Möbilierter Personalraum mit Volksempfänger
© CTZ Nürnberg
In alten Felsengewölben, ehemaligen Bierkellern direkt unter der Kaiserburg, wurde bereits kurz nach Kriegsbeginn unter schwierigsten Bedingungen eine in Deutschland einzigartige Bergungsanlage geschaffen, um unwiederbringliche Kunstwerke vor Feuer, Rauch, Gas und Plünderung zu schützen und sie so für nachfolgende Generationen zu bewahren.
In bis zu 24 Metern Tiefe entstand ein ausgeklügeltes System zur Entwässerung, Beheizung und Belüftung, das für optimale Bedingungen sorgte. Selbst Räume und Einrichtungen für Wachpersonal wurden nicht vergessen.
Bombensicher eingelagert waren im Kunstbunker berühmte Nürnberger Sehenswürdigkeiten wie die Kunstuhr der Frauenkirche, Gemälde, Kupferstiche und Schriften von Albrecht Dürer, historische Musikinstrumente oder auch Altäre, Glasmalereifenster und Chorgestühl sämtlicher Altstadtkirchen.
Große Teile der Einbauten im Kunstbunker sind noch heute zu sehen. Eine Fotodokumentation sowie original Bild- und Tonaufnahmen erinnern an die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg, in denen das mittelalterliche Nürnberg zerstört wurde.
Kartenverkauf und Treffpunkt für Führungen ist der Brauereiladen der Hausbrauerei Altstadthof, Bergstr. 19.
PLZ/Stadt:
90403 Nürnberg
Nahverkehr
Bus 36 (ab Plärrer), Haltestelle Hauptmarkt
U-Bahn
U1 (ab Hauptbahnhof), Haltestelle Lorenzkirche