Fettnäpfchen
In München Auto fahren
Lassen Sie, auch wenn Sie Neapel- und Pariserfahrung haben, Ihr Auto in der Hotelgarage oder am Stadtrand stehen (Gepäck raus). Auto fahren in München, das ist - besonders während der Rush-hour - ein Kampf auf Biegen und Brechen. Nicht nur, dass die Stadt nicht einmal für ihre eigenen Bürger genug Parkplätze zur Verfügung hat, man also nahezu gezwungen ist, falsch zu parken. Es herrscht leider auch weit verbreitet die Meinung, dass auf der Straße das Gesetz der Härte und Unnachgiebigkeit zähle. Es wird prinzipiell bei Gelb gestartet und ebenso prinzipiell bei Gelb noch durchgefahren. Höflichkeit, Zuvorkommenheit, Freundlichkeit bremsen nur den Verkehrsfluss, so die Meinung einiger schwarzer Schafe, die aber das Geschehen auf den Straßen bestimmen. Wer falsch parkt, ist mit mindestens 15 Euro dabei, und im Zweifelsfall wird rigoros abgeschleppt (was inklusive Taxi zur Verwahrstelle, Bußgeld und Abschleppkosten dann gut und gerne 150 Euro kosten kann).
Dialekt reden
Lernen Sie nicht Bayerisch. Es klingt fürchterlich und ist kompliziert. Wenn ein Nichtbayer "pfiadi" sagt, was "behüte dich" heißt, klingt das wie "bfiathy"; statt "aufi" (hinauf) sagt er "naufi" und statt "eini" (hinein) "neini", was eher wie "neine" klingt - und "neun" heißt.
Über München schimpfen
Sagen Sie dem Münchner nicht, dass es in Hamburg, Berlin, Paris, New York oder wo auch immer schöner, bequemer, lustiger sei als in München. Merke: Ein Münchner darf über München lästern, so viel er will, ein Tourist hat die Stadt gefälligst zu bewundern.
Mit der Polizei streiten
Streiten Sie nicht mit Polizisten. Münchens "Schandis" gelten allgemein als sehr verträglich und - auch bei Verdacht auf (nicht allzu viel) Alkohol am Steuer - als nachsichtig. Wer den richtigen Ton trifft, findet oft Gnade vor dem Auge des Gesetzes. Wer dem Wachtmeister aber klar zu machen versucht, dass die Ampel nie und nimmer rot gewesen sei, ist meist den Führerschein los, bevor er überhaupt zu Ende geredet hat.
"Echt" Volkstümliches suchen
Meiden Sie angeblich urige Plätze wie das Hofbräuhaus oder den Marienplatz um 12 Uhr - dann ist halb Japan anwesend, um dem berühmten Glockenspiel zu lauschen. Gehen Sie lieber zur "Abendvorstellung" um 17 Uhr.