
Ground Zero bei Nacht
© Derek Jensen
Am Ende des 11. September 2001 war Ground Zero der Begriff, mit dem man versuchte, das Entsetzen zu erfassen: Das World Trade Center, seit seiner Eröffnung 1973 ein Wahrzeichen der Stadt, in dem 50 000 Menschen arbeiteten, das sich 80 000 Besucher täglich ansahen, war dem Erdboden gleichgemacht. Der Ausdruck, der ursprünglich bei Atombombentests gebraucht wurde, wird wohl auf immer mit der 7 Hektar großen Fläche zwischen Liberty Church, Vesey und West Street verbunden bleiben.
Nur 16 Menschen überlebten im Nordturm, als er um 10.28 Uhr einstürzte. Viele der Toten konnten nur durch eine DNA-Analyse identifiziert werden. Es dauerte bis Ende Mai 2002, die 1,6 Millionen Tonnen Schutt zu räumen. Der Wiederaufbau hat begonnen - und damit Machtkämpfe um das riesige Bauvorhaben, an dem gleich eine Handvoll Stararchitekten beteiligt sind. Daniel Libeskinds Entwurf ist längst nur noch die Basis des Projekts, das von Architekt David Childs geleitet wird. Lord Norman Foster baut den "Tower Two" und Santiago Calatrava den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt in Downtown. Heute wird der Ort neutral "World Trade Center Site" genannt. Fast erschreckt es, eine Baustelle wie jede andere vorzufinden, obwohl sich hier die Welt für immer verändert hat. Feuerwehrleute, Überlebende, Angehörige von Opfern und Anwohner machen Führungen an den Ort des Anschlags (Montag-Freitag um 13 Uhr, Samstag und Sonntag um 12 und 14 Uhr, Treffpunkt: 120 Liberty St. am zukünftigen Tribute Center, Kosten $ 10, Online-Reservierung nötig, www.telecharge unter "other events").
U-Bahn
Subway: Chambers St., 1-3, 9, A, C