. Nikolaj Kirche der Weber
Sehr auffällig erhebt sich die grün-orangefarbene Kirche in Moskaus Weberviertel. Weit sichtbar vor allem der Glockenturm mit dem barocken Zeltdach. 1679-82 wurde sie erbaut. Auch in der Sowjetzeit fanden hier Gottesdienste statt.
Straße:
Komsomol'skiy pr. 2
PLZ/Stadt:
Moskau
Nahverkehr
Metro 1, 5: Park Kul'tury
Karte
Stadtplan Moskau
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