Zentrales Telegrafen- und Postamt
Dies ist die erste Straße im Zentrum, auf die Sie treffen, wenn Sie vom Flughafen kommend in die Stadt fahren. Schon seit dem 14. Jahrhundert war sie die Ausfallstraße nach Tver (Kalinin) und Nowgorod. Deshalb hieß sie Tverskaya und wurde erst 1935 zu Ehren des Schriftstellers Maxim Gorki umbenannt. 1991 bekam sie ihren alten Namen wieder.
Als erste Moskauer Straße erhielt sie im 18. Jahrhundert Steinpflaster, und schon früh wurden die Holzhäuser durch Steinhäuser, Hotels, luxuriöse Geschäfte und Kaufmannshäuser ersetzt. Als Mitte des 19. Jahrhunderts reiche Kaufleute hier Mietskasernen bauten, verlor die Twerskaja ihre Bedeutung als Hauptstraße der Stadt. Schon damals besaß sie die ungewöhnliche Breite von 20 m, und seit der Verbreiterung und Verlegung der Häuser nach der Revolution misst sie sogar mehr als das Doppelte, 42 m.
Tverskaya-Straße in der Stadtmitte
Gleich linker Hand vom Okhotny Ryad kommend liegt das Hotel National mit seinem alten Charme. Daneben befindet sich das Jermolowa-Theater, in dem vor allem zeitgenössische Dramen zu sehen sind. Das Eckhaus zeigt das konstruktivistische Telegrafenamt aus dem Jahr 1927. Interessant ist auch das Haus Nr. 13, das 1782 für den Grafen Tschernischew (Generalgouverneur von Moskau) gebaut wurde. Die beiden oberen Etagen kamen erst später hinzu. Heute residiert hier der Moskauer Bürgermeister.
Direkt gegenüber, am Tverskaya Ploshchad', steht das Denkmal für Fürst Juri Dolgoruki, den Gründer Moskaus. Rechts schließt sich das Hotel Zentralnaja an, das ehemalige Hotel Lux, das in den Dreißigerjahren Herberge für deutsche Oppositionelle war. Gleich daneben liegt das schöne Delikatessengeschäft Jelissejew. Vor der Revolution zeigte es sich als das erste Delikatessengeschäft in Moskau, aber auch heute noch lohnt sich ein Besuch. Das Eckhaus daneben beherbergte jahrelang einen beliebten Theaterclub. Heute befindet sich hier eine luxuriöse Einkaufsmeile mit westlichen Edelshops.
Hat man den Puschkinplatz mit Puschkin und McDonald‘s hinter sich gelassen, endet die Einkaufszone der Tverskaya. Linker Hand war in einem pompösen Empirepalast des 18. Jahrhunderts einst der Englische Club für Adlige untergebracht, heute ist der Palast Domizil des Museums für die moderne Geschichte Russlands. Auf dem Majakowski-Platz errichtete man 1721 nach dem Sieg über die Schweden einen Triumphbogen. Den Platz begrenzen das Satiretheater und daneben der Tschaikowski-Konzertsaal, ein modernes Schnellrestaurant und das Hotel Peking. Dieser Teil der Tverskaya wird immer luxuriöser. Neben einigen kostspieligen Geschäften liegen hier das Marriott Grand Hotel, das Palace Hotel und das Hotel Tverskaya. Die Tverskaya endet nach etwa 3 km am Weißrussischen Bahnhof und dem Gorki-Denkmal, das Wera Muchina 1951 entwarf.
Nahverkehr
Metro 2: Okhotny Ryad