Englischer Garten
© Laura Januschke
New York hat den Central Park, London den Hyde Park, doch kein Münchner würde "seinen" Englischen Garten dagegen eintauschen. Zwar ist dieser 5 km lange und bis zu 1 km breite Park - im Geiste der Aufklärung von Sir Benjamin Thompson, Graf von Rumford, Physiker und Generalleutnant der kurfürstlich-bayerischen Armee, 1788 als Idee geboren und ein Jahr später von Kurfürst Karl Theodor verwirklicht - heutzutage mehr durch seine "Nackerten" berühmt geworden. Doch der Münchner sieht über derlei Berg und Tal stoisch hinweg auf dem Weg zum Chinesischen Turm, zum Kleinhesseloher See oder zum Aumeister.
Monopteros im Englischen Garten
© Laura Januschke
Von Süd nach Nord ändert der Englische Garten seinen Charakter, wird wilder, einsamer, bewachsener. Die klassischen Merkmale (und Treffpunkte)sind: Zunächst der Monopteros im Süden, unweit vom Haus der Kunst. Bei diesem klassizistischen Rundtempel aus der Feder des Architekten Leo von Klenze trifft sich die Jugend aus aller Welt (und wer sich dazuzählt) zum Musizieren. Auf der schönen Wiese davor tummeln sich Verliebte, Familien und Hundehalter mit "Zamperl" aller Arten und Größen zum Erfahrungsaustausch.
Chinesischer Turm
© Laura Januschke
Oberhalb des Eisbaches liegt der Chinesische Turm (1790 eingeweiht, 1944 abgebrannt und 1951 wieder aufgebaut). Dies ist Münchens berühmtester Biergarten. 1 km nördlich, vor dem Mittleren Ring, hat sich am Kleinhesseloher See, in den von Gabriel von Seidl 1883 gebauten Räumen des Seehauses, eine noble Gaststätte mit Biergarten direkt am Wasser breit gemacht. Doch eine halbe Wanderstunde weiter, Richtung Freimann, liegt der Aumeister, ein altes Jägerwirtshaus mit wunderschönem Garten. Dank der Bäume sitzen Sie hier auch bei großer Sommerhitze herrlich. Leider muss man mittlerweile vor Nachtspaziergängen in diesem Teil warnen.
Straße:
Englischer Garten 3
PLZ/Stadt:
80538 München
U-Bahn
U 3/6 Giselastraße oder Universität